18. Dezember 2017

Top6 Themen: Darmschmerzen - Bauchschmerzen

Darmschmerzen

Darmschmerzen Bauchschmerzen Themen und Krankheit
Darmschmerzen, oft auch Eingeweideschmerzen oder Viszeralschmerzen genannt, sind viszerale Schmerzen, ein Oberbegriff für Schmerzen, die von den Eingeweiden, wie Magen, Darm, Leber, Bauchspeicheldrüse, Nieren, Gebärmutter, usw., ausgehen.

Darmschmerzen werden häufig als dumpf und bei einem Verschluss (Obstruktion) als krampfartig und wellenförmig empfunden. (Informationen: EingeweideschmerzenEingeweideschmerzen)


Folgende Erkrankungen können zu Darmschmerzen führen:

- Colon irritable (Colon spasticum),
auch Reizdarm genannt, ist eine Erkrankung des Dickdarms bei der er besonders Anfällig gegenüber den verschiedensten Schädlichkeiten ist. Oft tritt sie nach einer infektiösen oder parasitären Dickdarmentzündung auf. Sie kann aber auch psychosomatische oder allergische Ursachen haben.
(Informationen: Colon irritableColon irritable)

- Morbus Crohn
ist eine chronische entzündliche Erkrankung des Magen-Darm-Traktes, die meist das untere Ende des Dünndarms und den Dickdarm betrifft.
(Informationen: Morbus CrohnMorbus Crohn)

- Kolitis ulcerosa
ist ebenfalls eine chronisch entzündliche Erkrankung, allerdings der Dickdarmschleimhaut (Kolonmukosa). Die Ursachen dieser Erkrankung sind noch weitgehend unbekannt.
(Informationen: Kolitis ulcerosaKolitis ulcerosa)

- Tumore oder Metastasen.


Die Krankheitszeichen der unterschiedlichen Ursachen für Darmschmerzen sind:

Colon irritable:
- Darmschmerzen
- Funktionsstörungen des Dickdarms
- Völlegefühl
- Blähungen
- Rumoren
- Wechsel zwischen Durchfall und Verstopfung.

Morbus Crohn:
- Bauch- bzw. Darmschmerzen
- Gewichtsverlust
- Durchfall
- Fieber (im akuten Schub).

Kolitis ulcerosa:
- Bauch- bzw. Darmschmerzen
- Blutungen aus dem Enddarm
- Durchfall


Therapie

Zur Therapie gibt es zwei gibt es drei Möglichkeiten:

I. Kausale Therapien

II.
(begleitende) Allgemein-schmerztherapeutische Ansätze

III. Weiterführende Behandlungskonzepte einer Schmerzklinik


Im Rahmen einer gegen die Ursache gerichtet, kausalen Therapie wird der behandelnde Arzt bzw. Facharzt immer versuchen, die ursächliche Grunderkrankung erfolgreich anzugehen. Parallel bestehende Darmschmerzen können dabei grundsätzlich durch begleitende, allgemeine schmerztherapeutische Ansätze behandelt werden.

Zeigen die kausalen Ansätze zu wenig Wirkung, so daß Darmschmerzen bestehen bleiben und chronisch werden, sind Methoden von erfahrenen Schmerztherapeuten gefragt. In einigen Fällen ist es auch empfehlenswert sich direkt an eine Schmerzklinik zu wenden. Dabei gilt grundsätzlich: „Je früher desto besser“.

I. Kausale Therapien

Eine kausale Therapie richtet sich generell nach der verursachenden Grunderkrankung. Behandlungen sind z. B.:

- Medikamentöse Therapien
- Umstellung der Ernährungs- bzw. Trinkgewohnheiten
- Darmsanierungen (z. B. bei Parasitenbefall)
- Operative Maßnahmen
- Akupunktur
- Gezielte psychotherapeutische Ansätze (bei psychosomatischen Hintergründen)

Welche Therapie bzw. welche Therapien im Einzelfall die richtige bzw. richtigen sind muß jeweils genau abgewägt werden. Empfehlenswert ist grundsätzlich, v. a. vor der Durchführung von Operationen, sich die Meinung von mehreren (Fach-)Ärzten einzuholen.

