17. Januar 2018

Top6 Themen: Krallenzehen - Fuss-und-Sprunggelenkchirurgie

Krallenzehen

Krallenzehen Fuss-und-Sprunggelenkchirurgie Themen und Krankheit
Unter dem Namen Krallenzehen sind Verkrümmungen der Zehen bekannt, welche sehr schmerzhaft sind und oftmals mit Schwielen und Hautschäden einhergehen. Selbst die besten konservativen Therapien können die Entwicklung nicht stoppen. Am Ende wird eine Operation notwendig.


Symptome & Ursachen


Krallenzehen werden durch eine (Dauer-)Kontraktion der Beuge sowie Streckmuskeln des Fußes bewirkt. Sie kommen oft in Kombination mit einem Hallux Valgus (Großzehenballen) und/oder einem Spreizfuß vor.

Bei Krallenzehen sind die Kuppen der Zehen permanent angehoben (das heißt die Zehen erreichen den Boden nicht mehr). Das Zehengrundgelenk ist zudem stellenweise ganz oder partiell ausgerenkt. Werden ursächliche Aspekte der Erkrankung nicht angegangen schreitet die Symptomatik immer weiter fort. Schwielen sind dann eine Folge, aber auch eine zunehmende Deformation sowie Hühneraugen. Parallel können leichte bis starke Schmerzen auftreten, die auch chronisch werden können. Krallenzehen sind eine ernst zu nehmende Erkrankung und sollten von einem Orthopäden begutachtet werden. In keinem Fall ist es ratsam diese auf ein „kosmetisches Problem“ oder einen „Schönheitsfehler“ zu reduzieren.

Mögliche Ursachen von Krallenzehen sind anlagebedingte Fehlstellungen (Senk-, Spreiz-, Knickfuß), neurologisch bedingte Erkrankungen und/oder Verletzungen. In manchen Fällen trägt ursächlich dazu bei, dass Betroffene zu selten barfuß laufen oder die falschen Schuhe tragen.


Diagnose


Die Diagnose erfolgt sicher über eine Röntgenaufnahme. Hier werden auch sämtliche Deformationen sichtbar, sowie die Stellung der Gelenkflächen zueinander (wodurch geklärt werden kann, wie und in welcher Form diese gegebenenfalls zu korrigieren sind). Auf dem Röntgenbild ebenfalls erkennbar, sind der Verschleiß, bereits eingetretene Veränderungen der Gelenke und/oder ausgerenkte Gelenke.


Therapie


Lediglich im Anfangsstadium können Krallenzehen noch ohne eine OP behandelt werden. Wenn die Ursachen aber nicht beseitigt werden können, schreitet die Symptomatik immer weiter fort, und eine Operation ist irgendwann die einzige Lösung. Krallenzehen sollten ganzheitlich als Gesamtaspekt des Fußes betrachtet werden. Eine rein isolierte Behandlung von Krallenzehen ist deshalb nicht ratsam.


Operative Therapie der Krallenzehen

Zur Korrektur von Krallenzehen stehen heute mehrere verschiedene OP-Verfahren aus der Chirurgie zur Verfügung. Die Eingriffe sind kaum schmerzhaft und können in den meisten Fällen ambulant durchgeführt werden. Eine anschließende Belastung ist in der Regel per Therapieschuh möglich.

Die einzelnen OP-Verfahren sind:

Sehnenverlagerung

Bei dieser Technik (auch FDL-Transfer genannt) wird die Zehenbeugersehne auf die Streckseite (Sehne des M. flexor digitorum longus) verlagert. Diese Technik stellt somit einen lediglich kleinen Weichteileingriff dar und eignet sich soweit die Deformitäten noch flexibel sind.

Operation nach Hohmann

Ist die Versteifung nicht mehr ausgleichbar kommt die Operation nach Hohmann in Frage. Hierbei wird das Köpfchen des Grundgliedes entfernt und zudem im Rahmen einer manuellen Korrektur die verkürzte Beugesehne aufgedehnt.

Stabilisierung

Sind die Zehengelenke bereits zerstört und bestehen starke Schmerzen kann durch eine Operation eine Stabilisierung vorgenommen werden. Dabei kommt ein Spezialimplantat (sogenannte „Smarttoe“) zum Einsatz. Dieses Spezialimplantat hat den Vorteil einer schnell möglichen Mobilisierung.



Die hier beschriebene Therapie wird in folgender Klinik angeboten:
Privatklinik Orthoparc Köln - Orthopädie auf höchstem Niveau


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Verwandte Suchbegriffe zu Fuss-und-Sprunggelenkchirurgie:
Fußchirurgie, Sprunggelenkchirurgie, Fuß-OP, Sprunggelenk-OP, Operation am Fuß, Operation am Sprunggelenk

Autor: Dr. med. André Morawe

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