13. Dezember 2017

Top6 Themen: Bursitis subacromialis - Gelenkschmerzen

Bursitis subacromialis

Bursitis subacromialis Gelenkschmerzen Themen und Krankheit
Bei der Bursitis subacromialis handelt es sich um eine Schleimbeutelentzündung (Bursitis) im Bereich der Schulter. Der betroffene Schleimbeutel (Bursa subacromialis) befindet sich unter dem Rabenschnabelfortsatz (Acromion) des Schulterblatts.

Die Bursitis subacromialis gehört zu den klassischen Schulterbeschwerden und wird meist durch Kalkablagerungen verursacht.


Symptome: Bursitis subacromialis | Schleimbeutelentzündung

Typische Symptome einer Bursitis subacromialis sind:

- starke Schmerzen im Bereich der Schulter

- Bewegungseinschränkungen

- Überwärmung

- Nächtliche Ruheschmerzen


Ursachen: Bursitis subacromialis | Schleimbeutelentzündung

Schleimbeutel sind dazu da, die mechanische Belastung auf Muskeln und Knochen zu reduzieren. Durch ständige Überlastung kommt es zur Reizung des Schleimbeutels und letztlich zu einer Entzündung.
Anders als bei anderen Schleimbeutelentzündungen hat der Schleimbeutel bei der Bursitis subacromialis unter der Schulterhöhe nicht viel Platz sich auszudehnen, zumal der Deltamuskel (M. deltoideus) die Schulter in diesem Bereich straff abdeckt. Hierdurch ist auch die Bewegungseinschränkung zu erklären.
Außerdem hat der Mensch unterhalb des Knochens, der das Schulterdach bildet, einen Schwachpunkt. Bei jeder Hebebewegung des Armes reibt dort die Sehne eines Muskels am Knochen und das in einem ohnehin schlecht durchbluteten Bereich. Bei einseitigen Überlastungen kann es so zur Ausbildung einer Bursitis subacromialis kommen. Zudem kommt es als Reaktion auf die Überlastung zur Einlagerung von Kalk in die Sehnen der Rotatorenmanschette unter dem Schulterdach. Durch das Einbrechen dieser Kalkablagerungen in den Schleimbeutel kommt es zur Bursa subacromialis.

Weitere mögliche Ursachen für eine Bursitis subacromialis, neben Kalkablagerungen, können sein:

- mechanische Reizung, durch Fremdkörper, Verletzungen oder Druck

- chemische Stoffe, wie Laugen, Säuren, bakterielle Gifte, Schwermetalle, Allergene oder Immunkomplexe

- physikalische Faktoren, z.B. ionisierende Strahlung, Wärme, Kälte oder UV-Licht

- bösartige Tumore

- krankhafte Stoffwechselprodukte

- entgleiste Enzyme


Differentialdiagnose: Bursitis subacromialis | Schleimbeutelentzündung

Weitere Erkrankungen, die neben einer Bursitis subacromialis in Betracht zu ziehen sind, sind:

- Verrenkungen der Schulter (Luxation)

- Engpass-Syndrom (Impingementsyndrom)

- Chronische Schultersteife

- Arthrose

- Rotatorenmanschettenruptur

- Störungen des Schultergelenks, wie eine Periarthritis humeroscapularis, Gicht oder eine Arthritis


Therapie: Bursitis subacromialis | Schleimbeutelentzündung

Bei der Therapie einer Bursitis subacromialis kommen im ersten Schritt allgemeine Therapieansätze zum Einsatz.
Zeigen diese zu wenig Wirkung, oder werden die Beschwerden chronisch (Schmerzen länger als 3-6 Monate) sind Konzepte der „speziellen Schmerztherapie“ bzw. weiterführende multimodale Behandlungskonzepte einer Schmerzklinik gefragt. Dabei gilt generell: „Je früher, desto besser“.

Details:

1. Allgemeine Therapien

a) Medikamentöse Schmerztherapie:

Bei akuten (plötzlich einsetzenden, heftigen) und subakuten (eher schleichend verlaufenden) Schmerzen können zunächst bzw. vorwiegend peripher wirkende Schmerzmittel (Schmerzmittel, die am Ort der Schmerzentstehung wirken) eingesetzt werden. Insbesondere sind hier sog. nicht steroidale Antirheumatika (= „Rheumamittel“) zu erwähnen, aus dieser Gruppe möglichst langwirkende und magenschonende, zum Beispiel Mobec®. Sehr magenschonend und zudem auch entzündungshemmend sind sog. COX-2 Inhibitoren ((z. B. Parecoxib (Dynastat®) o. Etoricoxib (Arcoxia®)).
Bei starken, schmerzhaften Muskelverspannungen können ergänzend Muskelrelaxanzien (Mittel zur Muskelentspannung) (z. B. Norflex®, Mydocalm®) eine Lösung sein. Schwere Schmerzen sind manchmal dagegen nur durch zentral (im Gehirn / Rückenmark) wirkende Analgetika (z. B. Tramadol, Valoron N®) zu lindern. Auf die Gefahr einer Schmerzmittelgewöhnung oder gar -abhängigkeit ist grundsätzlich zu achten. Eine Kombination mit schmerzdistanzierenden Antidepressiva (Mittel gegen Depression, u.a. aber auch z. T. bei Schmerzen wirksam) kann in vielen Fällen Schmerzmittel einsparen.

b) Akupunktur

c) Operative Maßnahmen
, z.B. operative Entfernung des Schleimbeutels

d) Physikalische Therapie, z.B. T.E.N.S., Wärme, Kälte, Massagen, Krankengymnastik,..


2. Weitere Behandlungskonzepte einer Fachklinik

<?  Therapie & Behandlungskonzepte bei Bursitis subacromialis



Die hier beschriebene Therapie wird in folgenden Kliniken angeboten:
Schmerzklinik Bad Mergentheim


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Verwandte Suchbegriffe zu Gelenkschmerzen:
schmerzende Gelenke, Schmerzgelenk, Schmerzen im Gelenk, Rheuma, Arthrose, Arthritis, Polyarthritis, PCP, primär chronische Polyarthritis, Gelenkentzündung

Autor: Prof. Dr. med. Rolf Leeser

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