27. Februar 2017

Top6 Themen: Paraparese - Arm und Beinschmerzen

Paraparese

Paraparese Arm und Beinschmerzen Themen und Krankheit
Der Begriff Paraparese steht für eine beidseitige, unvollständige Lähmung der Gliedmaßen. Zu unterscheiden ist diese von der so genannten Paraplegie, die eine vollständige, schlaffe oder spastische Lähmung beider Beine oder Arme bezeichnet.

Da eine Paraparese der Arme üblicherweise sehr selten vorkommt, wird mit ihr meist eine Teillähmung der Beine gemeint. Zum Teil wird Paraparese auch mit „Querlähmung“ übersetzt.


Ursachen: Paraparese | Querlähmung

Eine Paraparese entsteht durch eine Läsion des Rückenmarks auf einem oder mehreren Segmenten. Diese Läsion kann verursacht werden durch:

- traumatische (verletzungsbedingte) Rückenmarksläsion (inkompletter Querschnitt)

- raumfordernde Prozesse, wie z.B. Tumore

- metabolische (den Stoffwechsel betreffende) Störungen, wie einen Vitamin B12-Mangel oder einen Vitamin E-Mangel

- Infektionskrankheiten, z.B. AIDS

- Autoimmunerkrankungen, wie die Multiple Sklerose (MS)

- Strukturelle Anomalien (Fehlbildungen), z.B. Spondylosis oder Syringomyelie


Symptome: Paraparese | Querlähmung

Neben der unvollständigen Lähmung (der Beine) können noch folgende Symptome auftreten:

- Schmerzen im gelähmten Körperbereich (kein Deafferenzierungsschmerz, sondern zentrale Schmerzen)

- Störungen der Miktion (Wasserlassen)

- Störungen bei der Defäkation (Stuhlgang)

- Langsames, schleppendes Gangbild, bei dem die Füße über den Boden schleifen


Therapie: Paraparese | Querlähmung

Bei der Therapie von Schmerzen bei einer Paraparese kommen im ersten Schritt allgemeine Therapieansätze zum Einsatz. Zeigen diese zu wenig Wirkung, oder werden die Beschwerden chronisch (Schmerzen länger als 3-6 Monate) sind Konzepte der „speziellen Schmerztherapie“ bzw. weiterführende multimodale Behandlungskonzepte einer Schmerzklinik gefragt. Dabei gilt generell: „Je früher, desto besser“.

Details:

1. Allgemeine Therapien

a) Medikamentöse Schmerztherapie:

Am besten wirken hier sog. Antikonvulsiva, z. B. Gabapentin (Neurontin®), Pregabalin (Lyrica®) oder Carbamazepin (z.B. Tegretal®). Alternativ, oder in Kombination zur Einsparung von Antikonvulsiva, kann auch das zentral wirksame Muskelrelaxans (im Gehirn / Rückenmark wirkendes Mittel zur Muskelentspannung) Baclofen (z. B. Lioresal®) versucht werden. Die Dosierung erfolgt hierbei einschleichend. Ein Ansatz ist auch das Antidepressivum Duloxetin (Cymbalta®), mit seiner schmerzdistanzierenden Wirkung.

b) Akupunktur

c) Physikalische Therapie
- z. B.: D.C.S., E.S.E.S., Wärme, Kälte, Massagen, Krankengymnastik,..




2. Weitere Behandlungskonzepte einer Fachklinik

<?  Therapie & Behandlungskonzepte bei Paraparese



Die hier beschriebene Therapie wird in folgenden Kliniken angeboten:
Schmerzklinik Bad Mergentheim


Arm und Beinschmerzen Krankheit   Arm und Beinschmerzen Home

Verwandte Suchbegriffe zu Arm und Beinschmerzen:
Beinschmerzen, Armschmerzen, Brachialgie, Armneuralgie, Armbeschwerden, Beinbeschwerden, Gliederschmerz, Extremitätenschmerz

Autor: Prof. Dr. med. Rolf Leeser
Weitere Information zu Arm- und Beinschmerzen finden Sie unter folgenden verwandten Themen Armschmerzen und Beinschmerz-Formen weitere Themen...

Verwandte Schmerz-Themen von Arm und Beinschmerzen

Arm und Beinschmerzen Top6 Krankheiten

Krankheiten Arm und Beinschmerzen A-Z:

Sponsorenbereich
Anzeige

Anzeige
Aktuelle Gesundheitsnachrichten

Blickpunkt Klinik: Mehr Qualität durch Mindestmengen
(27.02.17) Für komplexe Operationen macht der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA) den deutschen Krankenhäusern konkrete Vorgaben für die minimale Anzahl an Eingriffen pro Klinik und Jahr. Doch an vielen Häusern werden die Mindestmengen verfehlt. Der neue "Blickpunkt Klinik" zeigt, was dies für die Patienten bedeutet und welche Erfolge andere europäische Länder mit dem Einsatz von Mindestmengen erzielen.
Artikel lesen...

Innovationsfonds: Erste Förderwelle 2017 gestartet
(27.02.17) Der Innovationsauschuss beim GBA hat drei neue Förderbekanntmachungen veröffentlicht. Im Rahmen der ersten Förderwelle des Jahres 2017 können sich Forschungsprojekte und Initiativen aus dem Bereich neue Versorgungsformen bewerben, die in den bisherigen Förderschwerpunkten nicht einzuordnen waren. Eine dritte Förderbekanntmachung dreht sich um die Evaluation und Auswertung von Selektivverträgen.
Artikel lesen...

Gesundheitsausgaben lagen 2015 bei 344,2 Milliarden Euro
(22.02.17) Die Ausgaben für Gesundheit in Deutschland stiegen auch 2015 und lagen bei 344,2 Milliarden Euro. Das ist eine Steigerung um 15,0 Milliarden Euro oder 4,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte. Somit entfielen auf jeden Einwohner in der Bundesrepublik gut 4.213 Euro (2014: 3.770 Euro ). Der Anteil der Gesundheitsausgaben am Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg leicht auf 11,3 Prozent. Ein Jahr zuvor hatte der Anteil 11,2 Prozent betragen.
Artikel lesen...

Weiterführende Links



Anzeige