26. September 2016

Top6 Themen: Mittelfußschmerzen - Arm und Beinschmerzen

Mittelfußschmerzen

Mittelfußschmerzen Arm und Beinschmerzen Themen und Krankheit
Der Mittelfuß befindet sich zwischen der Fußwurzel (Tarsus) und den Zehen. Er wird aus jeweils fünf Mittelfußknochen (Ossa metatarsalia I-V) gebildet, welche wiederum aus einer Basis, einem Körper (Corpus) und einem Kopf (Caput) bestehen.

Mittelfußschmerzen können eine Vielzahl von Ursachen haben, die häufigste ist die Morton-Neuralgie, bei der ein Nervenkompressionssyndrom besteht.


Ursachen von Mittelfußschmerzen

Prinzipiell kann man Mittelfußschmerzen nach dem Ort ihrer Entstehung einteilen:

- Erkrankungen angrenzender Gelenke
Mittelfußschmerzen können beispielsweise durch Schmerzausstrahlung einer Arthrose der Zehengrundgelenke verursacht werden.

- Erkrankungen der Fußwurzelknochen
Hier ist die Knochenhautentzündung (Periostitis) der Mittelfußknochen, als Folge einer Überlastung, zu nennen.
Selten kann auch ein Morbus Köhler II, eine Um- bzw. Abbauerkrankung des Köpfchens des zweiten Mittelfußknochens, zu Mittelfußschmerzen führen. Aber auch Frakturen des Mittelfußes können bei zu früher Belastung zu anhaltenden Mittelfußschmerzen führen.

- Erkrankungen von Weichteilstrukturen
Erkrankungen bzw. Schädigungen von Nerven (Morton-Neuralgie), Sehnen (Tendinitis), Sehnenscheiden (Tendovaginitis), Bändern, Bindegewebe oder Schleimbeuteln (Bursitis) können ebenfalls zu Kniescheibenschmerzen führen.

Die häufigste Ursache für Mittelfußschmerzen stellt die Morton-Neuralgie dar, bei welcher ein Nervenkompressionssyndrom der Plantarnerven, bevorzugt zwischen den Zehen III und IV, aber auch zwischen den Zehen II und III, vorliegt. Verursacht wird diese mechanische Nervenreizung meist durch einen Senk-/Spreizfuß.


Therapie von Mittelfußschmerzen

Bei der Therapie von Mittelfußschmerzen kommen im ersten Schritt allgemeine Therapieansätze zum Einsatz. Zeigen diese zu wenig Wirkung, oder werden die Beschwerden chronisch (Schmerzen länger als 3-6 Monate) sind Konzepte der „speziellen Schmerztherapie“ bzw. weiterführende multimodale Behandlungskonzepte einer Schmerzklinik gefragt. Dabei gilt generell: „Je früher, desto besser“.

Details:

1. Allgemeine Therapien

a) Medikamentöse Schmerztherapie:

Bei akuten (plötzlich einsetzenden, heftigen) und subakuten (eher schleichend verlaufenden) Schmerzen können zunächst bzw. vorwiegend peripher wirkende Schmerzmittel (Schmerzmittel, die am Ort der Schmerzentstehung wirken) eingesetzt werden. Insbesondere sind hier sog. nicht steroidale Antirheumatika (= „Rheumamittel“) zu erwähnen, aus dieser Gruppe möglichst langwirkende und magenschonende, zum Beispiel Mobec®. Sehr magenschonend und zudem auch entzündungshemmend sind sog. COX-2 Inhibitoren ((z. B. Parecoxib (Dynastat®) o. Etoricoxib (Arcoxia®)). Muskelrelaxanzien (Mittel zur Muskelentspannung) wie Baclofen (z. B. Lioresal®) können als Ergänzung ebenfalls hilfreich sein. Bei einem mehr anfallsartigen Schmerz können des Weiteren auch Antiepileptika versucht werden (z. B. Carbamazepin, Gabapentin oder Pregabalin).

b) Akupunktur

c) Physikalische Therapie
- z. B.: T.E.N.S., Wärme, Kälte, Massagen, Krankengymnastik,..





2. Weitere Behandlungskonzepte einer Fachklinik

<?  Therapie & Behandlungskonzepte bei Mittelfußschmerzen



Die hier beschriebene Therapie wird in folgenden Kliniken angeboten:
Schmerzklinik Bad Mergentheim


Arm und Beinschmerzen Krankheit   Arm und Beinschmerzen Home

Verwandte Suchbegriffe zu Arm und Beinschmerzen:
Beinschmerzen, Armschmerzen, Brachialgie, Armneuralgie, Armbeschwerden, Beinbeschwerden, Gliederschmerz, Extremitätenschmerz

Autor: Prof. Dr. med. Rolf Leeser
Weitere Information zu Arm- und Beinschmerzen finden Sie unter folgenden verwandten Themen Armschmerzen und Beinschmerz-Formen weitere Themen...

Verwandte Schmerz-Themen von Arm und Beinschmerzen

Arm und Beinschmerzen Top6 Krankheiten

Krankheiten Arm und Beinschmerzen A-Z:

Sponsorenbereich
Anzeige

Anzeige
Aktuelle Gesundheitsnachrichten

Neue Kinder-Richtlinie inkraft getreten
(26.09.16) Im September ist die neue Kinder-Richtlinie des Ge­mein­sa­men Bundesausschusses (GBA) inkraft getreten. Künftig beurteilen Kinderärzte im Rahmen der Früherkennung neben der körperlich-motorischen Entwicklung auch die Interaktion mit der primären Bezugsperson und die emo­tionale, kognitive und psychosoziale Entwicklung. Zudem beraten sie im Hinblick auf die Entwicklung des Kindes.
Artikel lesen...

Grundlohnrate 2017 liegt bei + 2,5 Prozent
(20.09.16) Das Bundesgesundheitsministerium hat die Grundlohnrate, also die Veränderungsrate der beitragspflichtigen Einnahmen aller Mitglieder der gesetzlichen Krankenkassen für das Jahr 2017 veröffentlicht. Sie liegt im gesamten Bundesgebiet bei + 2,5 Prozent. Zusammen mit dem sogenannten Orientierungswert bildet die Veränderungsrate die Grundlage für das Preisniveau der Krankenhausleistungen. Den Orientierungswert muss das Statistische Bundesamt bis zum 30. September 2016 bekanntgeben.
Artikel lesen...

Klinikärzte können Heilmittel verordnen
(19.09.16) Der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA) hat die Heilmittelrichtlinie geändert. Im Rahmen des Entlassmanagements können künftig auch Ärzte in Krankenhäusern für einen begrenzten Zeitraum Heilmittel verordnen. Zudem wurde die Neuregelung bei der Verordnung von Heilmitteln bei langfris tigem Bedarf im Bundesanzeiger veröffentlicht.
Artikel lesen...

Weiterführende Links



Anzeige