3. Dezember 2016

Top6 Themen: Sehnenentzündung - Arm und Beinschmerzen

Sehnenentzündung

Sehnenentzündung Arm und Beinschmerzen Themen und Krankheit
Eine Sehnenentzündung kann prinzipiell jede Sehne des menschlichen Körpers betreffen, kann sehr schmerzhaft sein und zu degenerativen Veränderungen der Sehne, eventuell auch mit Kalkablagerungen, führen.

Die Hauptursache einer Sehnenentzündung ist mechanische Überlastung, weshalb sie meist im Bereich besonders belasteter Regionen, wie der Schulter und des Schienbeins (Musculus tibialis anterior) und Fußes, und nach sportlicher Betätigung auftritt.


Ursachen: Sehnenentzündung

Ursachen, neben mechanische Überlastung, können sein:

- rheumatische Erkrankungen, wie das Reiter-Syndrom

- Gichtarthritis

- Spondylitis ankylosans


Symptome: Sehnenentzündung

Symptome bei einer Sehnenentzündung des Musculus tibialis anterior sind:

- Druckschmerzen an der Vorderseite des Schienbeins

- Schmerzverstärkung bei Bewegung im Fußgelenk

- Rötung und Schwellung im Bereich des Schienbeins

Eine so genannte verkalkende Sehnenentzündung im Schulterbereich wird meist durch eine Minderdurchblutung der Rotatorenmanschette hervorgerufen. Hauptsächlich sind dabei der Musculus supraspinatus und der Musculus infraspinatus betroffen. Typische Symptome sind:

- Schulterschmerzen

- begleitende Schleimbeutelentzündung (Bursitis)


Therapie: Sehnenentzündung

Bei der Therapie einer Sehnenentzündung kommen im ersten Schritt allgemeine Therapieansätze zum Einsatz.
Zeigen diese zu wenig Wirkung, oder werden die Beschwerden chronisch (Schmerzen länger als 3-6 Monate) sind Konzepte der „speziellen Schmerztherapie“ bzw. weiterführende multimodale Behandlungskonzepte einer Schmerzklinik gefragt. Dabei gilt generell: „Je früher, desto besser“.

Details:

1. Allgemeine Therapien

a) Medikamentöse Schmerztherapie:

Bei akuten (plötzlich einsetzenden, heftigen) und subakuten (eher schleichend verlaufenden) Schmerzen können zunächst bzw. vorwiegend peripher wirkende Schmerzmittel (Schmerzmittel, die am Ort der Schmerzentstehung wirken) eingesetzt werden. Insbesondere sind hier sog. nicht steroidale Antirheumatika (= „Rheumamittel“) zu erwähnen, aus dieser Gruppe möglichst langwirkende und magenschonende, zum Beispiel Mobec®. Sehr magenschonend und zudem auch entzündungshemmend sind sog. COX-2 Inhibitoren ((z. B. Parecoxib (Dynastat®) o. Etoricoxib (Arcoxia®)).
Bei starken, schmerzhaften Muskelverspannungen können ergänzend Muskelrelaxanzien (Mittel zur Muskelentspannung) (z. B. Norflex®, Mydocalm®) eine Lösung sein. Schwere Schmerzen sind manchmal dagegen nur durch zentral (im Gehirn / Rückenmark) wirkende Analgetika (z. B. Tramadol, Valoron N®) zu lindern. Auf die Gefahr einer Schmerzmittelgewöhnung oder gar -abhängigkeit ist grundsätzlich zu achten. Eine Kombination mit schmerzdistanzierenden Antidepressiva (Mittel gegen Depression, u.a. aber auch z. T. bei Schmerzen wirksam) kann in vielen Fällen Schmerzmittel einsparen.

b) Akupunktur

c) Physikalische Therapie
- z. B.: T.E.N.S., Wärme, Kälte, Massagen, Krankengymnastik,..

d) Wichtig ist auch die Ruhigstellung der betroffenen Region




2. Weitere Behandlungskonzepte einer Fachklinik

<?  Therapie & Behandlungskonzepte bei Sehnenentzündung



Die hier beschriebene Therapie wird in folgenden Kliniken angeboten:
Schmerzklinik Bad Mergentheim


Arm und Beinschmerzen Krankheit   Arm und Beinschmerzen Home

Verwandte Suchbegriffe zu Arm und Beinschmerzen:
Beinschmerzen, Armschmerzen, Brachialgie, Armneuralgie, Armbeschwerden, Beinbeschwerden, Gliederschmerz, Extremitätenschmerz

Autor: Prof. Dr. med. Rolf Leeser
Weitere Information zu Arm- und Beinschmerzen finden Sie unter folgenden verwandten Themen Armschmerzen und Beinschmerz-Formen weitere Themen...

Verwandte Schmerz-Themen von Arm und Beinschmerzen

Arm und Beinschmerzen Top6 Krankheiten

Krankheiten Arm und Beinschmerzen A-Z:

Sponsorenbereich
Anzeige

Anzeige
Aktuelle Gesundheitsnachrichten

Mehr als 3.800 Medikamente ohne Zuzahlung
(01.12.16) Für mehr als 3.800 Arzneimittel müssen gesetzlich Versicherte zurzeit keine Zuzahlung leisten. Der Beitrag zum rezeptpflichtigen Medikament kann entfallen, wenn der Preis mindestens 30 Prozent unter dem jeweiligen Festbetrag liegt, den die Kassen übernehmen. Die Liste enthält Generika ebenso wie patentgeschützte Wirkstoffe.
Artikel lesen...

Diagnosedaten der Krankenhäuser für 2015 veröffentlicht
(30.11.16) Alkoholmissbrauch war im Jahr 2015 die zweithäufigste Diagnose bei Krankenhausbehandlungen in Deutschland. Häufiger wurde lediglich die Herzinsuffizienz diagnostiziert. Insgesamt waren 2015 knapp 19,8 Millionen Menschen für eine vollstationäre Behandlung in deutschen Krankenhäusern, 0,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Das geht aus den aktuellen Daten zu Krankenhausdiagnosen hervor, die das Statistische Bundesamt in Wiesbaden veröffentlicht hat.
Artikel lesen...

Qualitätsmonitor liefert Daten zur Strukturqualität der Krankenhäuser
(29.11.16) Wie gut ist die Versorgung von Herzinfarkt-Patienten in Deutschland? Und wie steht es um die Qualität der Brustkrebs-Operationen? Der Qualitätsmonitor 2017 des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) und des Vereins Gesundheitsstadt Berlin liefert für sechs häufige Krankheitsbilder detaillierte Daten zur Strukturqualität von 1.645 K liniken.
Artikel lesen...

Weiterführende Links



Anzeige