19. Mai 2019

Top6 Themen: Styloiditis - Arm und Beinschmerzen

Styloiditis

Styloiditis Arm und Beinschmerzen Themen und Krankheit
Bei der Styloiditis handelt es sich um eine Entzündung des Processus styloideus bzw. Griffelfortsatzes. Im menschlichen Körper kann man vier Griffelfortsätze unterscheiden: äußeren Ende des Radius (Speiche), am handnahen Ende der Ulna (Elle), am dritten Mittelhandknochen und am Schläfenbein.

Meist sind der Radius (Styloiditis radii) und die Ulna (Styloiditis ulnae) betroffen und seltener der Mittelhandknochen oder das Schläfenbein.


Ursachen: Styloiditis | Handgelenksschmerz

Wie bereits erwähnt handelt es sich meist um eine Styloiditis radii oder eine Styloiditis ulnae. Verursacht wird die Styloiditis meist durch andauernde Überbeanspruchung des Griffelfortsatzes im Sinne einer Insertionstendopathie, d.h. Störung im Bereich des Sehnenansatzes.


Symptome: Styloiditis | Handgelenksschmerz

Patienten die an einer Styloiditis leiden, klagen meist über Handgelenksschmerzen. Zunächst treten die Schmerzen nur bei Bewegung auf, später können diese aber auch in Dauerschmerzen übergehen. Außerdem sind noch Druckschmerzen über dem betroffenen Griffelfortsatz typisch. Bei der Styloiditis ulnae kommt es häufiger zu Verwechselungen mit einer Sehnenscheidenentzündung.

Therapie: Styloiditis | Handgelenksschmerz

Bei der Therapie einer Styloiditis kommen im ersten Schritt allgemeine Therapieansätze zum Einsatz. Zeigen diese zu wenig Wirkung, oder werden die Beschwerden chronisch (Schmerzen länger als 3-6 Monate) sind Konzepte der „speziellen Schmerztherapie“ bzw. weiterführende multimodale Behandlungskonzepte einer Schmerzklinik gefragt. Dabei gilt generell: „Je früher, desto besser“.

Details:

1. Allgemeine Therapien

a) entzündungshemmende Salbenverbände

b) Medikamentöse Schmerztherapie:

Bei akuten (plötzlich einsetzenden, heftigen) und subakuten (eher schleichend verlaufenden) Schmerzen können zunächst bzw. vorwiegend peripher wirkende Schmerzmittel (Schmerzmittel, die am Ort der Schmerzentstehung wirken) eingesetzt werden. Insbesondere sind hier sog. nicht steroidale Antirheumatika (= „Rheumamittel“) zu erwähnen, aus dieser Gruppe möglichst langwirkende und magenschonende, zum Beispiel Mobec®. Sehr magenschonend und zudem auch entzündungshemmend sind sog. COX-2 Inhibitoren ((z. B. Parecoxib (Dynastat®) o. Etoricoxib (Arcoxia®)).
Bei starken, schmerzhaften Muskelverspannungen können ergänzend Muskelrelaxanzien (Mittel zur Muskelentspannung) (z. B. Norflex®, Mydocalm®) eine Lösung sein. Schwere Schmerzen sind manchmal dagegen nur durch zentral (im Gehirn / Rückenmark) wirkende Analgetika (z. B. Tramadol, Valoron N®) zu lindern. Auf die Gefahr einer Schmerzmittelgewöhnung oder gar -abhängigkeit ist grundsätzlich zu achten. Eine Kombination mit schmerzdistanzierenden Antidepressiva (Mittel gegen Depression, u.a. aber auch z. T. bei Schmerzen wirksam) kann in vielen Fällen Schmerzmittel einsparen.

c) Akupunktur

d) Physikalische Therapie
- z. B.: T.E.N.S., Wärme, Kälte, Massagen, Krankengymnastik,..




2. Weitere Behandlungskonzepte einer Fachklinik

<?  Therapie & Behandlungskonzepte bei Styloiditis



Die hier beschriebene Therapie wird in folgenden Kliniken angeboten:
Schmerzklinik Bad Mergentheim


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Verwandte Suchbegriffe zu Arm und Beinschmerzen:
Beinschmerzen, Armschmerzen, Brachialgie, Armneuralgie, Armbeschwerden, Beinbeschwerden, Gliederschmerz, Extremitätenschmerz

Autor: Prof. Dr. med. Rolf Leeser
Weitere Information zu Arm- und Beinschmerzen finden Sie unter folgenden verwandten Themen Armschmerzen und Beinschmerz-Formen weitere Themen...

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