15. September 2019

Top6 Themen: Styloiditis - Arm und Beinschmerzen

Styloiditis

Styloiditis Arm und Beinschmerzen Themen und Krankheit
Bei der Styloiditis handelt es sich um eine Entzündung des Processus styloideus bzw. Griffelfortsatzes. Im menschlichen Körper kann man vier Griffelfortsätze unterscheiden: äußeren Ende des Radius (Speiche), am handnahen Ende der Ulna (Elle), am dritten Mittelhandknochen und am Schläfenbein.

Meist sind der Radius (Styloiditis radii) und die Ulna (Styloiditis ulnae) betroffen und seltener der Mittelhandknochen oder das Schläfenbein.


Ursachen: Styloiditis | Handgelenksschmerz

Wie bereits erwähnt handelt es sich meist um eine Styloiditis radii oder eine Styloiditis ulnae. Verursacht wird die Styloiditis meist durch andauernde Überbeanspruchung des Griffelfortsatzes im Sinne einer Insertionstendopathie, d.h. Störung im Bereich des Sehnenansatzes.


Symptome: Styloiditis | Handgelenksschmerz

Patienten die an einer Styloiditis leiden, klagen meist über Handgelenksschmerzen. Zunächst treten die Schmerzen nur bei Bewegung auf, später können diese aber auch in Dauerschmerzen übergehen. Außerdem sind noch Druckschmerzen über dem betroffenen Griffelfortsatz typisch. Bei der Styloiditis ulnae kommt es häufiger zu Verwechselungen mit einer Sehnenscheidenentzündung.

Therapie: Styloiditis | Handgelenksschmerz

Bei der Therapie einer Styloiditis kommen im ersten Schritt allgemeine Therapieansätze zum Einsatz. Zeigen diese zu wenig Wirkung, oder werden die Beschwerden chronisch (Schmerzen länger als 3-6 Monate) sind Konzepte der „speziellen Schmerztherapie“ bzw. weiterführende multimodale Behandlungskonzepte einer Schmerzklinik gefragt. Dabei gilt generell: „Je früher, desto besser“.

Details:

1. Allgemeine Therapien

a) entzündungshemmende Salbenverbände

b) Medikamentöse Schmerztherapie:

Bei akuten (plötzlich einsetzenden, heftigen) und subakuten (eher schleichend verlaufenden) Schmerzen können zunächst bzw. vorwiegend peripher wirkende Schmerzmittel (Schmerzmittel, die am Ort der Schmerzentstehung wirken) eingesetzt werden. Insbesondere sind hier sog. nicht steroidale Antirheumatika (= „Rheumamittel“) zu erwähnen, aus dieser Gruppe möglichst langwirkende und magenschonende, zum Beispiel Mobec®. Sehr magenschonend und zudem auch entzündungshemmend sind sog. COX-2 Inhibitoren ((z. B. Parecoxib (Dynastat®) o. Etoricoxib (Arcoxia®)).
Bei starken, schmerzhaften Muskelverspannungen können ergänzend Muskelrelaxanzien (Mittel zur Muskelentspannung) (z. B. Norflex®, Mydocalm®) eine Lösung sein. Schwere Schmerzen sind manchmal dagegen nur durch zentral (im Gehirn / Rückenmark) wirkende Analgetika (z. B. Tramadol, Valoron N®) zu lindern. Auf die Gefahr einer Schmerzmittelgewöhnung oder gar -abhängigkeit ist grundsätzlich zu achten. Eine Kombination mit schmerzdistanzierenden Antidepressiva (Mittel gegen Depression, u.a. aber auch z. T. bei Schmerzen wirksam) kann in vielen Fällen Schmerzmittel einsparen.

c) Akupunktur

d) Physikalische Therapie
- z. B.: T.E.N.S., Wärme, Kälte, Massagen, Krankengymnastik,..




2. Weitere Behandlungskonzepte einer Fachklinik

<?  Therapie & Behandlungskonzepte bei Styloiditis



Die hier beschriebene Therapie wird in folgenden Kliniken angeboten:
Schmerzklinik Bad Mergentheim


Arm und Beinschmerzen Krankheit   Arm und Beinschmerzen Home

Verwandte Suchbegriffe zu Arm und Beinschmerzen:
Beinschmerzen, Armschmerzen, Brachialgie, Armneuralgie, Armbeschwerden, Beinbeschwerden, Gliederschmerz, Extremitätenschmerz

Autor: Prof. Dr. med. Rolf Leeser
Weitere Information zu Arm- und Beinschmerzen finden Sie unter folgenden verwandten Themen Armschmerzen und Beinschmerz-Formen weitere Themen...

Verwandte Schmerz-Themen von Arm und Beinschmerzen

Arm und Beinschmerzen Top6 Krankheiten

Krankheiten Arm und Beinschmerzen A-Z:

Sponsorenbereich
Anzeige

Anzeige
Aktuelle Gesundheitsnachrichten

Entlassungsmanagement: Expertenstandard aktualisiert
(12.09.19) Der Expertenstandard "Entlassungsmanagement in der Pflege" liegt in einer neuen Fassung vor. Das Deutsche Netzwerk für Qualitätsentwicklung in der Pflege (DNQP) hat das Dokument zum zweiten Mal aktualisiert. Die überarbeitete Version orientiere sich an den internationalen Entwicklungen und wurde an den aktuellen Wissensstand angepasst. So habe sich laut DNQP an der inhaltlichen Ausrichtung nichts geändert. Die entsprechenden Kommentierungen der Standardkriterien seien erweitert und präzisiert worden.
Artikel lesen...

Zahnärzten und Pflegeheimen gehen mehr Kooperationsverträge ein
(10.09.19) Immer mehr Zahnärzte kooperieren mit stationären Pflegeeinrichtungen. Das ist das zentrale Ergebnis des ersten gemeinsamen Evaluationsberichts des GKV-Spitzenverbandes und der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV). Ziel der Kooperation ist es, die Mundgesundheit von gesetzlich krankenversicherten Patienten in Heimen zu verbessern.
Artikel lesen...

Drei Viertel aller Pflegebedürftigen werden zu Hause versorgt
(09.09.19) Rund 3,41 Millionen Menschen waren Ende 2017 in Deutschland pflegebedürftig im Sinne des Pflegeversicherungsgesetzes. Rund 2,59 Millionen von Ihnen (76 Prozent) wurden zum Stichtag zu Hause versorgt. Die Zahlen hat das Statistische Bundesamt (Destatis) jetzt veröffentlicht.
Artikel lesen...

Weiterführende Links