27. April 2018

Top6 Themen: Postthrombotisches Syndrom - Arm und Beinschmerzen

Postthrombotisches Syndrom

Postthrombotisches Syndrom Arm und Beinschmerzen Themen und Krankheit
Das postthrombotische Syndrom ist ein Sammelbegriff vor Krankheitszeichen, welche nach einer Thrombose (Blutgerinnsel) der tiefen Bein- und Beckenvenen bestehen bleiben oder sich entwickeln. Verantwortlich hierfür sind eine Abflussbehinderung im Bereich der geschädigten Venenabschnitte und eine Insuffizienz der Venenklappen.

Schätzungen zufolge liegt ein postthrombotisches Syndrom bei ca. 5% der Bevölkerung vor, wobei diese im Schnitt acht Jahr früher berentet werden und zwei Monate pro Jahr arbeitsunfähig sind.


Symptome: Postthrombotisches Syndrom

Charakteristische Krankheitszeichen des postthrombotischen Syndroms sind:

- Beinschmerzen

- Spannungsgefühl

- Am Tage zunehmende Schwellung (Ödeme) des betroffenen Beines

- Außerdem kann sich ein Ulcus cruris (offenes Bein) entwickeln


Therapie: Postthrombotisches Syndrom

Bei der Therapie des postthrombotischen Syndroms kommen im ersten Schritt allgemeine Therapieansätze zum Einsatz. Zeigen diese zu wenig Wirkung, oder werden die Beschwerden chronisch (Schmerzen länger als 3-6 Monate) sind Konzepte der „speziellen Schmerztherapie“ bzw. weiterführende multimodale Behandlungskonzepte einer Schmerzklinik gefragt. Dabei gilt generell: „Je früher, desto besser“.

Details:

1. Allgemeine Therapien

a) Medikamentöse Schmerztherapie:

Bei akuten (plötzlich einsetzenden, heftigen) und subakuten (eher schleichend verlaufenden) Schmerzen können zunächst bzw. vorwiegend peripher wirkende Schmerzmittel (Schmerzmittel, die am Ort der Schmerzentstehung wirken) eingesetzt werden. Insbesondere sind hier sog. nicht steroidale Antirheumatika (= „Rheumamittel“) zu erwähnen, aus dieser Gruppe möglichst langwirkende und magenschonende, zum Beispiel Mobec®. Sehr magenschonend und zudem auch entzündungshemmend sind sog. COX-2 Inhibitoren ((z. B. Parecoxib (Dynastat®) o. Etoricoxib (Arcoxia®)). Bei starken, schmerzhaften Muskelverspannungen können ergänzend Muskelrelaxanzien (Mittel zur Muskelentspannung) (z. B. Norflex®, Mydocalm®) eine Lösung sein. Schwere Schmerzen sind manchmal dagegen nur durch zentral (im Gehirn / Rückenmark) wirkende Analgetika (z. B. Tramadol, Valoron N®) zu lindern. Auf die Gefahr einer Schmerzmittelgewöhnung oder gar -abhängigkeit ist grundsätzlich zu achten. Eine Kombination mit schmerzdistanzierenden Antidepressiva (Mittel gegen Depression, u.a. aber auch z. T. bei Schmerzen wirksam) kann in vielen Fällen Schmerzmittel einsparen.

b) Akupunktur

c) Physikalische Therapie
- z. B.: T.E.N.S., Wärme, Kälte, Massagen, Krankengymnastik, Bewegungsbäder, Unterschenkelgüsse..

d) Kompressionstherapie, z.B. mit Kompressionsstrümpfen




2. Weitere Behandlungskonzepte einer Fachklinik

<?  Therapie & Behandlungskonzepte bei Postthrombotisches Syndrom



Die hier beschriebene Therapie wird in folgenden Kliniken angeboten:
Schmerzklinik Bad Mergentheim


Arm und Beinschmerzen Krankheit   Arm und Beinschmerzen Home

Verwandte Suchbegriffe zu Arm und Beinschmerzen:
Beinschmerzen, Armschmerzen, Brachialgie, Armneuralgie, Armbeschwerden, Beinbeschwerden, Gliederschmerz, Extremitätenschmerz

Autor: Prof. Dr. med. Rolf Leeser
Weitere Information zu Arm- und Beinschmerzen finden Sie unter folgenden verwandten Themen Armschmerzen und Beinschmerz-Formen weitere Themen...

Verwandte Schmerz-Themen von Arm und Beinschmerzen

Arm und Beinschmerzen Top6 Krankheiten

Krankheiten Arm und Beinschmerzen A-Z:

Sponsorenbereich
Anzeige

Anzeige
Aktuelle Gesundheitsnachrichten

Mehr Hebammen in Krankenhäusern tätig
(27.04.18) 11.077 Hebammen und Entbindungspfleger leisteten im Jahr 2016 Geburtshilfe in deutschen Krankenhäusern - 1,4 Prozent mehr als 2015. Das hat das Statistische Bundesamt mitgeteilt. Im Jahr 2016 haben insgesamt 9.301 fest angestellte Hebammen und Entbindungspfleger in der Geburtshilfe gearbeitet. 2015 waren es 9.081 fest angestellte Kräfte. Das ist eine Steigerung zum Vorjahr von 2,4 Prozent.
Artikel lesen...

Bevölkerung ist für Technik-Einsatz in der Pflege offen
(26.04.18) Viele Deutsche sind offen für den Einsatz von digitaler Technik in der Pflege. Zu diesem Ergebnis kommt eine jetzt veröffentlichte repräsentative Umfrage des Zentrums für Qualität in der Pflege (ZQP). "Technologische Potenziale, die zur Unterstützung und sogar Verbesserung des Pflege- und Versorgungsprozesses vorhanden sind, werden oft verkannt ? in manchen Debatten auch irrationale Ängste dazu geschürt", sagte der ZQP-Vorstandsvorsitzende Ralf Suhr.
Artikel lesen...

Blickpunkt Klinik: Mehr Rechte für Patienten
(26.04.18) Die Bundesregierung hat angekündigt, die Patientenrechte zu stärken. Der neue "Blickpunkt Klinik" zeigt, wie sich die aktuelle Rechtslage auf den Umgang mit Behandlungsfehlern auswirkt, und berichtet von den Plänen der Großen Koalition
Artikel lesen...

Weiterführende Links



Anzeige