18. Februar 2020

Top6 Themen: Skalenussyndrom - Arm und Beinschmerzen

Skalenussyndrom

Skalenussyndrom Arm und Beinschmerzen Themen und Krankheit
Das Skalenussyndrom, auch Halsrippensyndrom genannt, entsteht durch eine Einengung des Plexus brachialis (Armnervengeflecht) im Bereich der Skalenuslücke.

Die Skalenuslücke ist eine dreieckige Passage für Nerven und Blutgefäße zwischen dem Musculus scalenus anterius und dem Musculus scalenus medius.


Ursachen: Skalenussyndrom | Halsrippensyndrom

Wie bereits erwähnt wird das Skalenussyndrom durch die Einengung des Plexus brachialis verursacht. Gründe hierfür können sein:

- eine Halsrippe (zusätzliche rudimentäre bis komplette Rippe am 7. Halswirbel)

- Bindegewebsstränge

- höhergradige Muskelverspannungen


Symptome: Skalenussyndrom | Halsrippensyndrom


Typische Symptome beim Skalenussyndrom sind:

- neuralgieartige Schmerzen in Bereich der Schulter und des Arms, hauptsächlich bei Zugbelastung

- Paresen (Lähmungen) und Atrophien (Muskelschwund) der kleinen Handmuskeln

- Raynaudartige (vgl. Morbus Raynaud) Durchblutungsstörungen

- Mikroembolien
der feinen Fingergefäße und eine vaskuläre Symptomatik bei Stenosierung der Arteria subclavia


Therapie: Skalenussyndrom | Halsrippensyndrom

Bei der Therapie des Skalenussyndroms kommen im ersten Schritt allgemeine Therapieansätze zum Einsatz.
Zeigen diese zu wenig Wirkung, oder werden die Beschwerden chronisch (Schmerzen länger als 3-6 Monate) sind Konzepte der „speziellen Schmerztherapie“ bzw. weiterführende multimodale Behandlungskonzepte einer Schmerzklinik gefragt. Dabei gilt generell: „Je früher, desto besser“.

Details:

1. Allgemeine Therapien

a) Medikamentöse Schmerztherapie:

Bei akuten (plötzlich einsetzenden, heftigen) und subakuten (eher schleichend verlaufenden) Schmerzen können zunächst bzw. vorwiegend peripher wirkende Schmerzmittel (Schmerzmittel, die am Ort der Schmerzentstehung wirken) eingesetzt werden. Insbesondere sind hier sog. nicht steroidale Antirheumatika (= „Rheumamittel“) zu erwähnen, aus dieser Gruppe möglichst langwirkende und magenschonende, zum Beispiel Mobec®. Sehr magenschonend und zudem auch entzündungshemmend sind sog. COX-2 Inhibitoren ((z. B. Parecoxib (Dynastat®) o. Etoricoxib (Arcoxia®)).
Bei starken, schmerzhaften Muskelverspannungen können ergänzend Muskelrelaxanzien (Mittel zur Muskelentspannung) (z. B. Norflex®, Mydocalm®) eine Lösung sein. Schwere Schmerzen sind manchmal dagegen nur durch zentral (im Gehirn / Rückenmark) wirkende Analgetika (z. B. Tramadol, Valoron N®) zu lindern. Auf die Gefahr einer Schmerzmittelgewöhnung oder gar -abhängigkeit ist grundsätzlich zu achten. Eine Kombination mit schmerzdistanzierenden Antidepressiva (Mittel gegen Depression, u.a. aber auch z. T. bei Schmerzen wirksam) kann in vielen Fällen Schmerzmittel einsparen.

b) Akupunktur

c) Operative Maßnahmen
, z.B. Entfernung der Halsrippe

d) Physikalische Therapie - z. B.: T.E.N.S., Wärme, Kälte, Massagen, Krankengymnastik,..


2. Weitere Behandlungskonzepte einer Fachklinik

<?  Therapie & Behandlungskonzepte bei Skalenussyndrom



Die hier beschriebene Therapie wird in folgenden Kliniken angeboten:
Schmerzklinik Bad Mergentheim


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Verwandte Suchbegriffe zu Arm und Beinschmerzen:
Beinschmerzen, Armschmerzen, Brachialgie, Armneuralgie, Armbeschwerden, Beinbeschwerden, Gliederschmerz, Extremitätenschmerz

Autor: Prof. Dr. med. Rolf Leeser
Weitere Information zu Arm- und Beinschmerzen finden Sie unter folgenden verwandten Themen Armschmerzen und Beinschmerz-Formen weitere Themen...

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