17. Januar 2020

Top6 Themen: Bursitis poplitealis - Gelenkschmerzen

Bursitis poplitealis

Bursitis poplitealis Gelenkschmerzen Themen und Krankheit
Bei der Bursitis poplitealis handelt es sich um eine Schleimbeutelentzündung (Bursitis) im Bereich der Kniekehle.

Schleimbeutel sind kleine, mit eine schleimhaltigen Flüssigkeit gefüllte Beutel, welche sich meist an Stellen befinden, wo ein Muskel direkten Kontakt mit dem Knochen hat. Sie verringern so die auf Knochen und Muskeln einwirkende mechanische Belastung.


Ursachen: Bursitis poplitealis | Schleimbeutelentzündung

Ursachen für eine Bursitis poplitealis können sein:

- mechanische Reizung, durch Fremdkörper, Verletzungen oder Druck

- chemische Stoffe, wie Laugen, Säuren, bakterielle Gifte, Schwermetalle, Allergene oder Immunkomplexe

- physikalische Faktoren, z.B. ionisierende Strahlung, Wärme, Kälte oder UV-Licht

- bösartige Tumore

- krankhafte Stoffwechselprodukte

- entgleiste Enzyme


Symptome: Bursitis poplitealis | Schleimbeutelentzündung

Typische Symptome der Bursitis poplitealis sind:

- Schmerzen im Bereich der Kniekehle

- prall-elastische Schwellung des Schleimbeutels

- bei gestrecktem Bein wird die Schwellung gut sichtbar


Therapie: Bursitis poplitealis | Schleimbeutelentzündung

Bei der Therapie einer Bursitis poplitealis kommen im ersten Schritt allgemeine Therapieansätze zum Einsatz.
Zeigen diese zu wenig Wirkung, oder werden die Beschwerden chronisch (Schmerzen länger als 3-6 Monate) sind Konzepte der „speziellen Schmerztherapie“ bzw. weiterführende multimodale Behandlungskonzepte einer Schmerzklinik gefragt. Dabei gilt generell: „Je früher, desto besser“.

Details:

1. Allgemeine Therapien

a) Medikamentöse Schmerztherapie:

Bei akuten (plötzlich einsetzenden, heftigen) und subakuten (eher schleichend verlaufenden) Schmerzen können zunächst bzw. vorwiegend peripher wirkende Schmerzmittel (Schmerzmittel, die am Ort der Schmerzentstehung wirken) eingesetzt werden. Insbesondere sind hier sog. nicht steroidale Antirheumatika (= „Rheumamittel“) zu erwähnen, aus dieser Gruppe möglichst langwirkende und magenschonende, zum Beispiel Mobec®. Sehr magenschonend und zudem auch entzündungshemmend sind sog. COX-2 Inhibitoren ((z. B. Parecoxib (Dynastat®) o. Etoricoxib (Arcoxia®)).
Bei starken, schmerzhaften Muskelverspannungen können ergänzend Muskelrelaxanzien (Mittel zur Muskelentspannung) (z. B. Norflex®, Mydocalm®) eine Lösung sein. Schwere Schmerzen sind manchmal dagegen nur durch zentral (im Gehirn / Rückenmark) wirkende Analgetika (z. B. Tramadol, Valoron N®) zu lindern. Auf die Gefahr einer Schmerzmittelgewöhnung oder gar -abhängigkeit ist grundsätzlich zu achten. Eine Kombination mit schmerzdistanzierenden Antidepressiva (Mittel gegen Depression, u.a. aber auch z. T. bei Schmerzen wirksam) kann in vielen Fällen Schmerzmittel einsparen..

b) Akupunktur

c) Operative Maßnahmen, z.B. operative Entfernung des Schleimbeutels

d) Physikalische Therapie, z.B. T.E.N.S., Wärme, Kälte, Massagen, Krankengymnastik,..


2. Weitere Behandlungskonzepte einer Fachklinik

<?  Therapie & Behandlungskonzepte bei Bursitis poplitealis



Die hier beschriebene Therapie wird in folgenden Kliniken angeboten:
Schmerzklinik Bad Mergentheim


Gelenkschmerzen Krankheit   Gelenkschmerzen Home

Verwandte Suchbegriffe zu Gelenkschmerzen:
schmerzende Gelenke, Schmerzgelenk, Schmerzen im Gelenk, Rheuma, Arthrose, Arthritis, Polyarthritis, PCP, primär chronische Polyarthritis, Gelenkentzündung

Autor: Prof. Dr. med. Rolf Leeser

Verwandte Schmerz-Themen von Gelenkschmerzen

Gelenkschmerzen Top6 Krankheiten

Weitere Themen zu Gelenkschmerzen A-Z:

Sponsorenbereich
Anzeige

Anzeige
Aktuelle Gesundheitsnachrichten

Heilmittel besonders in der Altersgruppe 60plus verordnet
(10.01.20) Von den 15,4 Millionen Heilmittelleistungen, die 2018 für AOK-Versicherte erbracht und abgerechnet wurden, entfiel mehr als jede zweite auf Versicherte der Altersgruppe 60plus. Am häufigsten wurde eine Physiotherapie verordnet. Und Frauen mit Rückenschmerzen bekommen deutlich häufiger Physiotherapie verordnet als Männer.
Artikel lesen...

DIMDI veröffentlicht ATC-Klassifikation für 2020
(09.01.20) Die neue Fassung der Anatomisch-Therapeutisch-Chemischen Klassifikation (ATC-Klassifikation) inklusive definierter Tagesdosen ist am 1. Januar 2020 in Kraft getreten. Das Deutsche Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) bietet die Klassifikation auf seiner Webseite zum Download an.
Artikel lesen...

"Wir haben in der Pflege enormen Druck"
(08.01.20) Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat 2020 zum "Jahr der Krankenpflege und Hebammen" ausgerufen. Auch in Deutschland ist die Pflege weiterhin eine der größten "Baustellen" im Gesundheitswesen. Das AOK-Magazin "Gesundheit und Gesellschaft" (G+G) hat das Thema auch in der jüngsten Ausgabe aufgegriffen.
Artikel lesen...

Weiterführende Links