23. Februar 2019

Top6 Themen: Pronator-teres-Syndrom - Arm und Beinschmerzen

Pronator-teres-Syndrom

Pronator-teres-Syndrom Arm und Beinschmerzen Themen und Krankheit
Beim Pronator-teres-Syndrom, oder Medianuskompressionssyndrom, handelt es sich um ein Nervenkompressionssyndrom des Nervus medianus.

Der Nervus medianus entspringt dem Plexus brachialis (Armnervengeflecht) und verläuft den Oberarm entlang bis zu Ellenbeuge. Hier entsteht die sog. Medianusgabel und er wendet sich leicht zur Körpermitte, tritt durch den Musculus pronator teres und zieht zu den Unterarmbeugern. Schließlich tritt er durch den Karpaltunnel in die Handfläche. Beim Durchtritt des Nervus medianus durch den Musculus pronator teres kann es zur Nervenkompression kommen, deshalb auch der Name Pronator-teres-Syndrom.


Ursachen: Pronator-teres-Syndrom

Mögliche Ursachen für die Nervenkompression können sein:

- anatomische Fehlbildungen

- Verletzungen, wie z.B. Schnittverletzungen oder Knochenbrüche


Symptome: Pronator-teres-Syndrom

Mögliche Krankheitszeichen des Pronator-teres-Syndroms sind:

- Schmerzen bei der Einwärtsdrehung des Unterarms gegen einen Widerstand

- Taubheitsgefühl der Finger, vor allem nachts

- Schwäche der Fingerbeuger

- Druckschmerzen über dem Musculus Pronator teres

- Muskelschwund am Daumenballen (thenare Muskelatrophie)


Therapie: Pronator-teres-Syndrom

Bei der Therapie des Pronator-teres-Syndroms kommen im ersten Schritt allgemeine Therapieansätze zum Einsatz. Zeigen diese zu wenig Wirkung, oder werden die Beschwerden chronisch (Schmerzen länger als 3-6 Monate) sind Konzepte der „speziellen Schmerztherapie“ bzw. weiterführende multimodale Behandlungskonzepte einer Schmerzklinik gefragt. Dabei gilt generell: „Je früher, desto besser“.

Details:

1. Allgemeine Therapien

a) Medikamentöse Schmerztherapie:

Bei akuten (plötzlich einsetzenden, heftigen) und subakuten (eher schleichend verlaufenden) Schmerzen können zunächst bzw. vorwiegend peripher wirkende Schmerzmittel (Schmerzmittel, die am Ort der Schmerzentstehung wirken) eingesetzt werden. Insbesondere sind hier sog. nicht steroidale Antirheumatika (= „Rheumamittel“) zu erwähnen, aus dieser Gruppe möglichst langwirkende und magenschonende, zum Beispiel Mobec®. Sehr magenschonend und zudem auch entzündungshemmend sind sog. COX-2 Inhibitoren ((z. B. Parecoxib (Dynastat®) o. Etoricoxib (Arcoxia®)). Muskelrelaxanzien (Mittel zur Muskelentspannung) wie Baclofen (z. B. Lioresal®) können als Ergänzung ebenfalls hilfreich sein. Schwere Schmerzen sind manchmal dagegen nur durch zentral (im Gehirn / Rückenmark) wirkende Analgetika (z. B. Tramadol, Valoron N®) zu lindern. Auf die Gefahr einer Schmerzmittelgewöhnung oder gar -abhängigkeit ist grundsätzlich zu achten. Eine Kombination mit schmerzdistanzierenden Antidepressiva (Mittel gegen Depression, u.a. aber auch z. T. bei Schmerzen wirksam) kann in vielen Fällen Schmerzmittel einsparen. Bei einem mehr anfallsartigen Schmerz können des Weiteren auch Antiepileptika versucht werden (z. B. Carbamazepin, Gabapentin oder Pregabalin).

b) Akupunktur

c) Operative Maßnahmen

d) Physikalische Therapie
- z. B.: T.E.N.S., Wärme, Kälte, Massagen, Krankengymnastik,..




2. Weitere Behandlungskonzepte einer Fachklinik

<?  Therapie & Behandlungskonzepte bei Pronator-teres-Syndrom



Die hier beschriebene Therapie wird in folgenden Kliniken angeboten:
Schmerzklinik Bad Mergentheim


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Verwandte Suchbegriffe zu Arm und Beinschmerzen:
Beinschmerzen, Armschmerzen, Brachialgie, Armneuralgie, Armbeschwerden, Beinbeschwerden, Gliederschmerz, Extremitätenschmerz

Autor: Prof. Dr. med. Rolf Leeser
Weitere Information zu Arm- und Beinschmerzen finden Sie unter folgenden verwandten Themen Armschmerzen und Beinschmerz-Formen weitere Themen...

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