20. April 2014

Top6 Themen: Darmschmerzen - Bauchschmerzen

Darmschmerzen

Darmschmerzen Bauchschmerzen Themen und Krankheit
Darmschmerzen, oft auch Eingeweideschmerzen oder Viszeralschmerzen genannt, sind viszerale Schmerzen, ein Oberbegriff für Schmerzen, die von den Eingeweiden, wie Magen, Darm, Leber, Bauchspeicheldrüse, Nieren, Gebärmutter, usw., ausgehen.

Darmschmerzen werden häufig als dumpf und bei einem Verschluss (Obstruktion) als krampfartig und wellenförmig empfunden. (Informationen: EingeweideschmerzenEingeweideschmerzen)


Folgende Erkrankungen können zu Darmschmerzen führen:

- Colon irritable (Colon spasticum),
auch Reizdarm genannt, ist eine Erkrankung des Dickdarms bei der er besonders Anfällig gegenüber den verschiedensten Schädlichkeiten ist. Oft tritt sie nach einer infektiösen oder parasitären Dickdarmentzündung auf. Sie kann aber auch psychosomatische oder allergische Ursachen haben.
(Informationen: Colon irritableColon irritable)

- Morbus Crohn
ist eine chronische entzündliche Erkrankung des Magen-Darm-Traktes, die meist das untere Ende des Dünndarms und den Dickdarm betrifft.
(Informationen: Morbus CrohnMorbus Crohn)

- Kolitis ulcerosa
ist ebenfalls eine chronisch entzündliche Erkrankung, allerdings der Dickdarmschleimhaut (Kolonmukosa). Die Ursachen dieser Erkrankung sind noch weitgehend unbekannt.
(Informationen: Kolitis ulcerosaKolitis ulcerosa)

- Tumore oder Metastasen.


Die Krankheitszeichen der unterschiedlichen Ursachen für Darmschmerzen sind:

Colon irritable:
- Darmschmerzen
- Funktionsstörungen des Dickdarms
- Völlegefühl
- Blähungen
- Rumoren
- Wechsel zwischen Durchfall und Verstopfung.

Morbus Crohn:
- Bauch- bzw. Darmschmerzen
- Gewichtsverlust
- Durchfall
- Fieber (im akuten Schub).

Kolitis ulcerosa:
- Bauch- bzw. Darmschmerzen
- Blutungen aus dem Enddarm
- Durchfall


Therapie

Zur Therapie gibt es zwei gibt es drei Möglichkeiten:

I. Kausale Therapien

II.
(begleitende) Allgemein-schmerztherapeutische Ansätze

III. Weiterführende Behandlungskonzepte einer Schmerzklinik


Im Rahmen einer gegen die Ursache gerichtet, kausalen Therapie wird der behandelnde Arzt bzw. Facharzt immer versuchen, die ursächliche Grunderkrankung erfolgreich anzugehen. Parallel bestehende Darmschmerzen können dabei grundsätzlich durch begleitende, allgemeine schmerztherapeutische Ansätze behandelt werden.

Zeigen die kausalen Ansätze zu wenig Wirkung, so daß Darmschmerzen bestehen bleiben und chronisch werden, sind Methoden von erfahrenen Schmerztherapeuten gefragt. In einigen Fällen ist es auch empfehlenswert sich direkt an eine Schmerzklinik zu wenden. Dabei gilt grundsätzlich: „Je früher desto besser“.

I. Kausale Therapien

Eine kausale Therapie richtet sich generell nach der verursachenden Grunderkrankung. Behandlungen sind z. B.:

- Medikamentöse Therapien
- Umstellung der Ernährungs- bzw. Trinkgewohnheiten
- Darmsanierungen (z. B. bei Parasitenbefall)
- Operative Maßnahmen
- Akupunktur
- Gezielte psychotherapeutische Ansätze (bei psychosomatischen Hintergründen)

Welche Therapie bzw. welche Therapien im Einzelfall die richtige bzw. richtigen sind muß jeweils genau abgewägt werden. Empfehlenswert ist grundsätzlich, v. a. vor der Durchführung von Operationen, sich die Meinung von mehreren (Fach-)Ärzten einzuholen.

Wichtiger Hinweis: Bei entzündlich bedingten Bauchschmerzen, speziell bei Morbus Crohn, stellt die sog. kontinuierliche, epidurale (= nahe am Rückenmark) Blockade mit Katheter (Methode der speziellen Schmerztherapie einer Schmerzklinik) eine fast kausale Therapie dar, da sie eine mangelhafte Durchblutung (wieder) in Gang bringt. In manchen Fällen kann sie eine OP verhindern oder lange hinauszögern (Details s. u.).

II. (begleitende) Allgemein-schmerztherapeutische Ansätze

Zur medikamentösen Schmerztherapie eignen sich hauptsächlich sog. Spasmolytika, das sind Mittel gegen Krampfzustände, so z. B. Buscopan®.
Sog. nicht steroidale Antirheumatika (Rheumamittel) werden eher schlechter vertragen. Schwere Schmerzen sind manchmal dagegen nur durch zentral (im Gehirn / Rückenmark) wirkenden Analgetika (z. B. Tramadol, Valoron N®) zu lindern. Auf die Gefahr einer Schmerzmittelgewöhnung oder gar -abhängigkeit ist grundsätzlich zu achten.
Eine Kombination mit schmerzdistanzierenden Antidepressiva (Mittel gegen Depression, u.a. aber auch bei diesen Schmerzen wirksam) kann in vielen Fällen Schmerzmittel einsparen.

Ansonsten können Akupunktur, manuelle Ansätze (z. B. Wärme in Form einer Wärmflasche) oder auch bestimmte Getränke (z. B. warmer Kräutertee bei Magenbeschwerden) eine Linderung von Bauchschmerzen ermöglichen. In manchen Fällen kann evtl. auch eine gezielte Physiotherapie eine Unterstützung bewirken.

2. Weitere Behandlungskonzepte einer Fachklinik

<?  Therapie & Behandlungskonzepte bei Darmschmerzen



Die hier beschriebene Therapie wird in folgenden Kliniken angeboten:
Schmerzklinik Bad Mergentheim und Schmerzklinik am Arkauwald.


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Verwandte Suchbegriffe zu Bauchschmerzen:
Bauchbeschwerden, Abdominale Schmerzen, Abdominelle Schmerzen, viszerale Schmerzen, Abdomen, Oberbauchschmerz, Unterbauchschmerz

Autor: Prof. Dr. med. Rolf Leeser

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