19. September 2019

Top6 Themen: Venöse Durchblutungsstörungen - Arm und Beinschmerzen

Venöse Durchblutungsstörungen

Venöse Durchblutungsstörungen Arm und Beinschmerzen Themen und Krankheit
Eine venöse Durchblutungsstörung tritt meist im Rahmen einer chronisch venösen Insuffizienz auf und betrifft meist die Beine. Weitere Ursachen können beispielsweise aber auch eine Thrombophlebitis, Thrombose und ein postthrombotisches Syndrom sein.

Neben den Schmerzen kann eine venöse Durchblutungsstörung unter anderem auch zu einem Ulcus cruris (offenes Bein) führen.



Im Folgenden werden die einzelnen Erkrankungen näher erläutert.


Ursachen: Venöse Durchblutungsstörungen


- chronisch venöse Insuffizienz

Verursacht wird eine chronisch venöse Insuffizienz durch eine anlagebedingt geschwächte Venenwand und/oder wenn die Venenklappen nicht mehr richtig funktionieren. Dadurch versackt das Blut in den Venen und staut sich, weshalb man von einer so genannten venösen Abflussstörung spricht. Typische Störungen sind ein tagsüber zunehmendes Schwere- und Schmerzgefühl, welches mit Beinschwellungen einhergeht, so dass der Knöchelumfang zwischen morgens und abends um mehr als 1,5 cm differiert. Weitere Krankheitszeichen sind Varikosis (Krampfadern), livide (bläulich, fahle) Hautfärbung, Ödeme und Pigmentstörungen.


- Thrombophlebitis und Thrombose

Bei einer Thrombophlebitis liegt eine Venenentzündung zusammen mit einem Verschluss durch ein Blutgerinnsel vor. Bei der Thrombose hingegen handelt es sich um die Bildung eines Blutgerinnsels. Beide Erkrankungen können zu venösen Durchblutungsstörungen führen, geben allerdings nur selten Anlass zu einer spezifischen Schmerztherapie.


- postthrombotisches Syndrom

Unter einem postthrombotischen Syndrom versteht man eine Reihe von Symptomen, die nach einer Thrombose der tiefen Bein- und Beckenvenen bestehen bleiben bzw. sich im Laufe der Zeit entwickeln. Ursächlich hierfür ist eine Abflussbehinderung in dem thrombotisch geschädigten Bereich und/oder eine Insuffizienz der Venenklappen. Charakteristische Symptome sind Beinschmerzen, Spannungsgefühl, im Verlauf des Tages zunehmende Schwellung und ein Ulcus cruris (offenes Bein).


- venöse Durchblutungsstörung des Gehirns

Venöse Durchblutungsstörungen des Gehirns treten im Unterschied zu arteriellen Durchblutungsstörungen meist langsam auf. Die venösen Durchblutungsstörungen des Gehirns äußern sich durch zunehmende Kopfschmerzen mit wechselnden Symptomen und durch epileptische Anfälle.



Therapie: Venöse Durchblutungsstörungen

Bei der Therapie von venösen Durchblutungsstörungen kommen im ersten Schritt allgemeine Therapieansätze zum Einsatz. Zeigen diese zu wenig Wirkung, oder werden die Beschwerden chronisch (Schmerzen länger als 3-6 Monate) sind Konzepte der „speziellen Schmerztherapie“ bzw. weiterführende multimodale Behandlungskonzepte einer Schmerzklinik gefragt. Dabei gilt generell: „Je früher, desto besser“.

Details:


1. Allgemeine Therapien

a) (Medikamentöse) Behandlung mit Antikoagulantientherapie
b) Akupunktur
c) Operative Maßnahmen, z.B. Entfernung des Blutgerinnsels (Embolektomie)
d) Physikalische Therapie - z. B.: T.E.N.S., Wärme, Kälte, Massagen, Venengymnastik, Bewegungsbäder,
e) Kompressionsbehandlung, z.B. mit Stützstrümpfen




2. Weitere Behandlungskonzepte einer Fachklinik

<?  Therapie & Behandlungskonzepte bei Venöse Durchblutungsstörungen



Die hier beschriebene Therapie wird in folgenden Kliniken angeboten:
Schmerzklinik Bad Mergentheim


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Verwandte Suchbegriffe zu Arm und Beinschmerzen:
Beinschmerzen, Armschmerzen, Brachialgie, Armneuralgie, Armbeschwerden, Beinbeschwerden, Gliederschmerz, Extremitätenschmerz

Autor: Prof. Dr. med. Rolf Leeser
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