24. Juni 2018

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Enteritis

Enteritis Bauchschmerzen Themen und Krankheit
Bei einer Enteritis handelt es sich um eine Entzündung der Darmwand, welche im eigentlichen Sinne den Dünndarm betrifft. Oftmals ist die Dünndarmwandentzündung mit einer Magenschleimhautentzündung (Gastroenteritis) oder Dickdarmschleimhautentzündung (Enterokolitis) kombiniert.

Bemerkbar macht sich eine Enteritis meist durch wässrige, übelriechende Durchfälle und eventuell auch durch Erbrechen und Fieber.


Formen: Enteritis

Die häufigsten Formen der Enteritis sind:


- Enteritis chronica

Ursachen: Enteritis chronica

Die Enteritis chronica kann durch Bakterien bzw. Viren, Vergiftungen (z.B. Quecksilber, Blei), Erkrankungen der Leber und der Bauchspeicheldrüse verursacht werden.

Symptome: Enteritis chronica

Charakteristisch ist ein schleichender, langandauernder und wiederkehrender (rezidivierender) Verlauf, welcher mit Abmagerung und starkem Flüssigkeitsverlust einhergeht.



- Enteritis allergica

Ursache: Enteritis allergica

Hervorgerufen werden kann die Enteritis allergica durch Allergien gegen bestimmte Nahrungsmittel, wie Milch, Eier, Nüsse, Schokolade, Käse, Hefe, Gemüse, Früchte oder Fisch, aber auch gegen Medikamente, wie Breitbandantibiotika.

Symptome:Enteritis allergica

Die Enteritis allergica äußert sich durch eine Entzündung des ganzen Darms mit Schleimhautödem. Außerdem ist ein chronischer Verlauf möglich.



- Enteritis regionalis Crohn (Morbus Crohn)
Morbus Crohn Informationen: Morbus Crohn

Ursachen Enteritis regionalis Crohn (Morbus Crohn)

Morbus Crohn ist eine chronisch-entzündliche, in Schüben verlaufende Erkrankung der Magen-Darm-Traktes, die alle Schichten der Darmwand betrifft. Am häufigsten sind das terminale Ileum oder der Dickdarm und das terminale Ileum betroffen. Die Ursache ist noch nicht bekannt, zumeist sind tritt die Enteritis regionalis Crohn zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr auf.

Symptome: - Enteritis regionalis Crohn (Morbus Crohn)

Die wichtigsten Symptome sind Bauchschmerzen, Durchfall, Gewichtsverlust und Fieber. Bei ca. 20% ist die Erkrankung chronisch, bei 35% untermittierend und bei 45% ist die Enteritis regionalis Crohn 5-10 Jahre nach der Diagnosestellung klinisch inaktiv.

Komplikationen:

Komplikationen bei Morbus Crohn können ein toxisches Megakolon, ein Darmverschluss, Fisteln, Strikturen, ein erhöhtes Krebsrisiko, Perforation, Blutungen, Abszesse und Stenosen sein.

Differentialdiagnose:

Der Erregernachweis bei Morbus Crohn erfolg histologisch durch Gewebeuntersuchungen der Darmschleimhaut. Differentialdiagnostisch müssen eine Colitis ulcerosa ( Kolitis ulcerosa Informationen: Kolitis ulcerosa  ), Strahlenenteritis, infektiöse Enteritiden und eine ischämische Kolitis ausgeschlossen werden.


Therapie

Bei der Therapie einer Enteritis kommen im ersten Schritt allgemeine Therapieansätze zum Einsatz. Zeigen diese zu wenig Wirkung, oder werden die Beschwerden chronisch (Schmerzen länger als 3-6 Monate) sind Konzepte der „speziellen Schmerztherapie“ bzw. weiterführende multimodale Behandlungskonzepte einer Schmerzklinik gefragt. Dabei gilt generell: „Je früher, desto besser“.

Details

1. Allgemeine Therapien

a) Umstellung der Ess- und Trinkgewohnheiten

- Diät
- reichliche Flüssigkeitszufuhr
- Vermeidung von Alkohol, Nikotin, Kaffee und starken Gewürzen
- Kleinere Essportionen, dafür häufigere Nahrungszufuhr
- Professionelle Ernährungsberatung

b) (Medikamentöse) Behandlung mit:

- 5-Aminosalicylsäure
- Kortikosteroiden
- Metronidazol
- bei Krämpfen: Spasmolytika (Mittel gegen Krampfzustände)
- bei Verstopfung: Abführmittel das stuhlerweichend wirkt
- bei Durchfall: Quellmittel und stuhlganghemmende Medikamente.

c) Darmsanierungen

d) Medikamentöse Schmerztherapie:

Bei akuten (plötzlich einsetzenden, heftigen) und subakuten (eher schleichend verlaufenden) Schmerzen können zunächst bzw. vorwiegend peripher wirkende Schmerzmittel (Schmerzmittel, die am Ort der Schmerzentstehung wirken) eingesetzt werden. Insbesondere sind hier sog. nicht steroidale Antirheumatika (= „Rheumamittel“) zu erwähnen, aus dieser Gruppe möglichst langwirkende und magenschonende, zum Beispiel Mobec®. Sehr magenschonend und zudem auch entzündungshemmend sind sog. COX-2 Inhibitoren ((z. B. Parecoxib (Dynastat®) o. Etoricoxib (Arcoxia®)). Muskelrelaxanzien (Mittel zur Muskelentspannung) wie Baclofen (z. B. Lioresal®) können als Ergänzung ebenfalls hilfreich sein. Schwere Schmerzen sind manchmal dagegen nur durch zentral (im Gehirn / Rückenmark) wirkende Analgetika (z. B. Tramadol, Valoron N®) zu lindern. Auf die Gefahr einer Schmerzmittelgewöhnung oder gar -abhängigkeit ist grundsätzlich zu achten. Eine Kombination mit schmerzdistanzierenden Antidepressiva (Mittel gegen Depression, u.a. aber auch z. T. bei Schmerzen wirksam) kann in vielen Fällen Schmerzmittel einsparen.

e) Akupunktur

f) Gezielte psychotherapeutische Ansätze (bei psychosomatischen Hintergründen)
g) Operative Maßnahmen, z.B. (Teil-)Entfernung des Dick- oder Enddarms
h) Ernährung unter Umgehung des Verdauungssystems
i) Physikalische Therapie - z. B.: T.E.N.S., Wärme, Kälte, Massagen,..


2. Weitere Behandlungskonzepte einer Fachklinik

<?  Therapie & Behandlungskonzepte bei Enteritis



Die hier beschriebene Therapie wird in folgenden Kliniken angeboten:
Schmerzklinik Bad Mergentheim


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Verwandte Suchbegriffe zu Bauchschmerzen:
Bauchbeschwerden, Abdominale Schmerzen, Abdominelle Schmerzen, viszerale Schmerzen, Abdomen, Oberbauchschmerz, Unterbauchschmerz

Autor: Prof. Dr. med. Rolf Leeser

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