20. Juni 2018

Gelenkschmerzen Schmerz-Themen aktuell

Gelenkschmerzen

Gelenkschmerzen Krankheit und Schmerz
Therapie / Behandlung

Es gibt zwei grundsätzlich zwei Möglichkeiten Gelenkschmerzen zu behandeln:

1.) Allgemeine Therapiemaßnahmen

2.) Weiterführende Behandlungskonzepte einer Schmerzklinik

In vielen Fällen können mit allgemeinen Therapiemaßnahmen gute Erfolge erzielt werden. Gelingt dies allerdings nicht, oder tragen bestimmte allgemeine Maßnahmen (z. B. Hüft-OP bei einer Arthrose) zu große Risiken in sich oder sind vom Patienten einfach nicht erwünscht, sind weiterführende Behandlungskonzepte einer Schmerzklinik die richtige Lösung.


1.) Allgemeine Therapiemaßnahmen

a) kausale Therapien

Durch eine geeignete Diagnostik (= Maßnahmen zur Erkennung von Krankheiten) wird grundsätzlich zunächst versucht werden, eine spezifische Erkrankung zu entdecken, die für den Schmerz verantwortlich ist. Gelingt dieses, so wird im ersten Schritt kausal diese Ursache behandelt.
Dazu Beispiele: Entstehen Gelenkschmerzen durch einen Tumor wird man als erstes durch eine passende Krebstherapie den Tumor zu beseitigen (Operation, Bestrahlung, Chemotherapie). Treten die Gelenkschmerzen auf als Folge eines bereits stark geschädigten Gelenks, wird man operative Maßnahmen erwägen, z. B. eines künstlichen Gelenks (Endoprothese).
Sind die Gelenkschmerzen rheumatisch empfiehlt der Schmerztherapeut für die medikamentös/ systemische Grundbehandlung einen erfahrenen Rheumatologen.

b) allgemeine, schmerzlindernde Maßnahmen

Durch allgemeine, schmerzlindernde Maßnahmen können Gelenkschmerzen z. T. im ersten Schritt sehr gut therapiert werden. D. h. also anfänglich beim ersten Auftreten oder parallel zu, bzw. nach einer krankheitsspezifischen, kausalen Behandlung. Sobald allerdings die Schmerzen chronische Formen annehmen reichen diese Maßnahmen allerdings meistens nicht mehr aus.

Allgemeine, schmerzlindernde Maßnahmen sind:

- Medikamentöse Schmerztherapie: Bei akuten und subakuten Gelenkschmerzen sind sog. „peripher wirkende Analgetika“ (= Schmerzmittel, die am Ort der Schmerzentstehung wirken) zunächst die erste Wahl, besonders sog. nicht steroidale Antirheumatika (= Rheumamittel). Aus dieser Gruppe sollten möglichst magenschonende und langwirkende (z.B. Mobec®) bevorzugt werden. Ebenfalls magenschonend sowie entzündungshemmend sind auch die sog. COX-2 Inhibitoren, z.B. Parecoxib (Dynastat®) oder Etoricoxib (Arcoxia®). Gehen die Gelenkschmerzen mit stärkeren, schmerzhaften Muskelverspannungen


Seitennavigation: | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 weiter

Verwandte Suchbegriffe zu Gelenkschmerzen:
schmerzende Gelenke, Schmerzgelenk, Schmerzen im Gelenk, Rheuma, Arthrose, Arthritis, Polyarthritis, PCP, primär chronische Polyarthritis, Gelenkentzündung

Autor: Prof. Dr. med. Rolf Leeser

Informationen und Themen zu Gelenkschmerzen

Informationen zu dem Schmerz-Thema Gelenkschmerzen

Verwandte Schmerz-Themen von Gelenkschmerzen

Gelenkschmerzen Top6 Krankheiten

Weitere Themen zu Gelenkschmerzen A-Z:

Sponsorenbereich
Anzeige

Anzeige
Aktuelle Gesundheitsnachrichten

Ultraschall zur Brustkrebs-Früherkennung: IGeL-Leistung bleibt umstritten
(20.06.18) Sind Ultraschalluntersuchungen der Brust zur Krebsfrüherkennung sinnvoll? Wissenschaftler des IGeL-Monitors gingen dieser Frage nach. Sie wollten wissen, ob der Ultraschall Frauen ohne erhöhtes Brustkrebsrisiko davor bewahren kann, an Brustkrebs zu sterben. Allerdings fanden die Forscher keine Studien, die diese Frage untersucht haben. Ob die Untersuchung eher nützt oder eher schadet, bleibt deshalb unklar.
Artikel lesen...

Kabinett beschließt Verordnung zur Reform der Pflegeberufe
(15.06.18) Das Bundeskabinett hat die Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für die Pflegeberufe (PflBG) zum Pflegeberufegesetz verabschiedet. Die Verordnung regelt Einzelheiten zur Ausbildungsstruktur, den Mindestanforderungen, den Ausbildungsinhalten, den Prüfungen und der Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse. Start der neuen Pflegeausbildung soll Anfang 2020 sein.
Artikel lesen...

ASV: Patienten mit Morbus Wilson neu aufgenommen
(13.06.18) Der Gemeinsame Bundesausschuss hat Morbus Wilson in die ambulante spezialärztliche Versorgung (ASV) aufgenommen. Der entsprechende Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses gilt seit dem 12. Juni 2018. Morbus Wilson ist eine selten auftretende Erkrankung, bei der die Kupferausscheidu ng über die Gallenwege vermindert ist.
Artikel lesen...

Weiterführende Links