19. September 2019

Top6 Themen: Bewegungsschmerzen - Gelenkschmerzen

Bewegungsschmerzen

Bewegungsschmerzen Gelenkschmerzen Themen und Krankheit
Unter Bewegungsschmerzen versteht man Schmerzen, welche nur bei Bewegung auftreten, und welche damit im Gegensatz zu Ruheschmerzen stehen.

Eine Form von Bewegungsschmerzen sind die so genannten Anlaufschmerzen, welche meist morgens nach dem Aufstehen zu Beginn einer Bewegung auftreten. Bewegungsschmerzen können vom Gelenk selbst, wie auch von der korrespondierenden Muskulatur ausgehen.



Ursachen: Bewegungsschmerzen

- Arthrose
Häufig kommt es, vor allem bei älteren Menschen, bei degenerativen Gelenkveränderungen zu Bewegungsschmerzen, da sich mit zunehmendem Alter die Knorpelschichten der Gelenke abnutzen, sich die Sehnen verhärten und entzündlich verändern. Hierbei kommt es zu schmerzhaften Reibevorgängen innerhalb der Gelenke, welche zu Bewegungsschmerzen und später auch Ruheschmerzen führen können.

- Rheumatische Veränderungen
Auch rheumatische Veränderungen können zu Bewegungsschmerzen führen. Diese beruhen auf entzündlichen Vorgängen in den beteiligten Gelenken und Muskeln.

- Distorsion und Frakturen
Bei einer Distorsion handelt es sich um eine durch Drehung bedingte Gelenkverletzung, welche durch eine gewaltsame Überschreitung der Bewegungsgrenzen verursacht wird. Normalerweise bestehen bei Distorsionen und Frakturen sowohl Bewegungs- als auch Ruheschmerzen.

- Ischämischer Bewegungsschmerz
Ein klassisches Beispiel für ischämische Bewegungsschmerzen ist die so genannte Schaufensterkrankheit (Claudicatio intermittens). Hierbei ist die Gehstrecke wegen der stark verminderten Durchblutung sehr eingeschränkt, so dass beim Gehen schmerzbedingt viele Pausen eingelegt werden müssen.



Therapie: Bewegungsschmerzen

Bei der Therapie von Bewegungsschmerzen kommen im ersten Schritt allgemeine Therapieansätze zum Einsatz. Zeigen diese zu wenig Wirkung, oder werden die Beschwerden chronisch (Schmerzen länger als 3-6 Monate) sind Konzepte der „speziellen Schmerztherapie“ bzw. weiterführende multimodale Behandlungskonzepte einer Schmerzklinik gefragt. Dabei gilt generell: „Je früher, desto besser“.

Details:

1. Allgemeine Therapien

a) Medikamentöse Schmerztherapie:

Bei akuten (plötzlich einsetzenden, heftigen) und subakuten (eher schleichend verlaufenden) Schmerzen können zunächst bzw. vorwiegend peripher wirkende Schmerzmittel (Schmerzmittel, die am Ort der Schmerzentstehung wirken) eingesetzt werden. Insbesondere sind hier sog. nicht steroidale Antirheumatika (= „Rheumamittel“) zu erwähnen, aus dieser Gruppe möglichst langwirkende und magenschonende, zum Beispiel Mobec®. Sehr magenschonend und zudem auch entzündungshemmend sind sog. COX-2 Inhibitoren ((z. B. Parecoxib (Dynastat®) o. Etoricoxib (Arcoxia®)).

Bei starken, schmerzhaften Muskelverspannungen können ergänzend Muskelrelaxanzien (Mittel zur Muskelentspannung) (z. B. Norflex®, Mydocalm®) eine Lösung sein. Schwere Schmerzen sind manchmal dagegen nur durch zentral (im Gehirn / Rückenmark) wirkende Analgetika (z. B. Tramadol, Valoron N®) zu lindern. Auf die Gefahr einer Schmerzmittelgewöhnung oder gar -abhängigkeit ist grundsätzlich zu achten. Eine Kombination mit schmerzdistanzierenden Antidepressiva (Mittel gegen Depression, u.a. aber auch z. T. bei Schmerzen wirksam) kann in vielen Fällen Schmerzmittel einsparen.

b) Akupunktur
c) Operative Maßnahmen, z.B. ein künstlicher Gelenksersatz
d) Physikalische Therapie, z.B. T.E.N.S., Wärme, Kälte, Massagen, Krankengymnastik,..


2. Weitere Behandlungskonzepte einer Fachklinik

<?  Therapie & Behandlungskonzepte bei Bewegungsschmerzen



Die hier beschriebene Therapie wird in folgenden Kliniken angeboten:
Schmerzklinik Bad Mergentheim


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Verwandte Suchbegriffe zu Gelenkschmerzen:
schmerzende Gelenke, Schmerzgelenk, Schmerzen im Gelenk, Rheuma, Arthrose, Arthritis, Polyarthritis, PCP, primär chronische Polyarthritis, Gelenkentzündung

Autor: Prof. Dr. med. Rolf Leeser

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