18. Januar 2020

Top6 Themen: Unterleibsschmerzen - Bauchschmerzen

Unterleibsschmerzen

Unterleibsschmerzen Bauchschmerzen Themen und Krankheit
Unterleibschmerzen betreffen zu 80% Frauen und nur zu 20% Männer. Dies liegt daran, dass die weiblichen Geschlechtsorgane, wie Eierstöcke, Eileiter und Gebärmutter im Unterleib liegen und bei Beeinträchtigungen Schmerzen verursachen. Treten die Unterleibschmerzen akut auf, so bedürfen sie sofortiger fachärztlicher Abklärung und Behandlung.

Die häufigste Ursache sind aber Verwachsungen, wie sie nach vorangegangenen Bauchoperationen auftreten können.


Ursachen von Unterleibsschmerzen

Unterleibschmerzen können ein- und beidseitig auftreten. Ursachen können sein:

Ursachen für einseitige Unterleibschmerzen:
- Blinddarmentzündung
- Abszess im Lendenmuskel
- Nierensteine
- Nierenbeckenentzündung
- eingeklemmter Leistenbruch
- Eileiterschwangerschaft
- Divertikulitis (entzündliche Ausstülpungen der Darmwand)

Ursachen für beidseitige Unterleibschmerzen:
- Harnwegsinfektionen
- Entzündung der Eileiter und Eierstöcke
- Verwachsungen von Eierstöcken nach Gebärmutterentfernung
- Beckenniere (Nierenfehlbildung)
- Affektionen der Blase
- Entzündliche Darmerkrankungen, wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa
- Krampfadern im Bereich der Beckenvenen
- Pelvipathie, durch Verwachsungen, Myome und Endometriosen
- Tumore
- Degenerative Erkrankungen der Wirbelsäule
- Verwachsungen nach Vorangegangenen Bauchoperationen


Therapie von Unterleibsschmerzen

Bei der Therapie von Unterleibschmerzen kommen im ersten Schritt allgemeine Therapieansätze zum Einsatz. Zeigen diese zu wenig Wirkung, oder werden die Beschwerden chronisch (Schmerzen länger als 3-6 Monate) sind Konzepte der „speziellen Schmerztherapie“ bzw. weiterführende multimodale Behandlungskonzepte einer Schmerzklinik gefragt. Dabei gilt generell: „Je früher, desto besser“.

Details:

1. Allgemeine Therapien

a) (Medikamentöse) Behandlung mit:

- 5-Aminosalicylsäure
- Kortikosteroiden
- Metronidazol.
- bei Krämpfen: Spasmolytika (Mittel gegen Krampfzustände),
- bei Verstopfung: Abführmittel das stuhlerweichend wirkt,
- bei Durchfall: Quellmittel und stuhlganghemmende Medikamente.

b) Medikamentöse Schmerztherapie:
Bei akuten (plötzlich einsetzenden, heftigen) und subakuten (eher schleichend verlaufenden) Schmerzen können zunächst bzw. vorwiegend peripher wirkende Schmerzmittel (Schmerzmittel, die am Ort der Schmerzentstehung wirken) eingesetzt werden. Insbesondere sind hier sog. nicht steroidale Antirheumatika (= „Rheumamittel“) zu erwähnen, aus dieser Gruppe möglichst langwirkende und magenschonende, zum Beispiel Mobec®. Sehr magenschonend und zudem auch entzündungshemmend sind sog. COX-2 Inhibitoren ((z. B. Parecoxib (Dynastat®) o. Etoricoxib (Arcoxia®)). Bei starken, schmerzhaften Muskelverspannungen können ergänzend Muskelrelaxanzien (Mittel zur Muskelentspannung) (z. B. Norflex®, Mydocalm®) eine Lösung sein. Schwere Schmerzen sind manchmal dagegen nur durch zentral (im Gehirn / Rückenmark) wirkende Analgetika (z. B. Tramadol, Valoron N®) zu lindern. Auf die Gefahr einer Schmerzmittelgewöhnung oder gar -abhängigkeit ist grundsätzlich zu achten. Eine Kombination mit schmerzdistanzierenden Antidepressiva (Mittel gegen Depression, u.a. aber auch z. T. bei Schmerzen wirksam) kann in vielen Fällen Schmerzmittel einsparen.

c) Akupunktur

d) Operative Maßnahmen

e) Physikalische Therapie
- z. B.: T.E.N.S., Wärme, Kälte, Massagen,..


2. Weitere Behandlungskonzepte einer Fachklinik

<?  Therapie & Behandlungskonzepte bei Unterleibsschmerzen



Die hier beschriebene Therapie wird in folgenden Kliniken angeboten:
Schmerzklinik Bad Mergentheim


Bauchschmerzen Krankheit   Bauchschmerzen Home

Verwandte Suchbegriffe zu Bauchschmerzen:
Bauchbeschwerden, Abdominale Schmerzen, Abdominelle Schmerzen, viszerale Schmerzen, Abdomen, Oberbauchschmerz, Unterbauchschmerz

Autor: Prof. Dr. med. Rolf Leeser

Verwandte Schmerz-Themen von Bauchschmerzen

Bauchschmerzen Top6 Krankheiten

Krankheiten von Bauchschmerzen A-Z:

Sponsorenbereich
Anzeige

Anzeige
Aktuelle Gesundheitsnachrichten

Heilmittel besonders in der Altersgruppe 60plus verordnet
(10.01.20) Von den 15,4 Millionen Heilmittelleistungen, die 2018 für AOK-Versicherte erbracht und abgerechnet wurden, entfiel mehr als jede zweite auf Versicherte der Altersgruppe 60plus. Am häufigsten wurde eine Physiotherapie verordnet. Und Frauen mit Rückenschmerzen bekommen deutlich häufiger Physiotherapie verordnet als Männer.
Artikel lesen...

DIMDI veröffentlicht ATC-Klassifikation für 2020
(09.01.20) Die neue Fassung der Anatomisch-Therapeutisch-Chemischen Klassifikation (ATC-Klassifikation) inklusive definierter Tagesdosen ist am 1. Januar 2020 in Kraft getreten. Das Deutsche Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) bietet die Klassifikation auf seiner Webseite zum Download an.
Artikel lesen...

"Wir haben in der Pflege enormen Druck"
(08.01.20) Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat 2020 zum "Jahr der Krankenpflege und Hebammen" ausgerufen. Auch in Deutschland ist die Pflege weiterhin eine der größten "Baustellen" im Gesundheitswesen. Das AOK-Magazin "Gesundheit und Gesellschaft" (G+G) hat das Thema auch in der jüngsten Ausgabe aufgegriffen.
Artikel lesen...

Weiterführende Links
Beliebte Suchworte