22. August 2017

Gelenkschmerzen Schmerz-Themen aktuell

Gelenkschmerzen

Gelenkschmerzen Krankheit und Schmerz
Therapie / Behandlung

Es gibt zwei grundsätzlich zwei Möglichkeiten Gelenkschmerzen zu behandeln:

1.) Allgemeine Therapiemaßnahmen

2.) Weiterführende Behandlungskonzepte einer Schmerzklinik

In vielen Fällen können mit allgemeinen Therapiemaßnahmen gute Erfolge erzielt werden. Gelingt dies allerdings nicht, oder tragen bestimmte allgemeine Maßnahmen (z. B. Hüft-OP bei einer Arthrose) zu große Risiken in sich oder sind vom Patienten einfach nicht erwünscht, sind weiterführende Behandlungskonzepte einer Schmerzklinik die richtige Lösung.


1.) Allgemeine Therapiemaßnahmen

a) kausale Therapien

Durch eine geeignete Diagnostik (= Maßnahmen zur Erkennung von Krankheiten) wird grundsätzlich zunächst versucht werden, eine spezifische Erkrankung zu entdecken, die für den Schmerz verantwortlich ist. Gelingt dieses, so wird im ersten Schritt kausal diese Ursache behandelt.
Dazu Beispiele: Entstehen Gelenkschmerzen durch einen Tumor wird man als erstes durch eine passende Krebstherapie den Tumor zu beseitigen (Operation, Bestrahlung, Chemotherapie). Treten die Gelenkschmerzen auf als Folge eines bereits stark geschädigten Gelenks, wird man operative Maßnahmen erwägen, z. B. eines künstlichen Gelenks (Endoprothese).
Sind die Gelenkschmerzen rheumatisch empfiehlt der Schmerztherapeut für die medikamentös/ systemische Grundbehandlung einen erfahrenen Rheumatologen.

b) allgemeine, schmerzlindernde Maßnahmen

Durch allgemeine, schmerzlindernde Maßnahmen können Gelenkschmerzen z. T. im ersten Schritt sehr gut therapiert werden. D. h. also anfänglich beim ersten Auftreten oder parallel zu, bzw. nach einer krankheitsspezifischen, kausalen Behandlung. Sobald allerdings die Schmerzen chronische Formen annehmen reichen diese Maßnahmen allerdings meistens nicht mehr aus.

Allgemeine, schmerzlindernde Maßnahmen sind:

- Medikamentöse Schmerztherapie: Bei akuten und subakuten Gelenkschmerzen sind sog. „peripher wirkende Analgetika“ (= Schmerzmittel, die am Ort der Schmerzentstehung wirken) zunächst die erste Wahl, besonders sog. nicht steroidale Antirheumatika (= Rheumamittel). Aus dieser Gruppe sollten möglichst magenschonende und langwirkende (z.B. Mobec®) bevorzugt werden. Ebenfalls magenschonend sowie entzündungshemmend sind auch die sog. COX-2 Inhibitoren, z.B. Parecoxib (Dynastat®) oder Etoricoxib (Arcoxia®). Gehen die Gelenkschmerzen mit stärkeren, schmerzhaften Muskelverspannungen


Seitennavigation: | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 weiter

Verwandte Suchbegriffe zu Gelenkschmerzen:
schmerzende Gelenke, Schmerzgelenk, Schmerzen im Gelenk, Rheuma, Arthrose, Arthritis, Polyarthritis, PCP, primär chronische Polyarthritis, Gelenkentzündung

Autor: Prof. Dr. med. Rolf Leeser

Informationen und Themen zu Gelenkschmerzen

Informationen zu dem Schmerz-Thema Gelenkschmerzen

Verwandte Schmerz-Themen von Gelenkschmerzen

Gelenkschmerzen Top6 Krankheiten

Weitere Themen zu Gelenkschmerzen A-Z:

Sponsorenbereich
Anzeige

Anzeige
Aktuelle Gesundheitsnachrichten

Leitfaden "DMP erfolgreich umsetzen: Diabetes mellitus Typ 2 und Koronare Herzkrankheit" aktualisiert
(22.08.17) Die AOK hat den Leitfaden für Praxisteams zur erfolgreichen Umsetzung der Disease-Management-Programme (DMP) für Typ-2-Diabetiker und Patienten mit Koronarer Herzkrankheit (KHK) aktualisiert. Die Inhalte des Leitfadens orientieren sich an den Qualitätszielen des DMP Diabetes mellitus Typ 2 und des DMP Koronare Herzkrankheit. Der Leitfaden steht ab sofort zum kostenlosen herunterladen bereit.
Artikel lesen...

Weniger freiheitsentziehende Maßnahmen in der Pflege
(21.08.17) Die Zahl gerichtlich angeordneter freiheitsentziehender Maßnahmen (FEM) in Pflegeeinrichtungen geht zurück. Genehmigten Gerichte im Jahr 2010 in Betreuungsverfahren bundesweit noch über 98.000 FEM, waren es 2015 nach Angaben der Bundesregierung knapp 60.000. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hervor.
Artikel lesen...

Ärzte erzielen über 70 Prozent ihrer Einnahmen aus der GKV
(18.08.17) Arztpraxen in Deutschland verdienen fast drei Viertel ihrer Einnahmen mit Patienten der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Nur ein Viertel erfolgt aus Privatabrechnungen. Das hat das Statistische Bundesamt (Destatis) jetzt mitgeteilt. 2015 entfiele n 70,4 Prozent der Praxis-Einnahmen auf Kassenabrechnungen, 26,3 Prozent auf Privatabrechnungen und 3,3 Prozent auf sonstige selbstständige ärztliche Tätigkeiten.
Artikel lesen...

Weiterführende Links



Anzeige