19. August 2019

Top6 Themen: Knick-Plattfuß - Fuss-und-Sprunggelenkchirurgie

Knick-Plattfuß

Knick-Plattfuß Fuss-und-Sprunggelenkchirurgie Themen und Krankheit
Bei einem Plattfuß ist der Vorderfuß „platt“, das heißt ihm fehlt die natürliche Wölbung. Medizinisch korrekt ausgedrückt ist bei einem Plattfuß das Fußlängsgewölbe aufgehoben. Die Fehlstellung geht in der Regel mit einer X-Stellung des Rückfußes einher, sowie mit einer Vorfußauswärtsdrehung. Zahlreiche Betroffene mit einem Plattfuß sind ihr Leben lang vollkommen beschwerdefrei. Eine Behandlung ist daher erst indiziert wenn konkrete Schmerzen auftreten. Es gibt dabei verschiedene Ansätze, abhängig vom Grad der Fehlstellung.


Ursache & Stadien


In der Regel ist ein Knick-Plattfuß (Pes planovalgus, Tibialis posterior Insuffizienz) erblich bedingt. In einigen Fällen können aber auch entzündliche beziehungsweise degenerative Prozesse innerhalb der Sehnen und Bänder die Fehlstellung bewirken. Zur Differenzierung wird dabei vor allem die Tibialis posterior Sehne betrachtet, inwieweit diese sich verändert. Daran anknüpfend lässt sich die Erkrankung dann in vier Schweregrade unterteilen.


Behandlung Knick-Plattfuß


Die therapeutische Behandlung eines Knick-Plattfußes richtet sich nach dem Schweregrad:

Stadium I: Die Tibialis posterior Sehne ist lediglich entzündet und es liegen (noch) keine wesentlichen Fehlstellungen vor. In dieser Stufe sind folgende Therapien die richtigen:
- Einlagen
- medikamentöse Schmerztherapie
- konservative Maßnahmen

Stadium II: Tritt eine deutliche Fehlstellung nebst Beschwerden auf sollte der Knick-Plattfuß knöchern korrigiert werden. Dieses erfolgt im Rahmen einer Operation. Dabei wird die Tibialis posterior Sehne genäht sowie eine benachbarte Sehne zur Unterstützung verlagert (FDL-Transfer). In seltenen Fällen findet eine ergänzende Rückfußkorrektur statt. Dabei wird das Fersenbei verschoben (medialisierende Calcaneusosteotomie).

Sind die Patienten noch jung (Wachstumsalter) ist eine zunehmende Rückfußaufrichtung auch durch Einbringen einer sogenannten Calcaneusstoppschraube möglich.

Stadium III/IV:Treten zu den Symptomen des Stadiums II noch Verschleißerscheinungen des Gelenks hinzu, ist eine knöcherne Operation mit korrigierender Gelenkstabilisierung notwendig.



Die hier beschriebene Therapie wird in folgender Klinik angeboten:
Privatklinik Orthoparc Köln - Orthopädie auf höchstem Niveau


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Verwandte Suchbegriffe zu Fuss-und-Sprunggelenkchirurgie:
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Autor: Dr. med. André Morawe

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