Wichtiger Hinweis: Bei entzündlich bedingten Bauchschmerzen, speziell bei Morbus Crohn, stellt die sog. kontinuierliche, epidurale (= nahe am Rückenmark) Blockade mit Katheter (Methode der speziellen Schmerztherapie einer Schmerzklinik) eine fast kausale Therapie dar, da sie eine mangelhafte Durchblutung (wieder) in Gang bringt. In manchen Fällen kann sie eine OP verhindern oder lange hinauszögern (Details s. u.).

II. (begleitende) Allgemein-schmerztherapeutische Ansätze

Zur medikamentösen Schmerztherapie eignen sich hauptsächlich sog. Spasmolytika, das sind Mittel gegen Krampfzustände, so z. B. Buscopan®.
Sog. nicht steroidale Antirheumatika (Rheumamittel) werden eher schlechter vertragen. Schwere Schmerzen sind manchmal dagegen nur durch zentral (im Gehirn / Rückenmark) wirkenden Analgetika (z. B. Tramadol, Valoron N®) zu lindern. Auf die Gefahr einer Schmerzmittelgewöhnung oder gar -abhängigkeit ist grundsätzlich zu achten.
Eine Kombination mit schmerzdistanzierenden Antidepressiva (Mittel gegen Depression, u.a. aber auch bei diesen Schmerzen wirksam) kann in vielen Fällen Schmerzmittel einsparen.

Ansonsten können Akupunktur, manuelle Ansätze (z. B. Wärme in Form einer Wärmflasche) oder auch bestimmte Getränke (z. B. warmer Kräutertee bei Magenbeschwerden) eine Linderung von Bauchschmerzen ermöglichen. In manchen Fällen kann evtl. auch eine gezielte Physiotherapie eine Unterstützung bewirken.

2. Weitere Behandlungskonzepte einer Fachklinik

<?  Therapie & Behandlungskonzepte bei Darmschmerzen



Die hier beschriebene Therapie wird in folgenden Kliniken angeboten:
Schmerzklinik Bad Mergentheim


Bauchschmerzen Krankheit   Bauchschmerzen Home

Verwandte Suchbegriffe zu Bauchschmerzen:
Bauchbeschwerden, Abdominale Schmerzen, Abdominelle Schmerzen, viszerale Schmerzen, Abdomen, Oberbauchschmerz, Unterbauchschmerz

Autor: Prof. Dr. med. Rolf Leeser

Verwandte Schmerz-Themen von Bauchschmerzen

Bauchschmerzen Top6 Krankheiten

Krankheiten von Bauchschmerzen A-Z:

Sponsorenbereich
Anzeige

Anzeige
Aktuelle Gesundheitsnachrichten

Neues Portal zu Demenz und Migration
(18.12.17) Menschen mit Demenz sind durch ihre Erkrankung häufig verunsichert und fühlen sich unverstanden. Bei Menschen mit fremden Wurzeln sind diese Gefühle oft noch stärker ausgeprägt. Damit ihre Bedürfnisse besser berücksichtigt werden, hat die Deutsche Alzheimer Gesellschaft ein neues Internetportal entwickelt. Das Angebot mit Informationen in verschiedenen Sprachen richtet sich an Beschäftigte in der Altenpflege sowie an Migranten.
Artikel lesen...

Podologie: Neue Vergütungsregelungen für 2018
(12.12.17) Der AOK-Bundesverband und die Berufsverbände der Podologen haben sich frühzeitig auf neue Vergütungssätze für den Bereich der Podologie verständigt. Diese treten am 1. Januar bzw. 1. Mai 2018 in Kraft. Erstmals haben die Berufsverbände der Podologen und der AOK-Bundesverband Vergütungsregelungen für einen längeren Zeitraum getroffen. Die Preisvereinbarungen gelten für jeweils 32 Monate und werden in drei Stufen umgesetzt.
Artikel lesen...

Pflege erhält einen Platz in der WHO
(11.12.17) Seit Mitte Oktober ist die Pflege in der Weltgesundheitsorganisation (WHO) vertreten. Elizabeth Iro wurde als Chief Nursing Officer in das Führungsteam des WHO-Generaldirektors Dr. Tedros Adhanom Ghebreyesus berufen. Das hat die WHO mitgeteilt. Mit Iros B erufung löst der Dirketor ein Versprechen ein, dass er im Mai dieses Jahres beim Weltkongress der Pflegeberufe in Barcelona gegeben hatte.
Artikel lesen...

Weiterführende Links
Beliebte Suchworte



Anzeige