4. Juli 2020

Top6 Themen: Morton-Syndrom - Arm und Beinschmerzen

Morton-Syndrom

Morton-Syndrom Arm und Beinschmerzen Themen und Krankheit
Beim Morton-Syndrom, auch Morton Neuralgie, Morton-Metatarsalgie, Interdigitalneuralgie oder Interdigitalisneuralgie genannt, handelt es sich um ein Nervenkompressionssyndrom der Plantarnerven (Nervi plantaris medialis et lateralis bzw. Nervus digitales). Bevorzugt tritt es zwischen den Zehen III und IV oder II und III auf. Hervorgerufen wird die Nervenkompression durch mechanischen Druck, meist bei Senk-/Spreizfuß.

Bei der Untersuchung fallen so genannte Neurome, schmerzhafte, spindelförmige Auftreibungen der Nerven, auf. Außerdem zeigt sich in der Gewebsuntersuchung (Histologie) eine Fibrosierung (Bindegewebsvermehrung) bei chronischer Ischämie (Minderdurchblutung).


Symptome von Morton-Syndrom

Typische Symptome des Morton-Syndroms sind:

- anfallsartige, brennende Schmerzen im Bereich des vorderen Mittelfußes

- Ausstrahlung in die Nachbarzehen

- Schmerzauslösung bzw. Schmerzverstärkung bei Druck auf die vordere Fußsohle


Therapie von Morton-Syndrom

Bei der Therapie eines Morton-Syndroms kommen im ersten Schritt allgemeine Therapieansätze zum Einsatz. Zeigen diese zu wenig Wirkung, oder werden die Beschwerden chronisch (Schmerzen länger als 3-6 Monate) sind Konzepte der „speziellen Schmerztherapie“ bzw. weiterführende multimodale Behandlungskonzepte einer Schmerzklinik gefragt. Dabei gilt generell: „Je früher, desto besser“.

Details:

1. Allgemeine Therapien

a) Medikamentöse Schmerztherapie:

Bei akuten (plötzlich einsetzenden, heftigen) und subakuten (eher schleichend verlaufenden) Schmerzen können zunächst bzw. vorwiegend peripher wirkende Schmerzmittel (Schmerzmittel, die am Ort der Schmerzentstehung wirken) eingesetzt werden. Insbesondere sind hier sog. nicht steroidale Antirheumatika (= „Rheumamittel“) zu erwähnen, aus dieser Gruppe möglichst langwirkende und magenschonende, zum Beispiel Mobec®. Am besten wirken hier sog. Antikonvulsiva, z. B. Gabapentin (Neurontin®), Pregabalin (Lyrica®) oder Carbamazepin (z.B. Tegretal®). Alternativ, oder in Kombination zur Einsparung von Antikonvulsiva, kann auch das zentral wirksame Muskelrelaxans (im Gehirn / Rückenmark wirkendes Mittel zur Muskelentspannung) Baclofen (z. B. Lioresal®) versucht werden. Die Dosierung erfolgt hierbei einschleichend.

b) Akupunktur

c) Operative Maßnahmen

d) Physikalische Therapie
- z. B.: T.E.N.S., Wärme, Kälte, Massagen, Krankengymnastik,..





2. Weitere Behandlungskonzepte einer Fachklinik

<?  Therapie & Behandlungskonzepte bei Morton-Syndrom



Die hier beschriebene Therapie wird in folgenden Kliniken angeboten:
Schmerzklinik Bad Mergentheim


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Verwandte Suchbegriffe zu Arm und Beinschmerzen:
Beinschmerzen, Armschmerzen, Brachialgie, Armneuralgie, Armbeschwerden, Beinbeschwerden, Gliederschmerz, Extremitätenschmerz

Autor: Prof. Dr. med. Rolf Leeser
Weitere Information zu Arm- und Beinschmerzen finden Sie unter folgenden verwandten Themen Armschmerzen und Beinschmerz-Formen weitere Themen...

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