6. August 2020

Gelenkschmerzen Schmerz-Themen aktuell

Gelenkschmerzen

Gelenkschmerzen Krankheit und Schmerz
Therapie / Behandlung

Es gibt zwei grundsätzlich zwei Möglichkeiten Gelenkschmerzen zu behandeln:

1.) Allgemeine Therapiemaßnahmen

2.) Weiterführende Behandlungskonzepte einer Schmerzklinik

In vielen Fällen können mit allgemeinen Therapiemaßnahmen gute Erfolge erzielt werden. Gelingt dies allerdings nicht, oder tragen bestimmte allgemeine Maßnahmen (z. B. Hüft-OP bei einer Arthrose) zu große Risiken in sich oder sind vom Patienten einfach nicht erwünscht, sind weiterführende Behandlungskonzepte einer Schmerzklinik die richtige Lösung.


1.) Allgemeine Therapiemaßnahmen

a) kausale Therapien

Durch eine geeignete Diagnostik (= Maßnahmen zur Erkennung von Krankheiten) wird grundsätzlich zunächst versucht werden, eine spezifische Erkrankung zu entdecken, die für den Schmerz verantwortlich ist. Gelingt dieses, so wird im ersten Schritt kausal diese Ursache behandelt.
Dazu Beispiele: Entstehen Gelenkschmerzen durch einen Tumor wird man als erstes durch eine passende Krebstherapie den Tumor zu beseitigen (Operation, Bestrahlung, Chemotherapie). Treten die Gelenkschmerzen auf als Folge eines bereits stark geschädigten Gelenks, wird man operative Maßnahmen erwägen, z. B. eines künstlichen Gelenks (Endoprothese).
Sind die Gelenkschmerzen rheumatisch empfiehlt der Schmerztherapeut für die medikamentös/ systemische Grundbehandlung einen erfahrenen Rheumatologen.

b) allgemeine, schmerzlindernde Maßnahmen

Durch allgemeine, schmerzlindernde Maßnahmen können Gelenkschmerzen z. T. im ersten Schritt sehr gut therapiert werden. D. h. also anfänglich beim ersten Auftreten oder parallel zu, bzw. nach einer krankheitsspezifischen, kausalen Behandlung. Sobald allerdings die Schmerzen chronische Formen annehmen reichen diese Maßnahmen allerdings meistens nicht mehr aus.

Allgemeine, schmerzlindernde Maßnahmen sind:

- Medikamentöse Schmerztherapie: Bei akuten und subakuten Gelenkschmerzen sind sog. „peripher wirkende Analgetika“ (= Schmerzmittel, die am Ort der Schmerzentstehung wirken) zunächst die erste Wahl, besonders sog. nicht steroidale Antirheumatika (= Rheumamittel). Aus dieser Gruppe sollten möglichst magenschonende und langwirkende (z.B. Mobec®) bevorzugt werden. Ebenfalls magenschonend sowie entzündungshemmend sind auch die sog. COX-2 Inhibitoren, z.B. Parecoxib (Dynastat®) oder Etoricoxib (Arcoxia®). Gehen die Gelenkschmerzen mit stärkeren, schmerzhaften Muskelverspannungen


Seitennavigation: | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 weiter

Verwandte Suchbegriffe zu Gelenkschmerzen:
schmerzende Gelenke, Schmerzgelenk, Schmerzen im Gelenk, Rheuma, Arthrose, Arthritis, Polyarthritis, PCP, primär chronische Polyarthritis, Gelenkentzündung

Autor: Prof. Dr. med. Rolf Leeser

Informationen und Themen zu Gelenkschmerzen

Informationen zu dem Schmerz-Thema Gelenkschmerzen

Verwandte Schmerz-Themen von Gelenkschmerzen

Gelenkschmerzen Top6 Krankheiten

Weitere Themen zu Gelenkschmerzen A-Z:

Sponsorenbereich
Anzeige
Anzeige

Anzeige
Aktuelle Gesundheitsnachrichten

Höhere Fallzahl steigert Qualität
(29.05.20) Versorgungsdaten belegen nun: Je häufiger der Wechsel einer Hüft- oder Knieprothese in einer Klinik durchgeführt wird, desto seltener kommt es zu Komplikationen und Todesfällen. Der Prothesenwechsel wird aber bei den Mindestmengen bislang nicht berücksichtigt. Der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Endoprothetik (AE), Professor Karl-Dieter Heller, erklärt im Interview, warum aber gerade hier Zentren und die Mindestmenge so wichtig wären.
Artikel lesen...

Gesundheitspartner-Portal: Neustart im Juni
(28.05.20) Das AOK-Fachportal für Leistungserbringer und Beschäftigte im Gesundheitswesen bekommt ein neues Gesicht: Ab 3. Juni finden Sie an dieser Stelle einen komplett überarbeiteten Internetauftritt.
Artikel lesen...

Coronavirus: Empfehlungen im Heilmittelbereich aktualisiert
(26.05.20) Die Empfehlungen für den Heilmittelbereich aufgrund des Ausbruchs von SARS-CoV-2 (Corona) wurden am 25. Mai 2020 aktualisiert. Die Kassenverbände auf Bundesebene und der GKV-Spitzenverband erklären darin, dass es eine zeitnahe Bewertung gibt, ob und welche Punkte der Empfehlungen über den 30. Juni 2020 hinaus verlängert oder angepasst werden müssen. Hintergrund sind die eingeleiteten Lockerungsmaßnahmen und aus der sich hieraus resultierenden Pandemieentwicklung.
Artikel lesen...

Weiterführende Links