7. Februar 2016

Top6 Themen: Fingerschmerzen - Arm und Beinschmerzen

Fingerschmerzen

Fingerschmerzen Arm und Beinschmerzen Themen und Krankheit
Unter Fingerschmerzen versteht man im Allgemeinen alle schmerzhaften Beschwerden im Bereich der Finger bzw. Fingergelenke.

So unterschiedlich wie die Formen von Fingerschmerzen, so unterschiedlich sind auch die Ursachen. Dabei liefert die Art der Schmerzen wertvolle Hinweise auf die Ursachen. Generell sind dabei akute von chronischen Fingerschmerzen zu unterscheiden.


Ursachen: Fingerschmerzen

Da Fingerschmerzen sehr unterschiedliche Grunderkrankungen zugrunde liegen können, kann die Ursache meist nur in einer fachärztlichen Untersuchung geklärt werden. Typische Ursachen von Fingerschmerzen sind:


- Arthrose der Fingergelenke, z.B. Bouchardarthrose oder Heberdenarthrose
- Arthritis, z.B. rheumatoide Arthritis
- Entzündungen, wie eine Sehnenscheidenentzündung
- Gicht
- Überlastungen
- Verletzungen
- Neurologische Ursachen, wie Neuralgien
- Morbus Sudeck
- Morbus Dupuytren
- Schmerzen durch Ganglien (gallertartiges Gebilde an Gelenken)
- Phantomschmerzen


Symptome & Diagnose

Wichtige diagnostische Fragen zu den Symptomen von Fingerschmerzen sind:

- Treten die Fingerschmerzen einseitig oder beidseitig auf?
- Sind die Fingerschmerzen symmetrisch?
- Wie viele Finger sind betroffen?
- Sind die Fingerschmerzen akut aufgetreten und verschwinden sie spontan wieder?
- Zusammenhänge zu anderen Beschwerden?
- Tauchen die Schmerzen regelmäßig über einen längeren Zeitraum auf?
- Werden die Schmerzen im Verlauf stärker oder halten sie konstant an?
- Wie ist der Schmerzcharakter (brennend, stechend, strahlend oder extrem stark)?
- In welchen Situationen treten die Schmerzen auf (in Ruhe, in der Nacht, bei Bewegung)?
- Sonstige Symptome, wie Wärmegefühl, Schwellung, Bewegungseinschränkung, Schweregefühl, Steifheit, Knötchen, Instabilität der Gelenke oder Kälteempfindlichkeit?


Therapie

Details:

1. Allgemeine Therapien

a) (Medikamentöse) Behandlung mit:

- 5-Aminosalicylsäure
- Kortikosteroiden
- Metronidazol.

b) Medikamentöse Schmerztherapie:

Bei akuten (plötzlich einsetzenden, heftigen) und subakuten (eher schleichend verlaufenden) Schmerzen können zunächst bzw. vorwiegend peripher wirkende Schmerzmittel (Schmerzmittel, die am Ort der Schmerzentstehung wirken) eingesetzt werden. Insbesondere sind hier sog. nicht steroidale Antirheumatika (= „Rheumamittel“) zu erwähnen, aus dieser Gruppe möglichst langwirkende und magenschonende, zum Beispiel Mobec®. Sehr magenschonend und zudem auch entzündungshemmend sind sog. COX-2 Inhibitoren ((z. B. Parecoxib (Dynastat®) o. Etoricoxib (Arcoxia®)). Bei starken, schmerzhaften Muskelverspannungen können ergänzend Muskelrelaxanzien (Mittel zur Muskelentspannung) (z. B. Norflex®, Mydocalm®) eine Lösung sein. Schwere Schmerzen sind manchmal dagegen nur durch zentral (im Gehirn / Rückenmark) wirkende Analgetika (z. B. Tramadol, Valoron N®) zu lindern. Auf die Gefahr einer Schmerzmittelgewöhnung oder gar -abhängigkeit ist grundsätzlich zu achten. Eine Kombination mit schmerzdistanzierenden Antidepressiva (Mittel gegen Depression, u.a. aber auch z. T. bei Schmerzen wirksam) kann in vielen Fällen Schmerzmittel einsparen. Bei einem mehr anfallsartigen Schmerz können des Weiteren auch Antiepileptika versucht werden (z. B. Carbamazepin, Gabapentin oder Pregabalin).

c) Akupunktur

d) Physikalische Therapie - z. B.: T.E.N.S., Wärme, Kälte, Massagen, Krankengymnastik,..




2. Weitere Behandlungskonzepte einer Fachklinik

<?  Therapie & Behandlungskonzepte bei Fingerschmerzen



Die hier beschriebene Therapie wird in folgenden Kliniken angeboten:
Schmerzklinik Bad Mergentheim


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Verwandte Suchbegriffe zu Arm und Beinschmerzen:
Beinschmerzen, Armschmerzen, Brachialgie, Armneuralgie, Armbeschwerden, Beinbeschwerden, Gliederschmerz, Extremitätenschmerz

Autor: Prof. Dr. med. Rolf Leeser
Weitere Information zu Arm- und Beinschmerzen finden Sie unter folgenden verwandten Themen Armschmerzen und Beinschmerz-Formen weitere Themen...

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