29. März 2017

Top6 Themen: Patellaspitzensyndrom - Arm und Beinschmerzen

Patellaspitzensyndrom

Patellaspitzensyndrom Arm und Beinschmerzen Themen und Krankheit
Beim Patellaspitzensyndrom, auch Springer-Knie genannt, handelt es sich um eine chronisch-degenerative und schmerzhafte Erkrankung am Übergang zwischen Knochen (Patella) und Sehne (Patellarsehne) im Bereich der Kniescheibe, im Sinne einer Insertionstendopathie.

Diese Erkrankung wird meist durch eine Überlastung in diesem Bereich verursacht und tritt meist bei Sportlern auf.


Ursachen: Patellaspitzensyndrom | Springer-Knie

Wie bereits erwähnt ist das Patellaspitzensyndrom eine degenerative Erkrankung. Ursachen hierfür können wiederkehrende Zugbelastung der Patellarsehne, wie beispielsweise beim Hochsprung, Weitsprung, Gewichtheben, Volleyball und anderen Ballsportarten, aber auch beim Joggen aus asphaltierten Straßen, sein. Ob und wie rasch sich die Erkrankung entwickelt hängt aber natürlich von der Intensität und der Häufigkeit der Belastung ab. Ebenso spielen prädisponierende Faktoren wie eine angeborene Bandschwäche, Kniescheibenhochstand oder verminderte Dehnbarkeit der Beinmuskulatur eine entscheidende Rolle.


Symptome: Patellaspitzensyndrom | Springer-Knie

Grad 1
: Schmerzen nach Beendigung der Belastung

Grad 2: Schmerzen zu Beginn und nach Beendigung der Belastung, dazwischen schmerzfrei

Grad 3: andauernde Schmerzen

Grad 4: Patallarsehnenriss


Therapie: Patellaspitzensyndrom | Springer-Knie

Bei der Therapie des Patellaspitzensyndroms kommen im ersten Schritt allgemeine Therapieansätze zum Einsatz. Zeigen diese zu wenig Wirkung, oder werden die Beschwerden chronisch (Schmerzen länger als 3-6 Monate) sind Konzepte der „speziellen Schmerztherapie“ bzw. weiterführende multimodale Behandlungskonzepte einer Schmerzklinik gefragt. Dabei gilt generell: „Je früher, desto besser“.

Details:

1. Allgemeine Therapien

a) Lokale Behandlung mit Glukokortikoiden

b) Medikamentöse Schmerztherapie:

Bei akuten (plötzlich einsetzenden, heftigen) und subakuten (eher schleichend verlaufenden) Schmerzen können zunächst bzw. vorwiegend peripher wirkende Schmerzmittel (Schmerzmittel, die am Ort der Schmerzentstehung wirken) eingesetzt werden. Insbesondere sind hier sog. nicht steroidale Antirheumatika (= „Rheumamittel“) zu erwähnen, aus dieser Gruppe möglichst langwirkende und magenschonende, zum Beispiel Mobec®. Sehr magenschonend und zudem auch entzündungshemmend sind sog. COX-2 Inhibitoren ((z. B. Parecoxib (Dynastat®) o. Etoricoxib (Arcoxia®)). Muskelrelaxanzien (Mittel zur Muskelentspannung) wie Baclofen (z. B. Lioresal®) können als Ergänzung ebenfalls hilfreich sein. Schwere Schmerzen sind manchmal dagegen nur durch zentral (im Gehirn / Rückenmark) wirkende Analgetika (z. B. Tramadol, Valoron N®) zu lindern. Auf die Gefahr einer Schmerzmittelgewöhnung oder gar -abhängigkeit ist grundsätzlich zu achten. Eine Kombination mit schmerzdistanzierenden Antidepressiva (Mittel gegen Depression, u.a. aber auch z. T. bei Schmerzen wirksam) kann in vielen Fällen Schmerzmittel einsparen.

c) Akupunktur

d) Operative Maßnahmen
im Rahmen einer Arthroskopie

e) Physikalische Therapie - z. B.: T.E.N.S., Wärme, Kälte, Massagen, Krankengymnastik, Stoßwellenbehandlung, Ultraschall,..

f) Wichtig ist außerdem eine konsequente Ruhigstellung des betroffenen Knies




2. Weitere Behandlungskonzepte einer Fachklinik

<?  Therapie & Behandlungskonzepte bei Patellaspitzensyndrom



Die hier beschriebene Therapie wird in folgenden Kliniken angeboten:
Schmerzklinik Bad Mergentheim


Arm und Beinschmerzen Krankheit   Arm und Beinschmerzen Home

Verwandte Suchbegriffe zu Arm und Beinschmerzen:
Beinschmerzen, Armschmerzen, Brachialgie, Armneuralgie, Armbeschwerden, Beinbeschwerden, Gliederschmerz, Extremitätenschmerz

Autor: Prof. Dr. med. Rolf Leeser
Weitere Information zu Arm- und Beinschmerzen finden Sie unter folgenden verwandten Themen Armschmerzen und Beinschmerz-Formen weitere Themen...

Verwandte Schmerz-Themen von Arm und Beinschmerzen

Arm und Beinschmerzen Top6 Krankheiten

Krankheiten Arm und Beinschmerzen A-Z:

Sponsorenbereich
Anzeige

Anzeige
Aktuelle Gesundheitsnachrichten

Extremkostenbericht: Weiter sinkende Belastung durch Kostenausreißer
(27.03.17) Die Fallpauschalen bilden das Leistungsgeschehen an deutschen Kliniken immer besser ab. Die finanzielle Belastung der Krankenhäuser durch sogenannte Kostenausreißer ging 2015 erneut zurück, die daraus folgende Unterdeckung sank auf 0,5 Millionen Euro. Das geht aus dem dritten Extremkostenbericht des Instituts für das Entgeltsystem im Krankenhaus (INeK) hervor.
Artikel lesen...

Reha bei Pflegebedürftigkeit: Schnittstellenprobleme angehen!
(24.03.17) Läuft der Grundsatz "Reha vor Pflege" ins Leere, weil die Anreize dafür fehlen? Auf einer Podiumsdiskussion beim Deutschen Pflegetag 2017 in Berlin gehen Experten und Politiker dieser Frage nach. Als Gründungspartner der dreitägigen Veranstaltung ist der AOK-Bundesverband auch bei der vierten Auflage des Kongresses mit einer eigenen Programmstrecke beteiligt.
Artikel lesen...

Hamburg und Sachsen-Anhalt vereinbaren Preise für Klinikleistungen
(21.03.17) Krankenhäuser und Krankenkassen in Hamburg und Sachsen-Anhalt haben sich auf die Landesbasisfallwerte für 2017 geeinigt. Demnach liegt der landesweite Preis für Klinikleistungen in Hamburg bei 3.350,00 Euro. Das sind 2,2 Prozent mehr als im Vorjahr. In Sachsen-Anhalt steigt der diesjährige Landesbasisfallwert um zwei Prozent auf 3.344,75 Euro. Damit können die dort igen Krankenhäuser mit einem Erlösvolumen in Höhe von 2,1 Milliarden Euro rechnen. Die Erlöse der Kliniken in Hamburg klettern ebenfalls auf 2,1 Milliarden Euro.
Artikel lesen...

Weiterführende Links



Anzeige