23. Februar 2019

Top6 Themen: Darmgeschwür - Bauchschmerzen

Darmgeschwür

Darmgeschwür Bauchschmerzen Themen und Krankheit
Das Darmgeschwür tritt meist im Dünndarm auf, genauer im Zwölffingerdarm (Duodenum), und wird deshalb auch Ulcus duodeni (Zwölffingerdarmgeschwür) genannt.

Bei einem Ulcus (Geschwür) handelt es sich um einen „Schleimhautdefekt“, der die eigentliche Schleimhaut, und damit die Lamina muscularis mucosae, überschreitet. Defekte die nicht so tief sind werden Erosionen genannt.

Darmgeschwüre sind ungefähr viermal so häufig wie Magengeschwüre und treten meist im jüngeren Alter, bei Männern und bei Personen mit der Blutgruppe 0 auf.


Ursache: Darmgeschwür

Die Entstehung von Darmgeschwüren ist multifaktoriell und im Allgemeinen liegt ein Missverhältnis zwischen schleimhautschützenden (z.B. Schleim und Bikarbonat) und schleimhautschädigenden (wie Magensäure und Enzyme) Faktoren zugrunde, was zu Entzündungsreaktionen führt. Seit einigen Jahren ist auch bekannt, dass eine Infektion mit Helicobacter pylori, einem Bakterium, eine wichtige Rolle spielt. Weitere wichtige Ursachen sind:

- zu niedriger pH-Wert
- Einnahme von Medikamenten, wie Acetylsalicylsäure
- Durchblutungsstörungen der Darmwand
- Psychosomatische Faktoren


Symptome: Darmgeschwür

Typische Symptome von Darm- oder Zwölffingerdarmgeschwüren sind:

- Oberbauchschmerzen
- Druck- und Völlegefühl
- Übelkeit und Erbrechen
- Unregelmäßiger Stuhlgang
- Gewichtsverlust
- Nüchternschmerz, der nach Nahrungsaufnahme verschwindet

Des Weiteren können Blutungen, Perforationen und eine Peritonitis als Komplikationen auftreten.


Therapie: Darmgeschwür

Bei der Therapie eines Darmgeschwürs kommen im ersten Schritt allgemeine Therapieansätze zum Einsatz. Zeigen diese zu wenig Wirkung, oder werden die Beschwerden chronisch (Schmerzen länger als 3-6 Monate) sind Konzepte der „speziellen Schmerztherapie“ bzw. weiterführende multimodale Behandlungskonzepte einer Schmerzklinik gefragt. Dabei gilt generell: „Je früher, desto besser“.

Details:

1. Allgemeine Therapien

a) Umstellung der Ess- und Trinkgewohnheiten

- Diät
- reichliche Flüssigkeitszufuhr
- Vermeidung von Alkohol, Nikotin, Kaffee und starken Gewürzen
- Kleinere Essportionen, dafür häufigere Nahrungszufuhr
- Professionelle Ernährungsberatung

b) (Medikamentöse) Behandlung mit:

- Protonenpumpeninhibitoren (PPI)
- Antibiotika + PPI bei Helicobacter pylori-Infektion

c) Darmsanierungen

d) Medikamentöse Schmerztherapie:

Bei akuten (plötzlich einsetzenden, heftigen) und subakuten (eher schleichend verlaufenden) Schmerzen können zunächst bzw. vorwiegend peripher wirkende Schmerzmittel (Schmerzmittel, die am Ort der Schmerzentstehung wirken) eingesetzt werden. Bei krampfartigen Schmerzen Spasmolytika (Mittel gegen Krampfzustände). Sehr magenschonend und zudem auch entzündungshemmend sind sog. COX-2 Inhibitoren ((z. B. Parecoxib (Dynastat®) o. Etoricoxib (Arcoxia®)). Schwere Schmerzen sind manchmal dagegen nur durch zentral (im Gehirn / Rückenmark) wirkende Analgetika (z. B. Tramadol, Valoron N®) zu lindern. Auf die Gefahr einer Schmerzmittelgewöhnung oder gar -abhängigkeit ist grundsätzlich zu achten. Eine Kombination mit schmerzdistanzierenden Antidepressiva (Mittel gegen Depression, u.a. aber auch z. T. bei Schmerzen wirksam) kann in vielen Fällen Schmerzmittel einsparen.

e) Akupunktur

f) Gezielte psychotherapeutische Ansätze
(bei psychosomatischen Hintergründen)

g) Operative Maßnahmen

h) Ernährung unter Umgehung des Verdauungssystems


2. Weitere Behandlungskonzepte einer Fachklinik

<?  Therapie & Behandlungskonzepte bei Darmgeschwür



Die hier beschriebene Therapie wird in folgenden Kliniken angeboten:
Schmerzklinik Bad Mergentheim


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Verwandte Suchbegriffe zu Bauchschmerzen:
Bauchbeschwerden, Abdominale Schmerzen, Abdominelle Schmerzen, viszerale Schmerzen, Abdomen, Oberbauchschmerz, Unterbauchschmerz

Autor: Prof. Dr. med. Rolf Leeser

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