19. Januar 2019

Top6 Themen: Bursitis radiohumeralis - Gelenkschmerzen

Bursitis radiohumeralis

Bursitis radiohumeralis Gelenkschmerzen Themen und Krankheit
Bei der Bursitis radiohumeralis handelt es sich um eine Schleimbeutelentzündung (Bursitis) im Bereich des äußeren Ellenbogens. Der Begriff „radiohumeralis“ bezieht sich auf die Übergangszone zwischen Oberarm (Humerus) und Speiche (Radius, Knochen des Unterarms).

Unter einem Schleimbeutel (Bursa) versteht man einen kleinen, mit einer schleimhaltigen Flüssigkeit gefüllten Beutel, der sich meist dort befindet, wo ein Muskel direkten Kontakt mit einem Knochen hat. Dort verringert es dann die mechanische Belastungen, die auf Muskel und Knochen wirken.


Symptome: Bursitis radiohumeralis | Schleimbeutelentzündung

Typischerweise sind bei einer Bursitis radiohumeralis die Bewegungen im Ellenbogen sehr schmerzhaft bzw. schmerzverstärkend. Aber auch beim Durchführen von Greifbewegungen mit der Hand kommt es meist zu Ellenbogenschmerzen.


Ursachen: Bursitis radiohumeralis | Schleimbeutelentzündung

Mögliche Ursachen einer Bursitis radiohumeralis können sein:

- mechanische Reizung, durch Fremdkörper, Verletzungen oder Druck

- chemische Stoffe, wie Laugen, Säuren, bakterielle Gifte, Schwermetalle, Allergene oder Immunkomplexe

- physikalische Faktoren, z.B. ionisierende Strahlung, Wärme, Kälte oder UV-Licht

- bösartige Tumore

- krankhafte Stoffwechselprodukte

- entgleiste Enzyme


Therapie: Bursitis radiohumeralis | Schleimbeutelentzündung

Bei der Therapie einer Bursitis radiohumeralis kommen im ersten Schritt allgemeine Therapieansätze zum Einsatz.
Zeigen diese zu wenig Wirkung, oder werden die Beschwerden chronisch (Schmerzen länger als 3-6 Monate) sind Konzepte der „speziellen Schmerztherapie“ bzw. weiterführende multimodale Behandlungskonzepte einer Schmerzklinik gefragt. Dabei gilt generell: „Je früher, desto besser“.

Details:

1. Allgemeine Therapien

a) Medikamentöse Schmerztherapie:

Bei akuten (plötzlich einsetzenden, heftigen) und subakuten (eher schleichend verlaufenden) Schmerzen können zunächst bzw. vorwiegend peripher wirkende Schmerzmittel (Schmerzmittel, die am Ort der Schmerzentstehung wirken) eingesetzt werden. Insbesondere sind hier sog. nicht steroidale Antirheumatika (= „Rheumamittel“) zu erwähnen, aus dieser Gruppe möglichst langwirkende und magenschonende, zum Beispiel Mobec®. Sehr magenschonend und zudem auch entzündungshemmend sind sog. COX-2 Inhibitoren ((z. B. Parecoxib (Dynastat®) o. Etoricoxib (Arcoxia®)).
Bei starken, schmerzhaften Muskelverspannungen können ergänzend Muskelrelaxanzien (Mittel zur Muskelentspannung) (z. B. Norflex®, Mydocalm®) eine Lösung sein. Schwere Schmerzen sind manchmal dagegen nur durch zentral (im Gehirn / Rückenmark) wirkende Analgetika (z. B. Tramadol, Valoron N®) zu lindern. Auf die Gefahr einer Schmerzmittelgewöhnung oder gar -abhängigkeit ist grundsätzlich zu achten. Eine Kombination mit schmerzdistanzierenden Antidepressiva (Mittel gegen Depression, u.a. aber auch z. T. bei Schmerzen wirksam) kann in vielen Fällen Schmerzmittel einsparen.

b) Akupunktur

c) Operative Maßnahmen, z.B. operative Entfernung des Schleimbeutels

d) Physikalische Therapie, z.B. T.E.N.S., Wärme, Kälte, Massagen, Krankengymnastik,....






2. Weitere Behandlungskonzepte einer Fachklinik

<?  Therapie & Behandlungskonzepte bei Bursitis radiohumeralis



Die hier beschriebene Therapie wird in folgenden Kliniken angeboten:
Schmerzklinik Bad Mergentheim


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Verwandte Suchbegriffe zu Gelenkschmerzen:
schmerzende Gelenke, Schmerzgelenk, Schmerzen im Gelenk, Rheuma, Arthrose, Arthritis, Polyarthritis, PCP, primär chronische Polyarthritis, Gelenkentzündung

Autor: Prof. Dr. med. Rolf Leeser

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