20. Juni 2018

Top6 Themen: Postthrombotisches Syndrom - Arm und Beinschmerzen

Postthrombotisches Syndrom

Postthrombotisches Syndrom Arm und Beinschmerzen Themen und Krankheit
Das postthrombotische Syndrom ist ein Sammelbegriff vor Krankheitszeichen, welche nach einer Thrombose (Blutgerinnsel) der tiefen Bein- und Beckenvenen bestehen bleiben oder sich entwickeln. Verantwortlich hierfür sind eine Abflussbehinderung im Bereich der geschädigten Venenabschnitte und eine Insuffizienz der Venenklappen.

Schätzungen zufolge liegt ein postthrombotisches Syndrom bei ca. 5% der Bevölkerung vor, wobei diese im Schnitt acht Jahr früher berentet werden und zwei Monate pro Jahr arbeitsunfähig sind.


Symptome: Postthrombotisches Syndrom

Charakteristische Krankheitszeichen des postthrombotischen Syndroms sind:

- Beinschmerzen

- Spannungsgefühl

- Am Tage zunehmende Schwellung (Ödeme) des betroffenen Beines

- Außerdem kann sich ein Ulcus cruris (offenes Bein) entwickeln


Therapie: Postthrombotisches Syndrom

Bei der Therapie des postthrombotischen Syndroms kommen im ersten Schritt allgemeine Therapieansätze zum Einsatz. Zeigen diese zu wenig Wirkung, oder werden die Beschwerden chronisch (Schmerzen länger als 3-6 Monate) sind Konzepte der „speziellen Schmerztherapie“ bzw. weiterführende multimodale Behandlungskonzepte einer Schmerzklinik gefragt. Dabei gilt generell: „Je früher, desto besser“.

Details:

1. Allgemeine Therapien

a) Medikamentöse Schmerztherapie:

Bei akuten (plötzlich einsetzenden, heftigen) und subakuten (eher schleichend verlaufenden) Schmerzen können zunächst bzw. vorwiegend peripher wirkende Schmerzmittel (Schmerzmittel, die am Ort der Schmerzentstehung wirken) eingesetzt werden. Insbesondere sind hier sog. nicht steroidale Antirheumatika (= „Rheumamittel“) zu erwähnen, aus dieser Gruppe möglichst langwirkende und magenschonende, zum Beispiel Mobec®. Sehr magenschonend und zudem auch entzündungshemmend sind sog. COX-2 Inhibitoren ((z. B. Parecoxib (Dynastat®) o. Etoricoxib (Arcoxia®)). Bei starken, schmerzhaften Muskelverspannungen können ergänzend Muskelrelaxanzien (Mittel zur Muskelentspannung) (z. B. Norflex®, Mydocalm®) eine Lösung sein. Schwere Schmerzen sind manchmal dagegen nur durch zentral (im Gehirn / Rückenmark) wirkende Analgetika (z. B. Tramadol, Valoron N®) zu lindern. Auf die Gefahr einer Schmerzmittelgewöhnung oder gar -abhängigkeit ist grundsätzlich zu achten. Eine Kombination mit schmerzdistanzierenden Antidepressiva (Mittel gegen Depression, u.a. aber auch z. T. bei Schmerzen wirksam) kann in vielen Fällen Schmerzmittel einsparen.

b) Akupunktur

c) Physikalische Therapie
- z. B.: T.E.N.S., Wärme, Kälte, Massagen, Krankengymnastik, Bewegungsbäder, Unterschenkelgüsse..

d) Kompressionstherapie, z.B. mit Kompressionsstrümpfen




2. Weitere Behandlungskonzepte einer Fachklinik

<?  Therapie & Behandlungskonzepte bei Postthrombotisches Syndrom



Die hier beschriebene Therapie wird in folgenden Kliniken angeboten:
Schmerzklinik Bad Mergentheim


Arm und Beinschmerzen Krankheit   Arm und Beinschmerzen Home

Verwandte Suchbegriffe zu Arm und Beinschmerzen:
Beinschmerzen, Armschmerzen, Brachialgie, Armneuralgie, Armbeschwerden, Beinbeschwerden, Gliederschmerz, Extremitätenschmerz

Autor: Prof. Dr. med. Rolf Leeser
Weitere Information zu Arm- und Beinschmerzen finden Sie unter folgenden verwandten Themen Armschmerzen und Beinschmerz-Formen weitere Themen...

Verwandte Schmerz-Themen von Arm und Beinschmerzen

Arm und Beinschmerzen Top6 Krankheiten

Krankheiten Arm und Beinschmerzen A-Z:

Sponsorenbereich
Anzeige

Anzeige
Aktuelle Gesundheitsnachrichten

Ultraschall zur Brustkrebs-Früherkennung: IGeL-Leistung bleibt umstritten
(20.06.18) Sind Ultraschalluntersuchungen der Brust zur Krebsfrüherkennung sinnvoll? Wissenschaftler des IGeL-Monitors gingen dieser Frage nach. Sie wollten wissen, ob der Ultraschall Frauen ohne erhöhtes Brustkrebsrisiko davor bewahren kann, an Brustkrebs zu sterben. Allerdings fanden die Forscher keine Studien, die diese Frage untersucht haben. Ob die Untersuchung eher nützt oder eher schadet, bleibt deshalb unklar.
Artikel lesen...

Kabinett beschließt Verordnung zur Reform der Pflegeberufe
(15.06.18) Das Bundeskabinett hat die Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für die Pflegeberufe (PflBG) zum Pflegeberufegesetz verabschiedet. Die Verordnung regelt Einzelheiten zur Ausbildungsstruktur, den Mindestanforderungen, den Ausbildungsinhalten, den Prüfungen und der Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse. Start der neuen Pflegeausbildung soll Anfang 2020 sein.
Artikel lesen...

ASV: Patienten mit Morbus Wilson neu aufgenommen
(13.06.18) Der Gemeinsame Bundesausschuss hat Morbus Wilson in die ambulante spezialärztliche Versorgung (ASV) aufgenommen. Der entsprechende Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses gilt seit dem 12. Juni 2018. Morbus Wilson ist eine selten auftretende Erkrankung, bei der die Kupferausscheidu ng über die Gallenwege vermindert ist.
Artikel lesen...

Weiterführende Links