Die Fibromyalgie ist ein komplexes Schmerzsyndrom, das an verschiedenen Stellen des Körpers auftritt. In der Regel existiert eine Vielzahl diffuser, breitflächiger und spontan schmerzhafter Regionen mit wechselnden "rheumatischen" Beschwerden. Dabei sind Fibromyalgiepatienten oft sehr schmerzempfindlich. Typisch und diagnosebeweisend sind Druckschmerzen an 18 definierten Punkten (Tender Points).
Des weiteren kann es zu psychischen Störungen (z. B. depressiven Verstimmungen) kommen, häufig liegen auch funktionelle oder vegetativen Symptome vor, für die es keine erkennbaren Ursachen gibt.
Im einzelnen können also folgende Symptome auftreten:
● positive Tender-Points (Druckschmerzpunkte)
● Muskelschmerzen (Myalgien)
● krankhaft vermehrt Schweißbildung (Hyperhidrosis)
● Morgensteifigkeit
● Gelenkschmerzen (Arthralgien)
● Unverträglichkeitsreaktionen & Allergien
● Kopfschmerzen/ Migräne
● Depressionen
● Chronische Müdigkeit
● Kolon irritabile (Reizdarmsyndrom)
● Dysmenorrhoe (schmerzhafte Regelblutungen)
● Subjektive Schwellungen
● Schlafstörungen/ fehlende Tiefschlafphase
● Konzentrationsschwäche
● Abgeschlagenheitsgefühl
● Schwindelgefühl
● Parästhesien (Kribbeln, Prickeln, Taubsein)
● Ekchymosen (kleine fleckige Blutungen / blaue Flecken)
● Sicca-Symptome (Trockenheit der Schleimhäute)
● Subfebrile Temperaturen (37,1 – 38,0°)
● Blasenschmerzen bei Reizblase
● Raynaud Syndrom (Durchblutungsstörung der Hände u. Füße)
● Tachykardie/Arrhythmie (erhöhte bzw. unregelmäßige Herzfrequenz)
Hinzuzufügen wären noch das Restless-Legs-Syndrom (unruhige Beine), das oft parallel besteht. Erwähnenswert ist ebenso eine neuroendokrine Dystonie (Drüsen- und Nervenstörungen) (s. Fachliteratur Hoerster 1997).
Der Symptomkomplex "Müdigkeit" ist durch überschießende Reaktion auf physischen und psychischen Streß mit rascher Ermüdbarkeit und rascher Erschöpfung gekennzeichnet. Der Patient wird dabei
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