2. März 2015

Top6 Themen: Fersensporn - Arm und Beinschmerzen

Fersensporn

Fersensporn Arm und Beinschmerzen Themen und Krankheit
Die Ferse ist der hintere Teil des Fußes, welcher vom Fersenbein (Calcaneus) geformt wird. Ein Fersensporn ist ein unnatürlicher dornartiger Knochenauswuchs (Exostose) an der Ferse bzw. dem hinteren Fußteil, welche mitunter sehr schmerzhaft sein kann.



Ursachen, Formen und Symptome bei Fersensporn

Ein Fersensporn entsteht meist durch Überlastung, wie z.B. durch schlechtes Schuhwerk, intensive sportliche Betätigung, Fußfehlstellung, Übergewicht und langes Stehen. Durch die Überlastung entstehen feine Sehnenrisse, in welche sich Kalk ablagert und somit nach und nach ein Fersensporn entsteht.


Formen

Man unterscheidet folgende 3 Fersensporne:

- oberer Fersensporn, auch Haglund-Ferse genannt
- unterer Fersensporn, bei dem sich die Exostose an der Unterseite des Fersenbeinhöckers befindet
- hinterer Fersensporn, der sich am bzw. vor dem Achillessehnenansatz befindet

Des Weiteren unterscheidet man noch:

- Aponeurosensporn, welcher sich am Ursprung der kleinen Fußmuskeln befindet
- Ligamentsporn, der sich weiter vorn, infolge einer Senkung des Fußgewölbes als Überlastungsschaden, befindet



Symptome

Ein Fersensporn ist weit verbreitet und die meisten betroffenen bemerken ihn gar nicht. Es kann aber z.B. durch Prellungen, körperliche Überlastung und zu enges Schuhwerk zu entzündlichen Umgebungsreaktionen kommen, welche dann hartnäckige Schmerzen verursachen.


Therapie Fersensporn


Bei der Therapie eines Fersensporns kommen im ersten Schritt allgemeine Therapieansätze zum Einsatz. Zeigen diese zu wenig Wirkung, oder werden die Beschwerden chronisch (Schmerzen länger als 3-6 Monate) sind Konzepte der "speziellen Schmerztherapie" bzw. weiterführende multimodale Behandlungskonzepte einer Schmerzklinik gefragt. Dabei gilt generell: "Je früher, desto besser".

Details:

1. Allgemeine Therapien

a) Medikamentöse Schmerztherapie:

Bei akuten (plötzlich einsetzenden, heftigen) und subakuten (eher schleichend verlaufenden) Schmerzen können zunächst bzw. vorwiegend peripher wirkende Schmerzmittel (Schmerzmittel, die am Ort der Schmerzentstehung wirken) eingesetzt werden. Insbesondere sind hier sog. nicht steroidale Antirheumatika (= "Rheumamittel") zu erwähnen, aus dieser Gruppe möglichst langwirkende und magenschonende, zum Beispiel Mobec®. Sehr magenschonend und zudem auch entzündungshemmend sind sog. COX-2 Inhibitoren ((z. B. Parecoxib (Dynastat®) o. Etoricoxib (Arcoxia®)).

Muskelrelaxanzien (Mittel zur Muskelentspannung) wie Baclofen (z. B. Lioresal®) können als Ergänzung ebenfalls hilfreich sein. Schwere Schmerzen sind manchmal dagegen nur durch zentral (im Gehirn / Rückenmark) wirkende Analgetika (z. B. Tramadol, Valoron N®) zu lindern. Auf die Gefahr einer Schmerzmittelgewöhnung oder gar -abhängigkeit ist grundsätzlich zu achten. Eine Kombination mit schmerzdistanzierenden Antidepressiva (Mittel gegen Depression, u.a. aber auch z. T. bei Schmerzen wirksam) kann in vielen Fällen Schmerzmittel einsparen.

b) Akupunktur

c) Operative Maßnahmen, z.B. die Abtragung der Exostose.

d) Physikalische Therapie - z. B.: T.E.N.S., Wärme, Kälte, Krankengymnastik, Röntgenstrahlentherapie, Magnetfeldtherapie, Iontophorese..

e) Andere Therapiemaßnahmen:
- Neuerdings wird die extrakorporale Stoßwellentherapie, welche zur Zertrümmerung von Nieren- und Gallensteinen verwendet wird, propagiert.




2. Weitere Behandlungskonzepte einer Fachklinik

<?  Therapie & Behandlungskonzepte bei Fersensporn



Die hier beschriebene Therapie wird in folgenden Kliniken angeboten:
Schmerzklinik Bad Mergentheim und Schmerzklinik am Arkauwald.


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Verwandte Suchbegriffe zu Arm und Beinschmerzen:
Beinschmerzen, Armschmerzen, Brachialgie, Armneuralgie, Armbeschwerden, Beinbeschwerden, Gliederschmerz, Extremitätenschmerz

Autor: Prof. Dr. med. Rolf Leeser
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