28. April 2017

Top6 Themen: Mittelfußschmerzen - Arm und Beinschmerzen

Mittelfußschmerzen

Mittelfußschmerzen Arm und Beinschmerzen Themen und Krankheit
Der Mittelfuß befindet sich zwischen der Fußwurzel (Tarsus) und den Zehen. Er wird aus jeweils fünf Mittelfußknochen (Ossa metatarsalia I-V) gebildet, welche wiederum aus einer Basis, einem Körper (Corpus) und einem Kopf (Caput) bestehen.

Mittelfußschmerzen können eine Vielzahl von Ursachen haben, die häufigste ist die Morton-Neuralgie, bei der ein Nervenkompressionssyndrom besteht.


Ursachen von Mittelfußschmerzen

Prinzipiell kann man Mittelfußschmerzen nach dem Ort ihrer Entstehung einteilen:

- Erkrankungen angrenzender Gelenke
Mittelfußschmerzen können beispielsweise durch Schmerzausstrahlung einer Arthrose der Zehengrundgelenke verursacht werden.

- Erkrankungen der Fußwurzelknochen
Hier ist die Knochenhautentzündung (Periostitis) der Mittelfußknochen, als Folge einer Überlastung, zu nennen.
Selten kann auch ein Morbus Köhler II, eine Um- bzw. Abbauerkrankung des Köpfchens des zweiten Mittelfußknochens, zu Mittelfußschmerzen führen. Aber auch Frakturen des Mittelfußes können bei zu früher Belastung zu anhaltenden Mittelfußschmerzen führen.

- Erkrankungen von Weichteilstrukturen
Erkrankungen bzw. Schädigungen von Nerven (Morton-Neuralgie), Sehnen (Tendinitis), Sehnenscheiden (Tendovaginitis), Bändern, Bindegewebe oder Schleimbeuteln (Bursitis) können ebenfalls zu Kniescheibenschmerzen führen.

Die häufigste Ursache für Mittelfußschmerzen stellt die Morton-Neuralgie dar, bei welcher ein Nervenkompressionssyndrom der Plantarnerven, bevorzugt zwischen den Zehen III und IV, aber auch zwischen den Zehen II und III, vorliegt. Verursacht wird diese mechanische Nervenreizung meist durch einen Senk-/Spreizfuß.


Therapie von Mittelfußschmerzen

Bei der Therapie von Mittelfußschmerzen kommen im ersten Schritt allgemeine Therapieansätze zum Einsatz. Zeigen diese zu wenig Wirkung, oder werden die Beschwerden chronisch (Schmerzen länger als 3-6 Monate) sind Konzepte der „speziellen Schmerztherapie“ bzw. weiterführende multimodale Behandlungskonzepte einer Schmerzklinik gefragt. Dabei gilt generell: „Je früher, desto besser“.

Details:

1. Allgemeine Therapien

a) Medikamentöse Schmerztherapie:

Bei akuten (plötzlich einsetzenden, heftigen) und subakuten (eher schleichend verlaufenden) Schmerzen können zunächst bzw. vorwiegend peripher wirkende Schmerzmittel (Schmerzmittel, die am Ort der Schmerzentstehung wirken) eingesetzt werden. Insbesondere sind hier sog. nicht steroidale Antirheumatika (= „Rheumamittel“) zu erwähnen, aus dieser Gruppe möglichst langwirkende und magenschonende, zum Beispiel Mobec®. Sehr magenschonend und zudem auch entzündungshemmend sind sog. COX-2 Inhibitoren ((z. B. Parecoxib (Dynastat®) o. Etoricoxib (Arcoxia®)). Muskelrelaxanzien (Mittel zur Muskelentspannung) wie Baclofen (z. B. Lioresal®) können als Ergänzung ebenfalls hilfreich sein. Bei einem mehr anfallsartigen Schmerz können des Weiteren auch Antiepileptika versucht werden (z. B. Carbamazepin, Gabapentin oder Pregabalin).

b) Akupunktur

c) Physikalische Therapie
- z. B.: T.E.N.S., Wärme, Kälte, Massagen, Krankengymnastik,..





2. Weitere Behandlungskonzepte einer Fachklinik

<?  Therapie & Behandlungskonzepte bei Mittelfußschmerzen



Die hier beschriebene Therapie wird in folgenden Kliniken angeboten:
Schmerzklinik Bad Mergentheim


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Verwandte Suchbegriffe zu Arm und Beinschmerzen:
Beinschmerzen, Armschmerzen, Brachialgie, Armneuralgie, Armbeschwerden, Beinbeschwerden, Gliederschmerz, Extremitätenschmerz

Autor: Prof. Dr. med. Rolf Leeser
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