27. April 2018

Top6 Themen: Bursitis subdeltoidea - Gelenkschmerzen

Bursitis subdeltoidea

Bursitis subdeltoidea Gelenkschmerzen Themen und Krankheit
Bei der Bursitis subdeltoidea handelt es sich um eine Schleimbeutelentzündung (Bursitis) zwischen dem Musculus deltoideus und dem Schultergelenk.

Der M. deltoideus entspringt am Schlüsselbein, an der Schulterhöhe und der Schulterblattgräte und setzt an der Tuberositas deltoidea des Oberarmknochens (Humerus) an. Er ist für viele Bewegungen des Arms, wie die Abduktion, Adduktion, Ein- und Auswärtsdrehung, verantwortlich. Besonders diese Bewegungen sind folglich bei der Bursitis subdeltoidea schmerzhaft bzw. schmerzverstärkend. Schleimbeutel sind kleine, mit einer schleimhaltigen Flüssigkeit gefüllte Beutel, welche sich an Stellen befinden, an denen ein Muskel direkten Kontakt mit dem Knochen hat. Hier haben sie die Aufgabe, die mechanische Belastung auf Muskel und Knochen zu reduzieren.


Ursachen: Bursitis subdeltoidea | Schleimbeutelentzündung

Mögliche Ursachen für eine Bursitis subdeltoidea können sein:

- mechanische Reizung, durch Fremdkörper, Verletzungen oder Druck

- chemische Stoffe, wie Laugen, Säuren, bakterielle Gifte, Schwermetalle, Allergene oder Immunkomplexe

- physikalische Faktoren, z.B. ionisierende Strahlung, Wärme, Kälte oder UV-Licht

- bösartige Tumore

- krankhafte Stoffwechselprodukte

- entgleiste Enzyme


Therapie: Bursitis subdeltoidea | Schleimbeutelentzündung

Bei der Therapie einer Bursitis subdeltoidea kommen im ersten Schritt allgemeine Therapieansätze zum Einsatz.
Zeigen diese zu wenig Wirkung, oder werden die Beschwerden chronisch (Schmerzen länger als 3-6 Monate) sind Konzepte der „speziellen Schmerztherapie“ bzw. weiterführende multimodale Behandlungskonzepte einer Schmerzklinik gefragt. Dabei gilt generell: „Je früher, desto besser“.

Details:

1. Allgemeine Therapien

a) Medikamentöse Schmerztherapie:

Bei akuten (plötzlich einsetzenden, heftigen) und subakuten (eher schleichend verlaufenden) Schmerzen können zunächst bzw. vorwiegend peripher wirkende Schmerzmittel (Schmerzmittel, die am Ort der Schmerzentstehung wirken) eingesetzt werden. Insbesondere sind hier sog. nicht steroidale Antirheumatika (= „Rheumamittel“) zu erwähnen, aus dieser Gruppe möglichst langwirkende und magenschonende, zum Beispiel Mobec®. Sehr magenschonend und zudem auch entzündungshemmend sind sog. COX-2 Inhibitoren ((z. B. Parecoxib (Dynastat®) o. Etoricoxib (Arcoxia®)).
Bei starken, schmerzhaften Muskelverspannungen können ergänzend Muskelrelaxanzien (Mittel zur Muskelentspannung) (z. B. Norflex®, Mydocalm®) eine Lösung sein. Schwere Schmerzen sind manchmal dagegen nur durch zentral (im Gehirn / Rückenmark) wirkende Analgetika (z. B. Tramadol, Valoron N®) zu lindern. Auf die Gefahr einer Schmerzmittelgewöhnung oder gar -abhängigkeit ist grundsätzlich zu achten. Eine Kombination mit schmerzdistanzierenden Antidepressiva (Mittel gegen Depression, u.a. aber auch z. T. bei Schmerzen wirksam) kann in vielen Fällen Schmerzmittel einsparen.

b) Akupunktur

c) Operative Maßnahmen
, z.B. operative Entfernung des Schleimbeutels

d) Physikalische Therapie, z. B.: T.E.N.S., Wärme, Kälte, Massagen, Krankengymnastik,..


2. Weitere Behandlungskonzepte einer Fachklinik

<?  Therapie & Behandlungskonzepte bei Bursitis subdeltoidea



Die hier beschriebene Therapie wird in folgenden Kliniken angeboten:
Schmerzklinik Bad Mergentheim


Gelenkschmerzen Krankheit   Gelenkschmerzen Home

Verwandte Suchbegriffe zu Gelenkschmerzen:
schmerzende Gelenke, Schmerzgelenk, Schmerzen im Gelenk, Rheuma, Arthrose, Arthritis, Polyarthritis, PCP, primär chronische Polyarthritis, Gelenkentzündung

Autor: Prof. Dr. med. Rolf Leeser

Verwandte Schmerz-Themen von Gelenkschmerzen

Gelenkschmerzen Top6 Krankheiten

Weitere Themen zu Gelenkschmerzen A-Z:

Sponsorenbereich
Anzeige

Anzeige
Aktuelle Gesundheitsnachrichten

Mehr Hebammen in Krankenhäusern tätig
(27.04.18) 11.077 Hebammen und Entbindungspfleger leisteten im Jahr 2016 Geburtshilfe in deutschen Krankenhäusern - 1,4 Prozent mehr als 2015. Das hat das Statistische Bundesamt mitgeteilt. Im Jahr 2016 haben insgesamt 9.301 fest angestellte Hebammen und Entbindungspfleger in der Geburtshilfe gearbeitet. 2015 waren es 9.081 fest angestellte Kräfte. Das ist eine Steigerung zum Vorjahr von 2,4 Prozent.
Artikel lesen...

Bevölkerung ist für Technik-Einsatz in der Pflege offen
(26.04.18) Viele Deutsche sind offen für den Einsatz von digitaler Technik in der Pflege. Zu diesem Ergebnis kommt eine jetzt veröffentlichte repräsentative Umfrage des Zentrums für Qualität in der Pflege (ZQP). "Technologische Potenziale, die zur Unterstützung und sogar Verbesserung des Pflege- und Versorgungsprozesses vorhanden sind, werden oft verkannt ? in manchen Debatten auch irrationale Ängste dazu geschürt", sagte der ZQP-Vorstandsvorsitzende Ralf Suhr.
Artikel lesen...

Blickpunkt Klinik: Mehr Rechte für Patienten
(26.04.18) Die Bundesregierung hat angekündigt, die Patientenrechte zu stärken. Der neue "Blickpunkt Klinik" zeigt, wie sich die aktuelle Rechtslage auf den Umgang mit Behandlungsfehlern auswirkt, und berichtet von den Plänen der Großen Koalition
Artikel lesen...

Weiterführende Links



Anzeige