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Schambeinentzündung

Schambeinentzündung Bauchschmerzen Themen und Krankheit
Das Schambein (Os pubis) ist der untere, mittlere Teil des Hüftbeins (Os coxae). Bei einer Schambeinentzündung, auch Osteitis pubis genannt, handelt es sich nun also um eine Entzündung dieser Region, meist verursacht durch eine Infektion bei ärztlichen Eingriffen, wie beispielsweise Operationen.


Ursachen: Schambeinentzündung

Wie bereits erwähnt erfolgt die Infektion bei der Schambeinentzündung, im Gegensatz zur Knochenmarksentzündung (Osteomyelitis), meist nicht hämatogen (über den Blutweg), da der Knochen nur gering durchblutet ist, sondern iatrogen (durch ärztliche Eingriffe) oder im Rahmen von Traumen (Verletzungen). Die Gefahr bei der Schambeinentzündung ist, dass sie sich im Verlauf, aufgrund der räumlichen Nähe, auf die Knochenhaut ausbreitet und eine Knochenhautentzündung (Periostitis) verursacht.


Symptome: Schambeinentzündung

Krankheitszeichen, die im Rahmen einer Schambeinentzündung auftreten können, sind:

- Schmerzen
- Schwellung
- Lokale Überwärmung
- Sehr selten auch ein Durchbruch mit Fisteleiterung


Diagnose: Schambeinentzündung

Zur Diagnostik einer Schambeinentzündung können folgende Untersuchungen durchgeführt werden:

- Röntgen
- Computertomographie (CT) und Kernspintomographie (MRT)
- Ultraschall (Sonographie)
- Blutuntersuchung mit Erhebung der Entzündungszeichen (Blutsenkung, CRP)
- Falls ein Abszess(Eiteransammlung) da ist, kann dieser zum Erregernachweis punktiert werden


Therapie: Schambeinentzündung

Bei der Therapie einer Schambeinentzündung kommen im ersten Schritt allgemeine Therapieansätze zum Einsatz. Zeigen diese zu wenig Wirkung, oder werden die Beschwerden chronisch (Schmerzen länger als 3-6 Monate) sind Konzepte der „speziellen Schmerztherapie“ bzw. weiterführende multimodale Behandlungskonzepte einer Schmerzklinik gefragt. Dabei gilt generell: „Je früher, desto besser“.

Details:


1. Allgemeine Therapien

a) (Medikamentöse) Behandlung mit Antibiotika

b) Medikamentöse Schmerztherapie:

Bei akuten (plötzlich einsetzenden, heftigen) und subakuten (eher schleichend verlaufenden) Schmerzen können zunächst bzw. vorwiegend peripher wirkende Schmerzmittel (Schmerzmittel, die am Ort der Schmerzentstehung wirken) eingesetzt werden. Insbesondere sind hier sog. nicht steroidale Antirheumatika (= „Rheumamittel“) zu erwähnen, aus dieser Gruppe möglichst langwirkende und magenschonende, zum Beispiel Mobec®. Sehr magenschonend und zudem auch entzündungshemmend sind sog. COX-2 Inhibitoren ((z. B. Parecoxib (Dynastat®) o. Etoricoxib (Arcoxia®)). Bei starken, schmerzhaften Muskelverspannungen können ergänzend Muskelrelaxanzien (Mittel zur Muskelentspannung) (z. B. Norflex®, Mydocalm®) eine Lösung sein. Schwere Schmerzen sind manchmal dagegen nur durch zentral (im Gehirn / Rückenmark) wirkende Analgetika (z. B. Tramadol, Valoron N®) zu lindern. Auf die Gefahr einer Schmerzmittelgewöhnung oder gar -abhängigkeit ist grundsätzlich zu achten. Eine Kombination mit schmerzdistanzierenden Antidepressiva (Mittel gegen Depression, u.a. aber auch z. T. bei Schmerzen wirksam) kann in vielen Fällen Schmerzmittel einsparen.

c) Akupunktur

d) Operative Maßnahmen, wie die operative Sanierung

e) Physikalische Therapie - z. B.: T.E.N.S., Wärme, Kälte, Massagen, Krankengymnastik,..


2. Weitere Behandlungskonzepte einer Fachklinik

<?  Therapie & Behandlungskonzepte bei Schambeinentzündung



Die hier beschriebene Therapie wird in folgenden Kliniken angeboten:
Schmerzklinik Bad Mergentheim und Schmerzklinik am Arkauwald.


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Autor: Prof. Dr. med. Rolf Leeser

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