Top6 Themen: Fersenschmerzen - Arm und Beinschmerzen

Fersenschmerzen

Fersenschmerzen Arm und Beinschmerzen Themen und Krankheit
Die Ferse, welche der vom Fersenbein (Calcaneus) geformte hintere Fußteil ist, ist mit dem Sprungbein (Talus) und dem Wurfbein (Kuboid) gelenkig verbunden und dient außerdem an einem massiven Höcker (Tuber calcanei) als Ansatz für die Achillessehne.

Treten Schmerzen in diesem Bereich auf, so spricht man von Fersen- bzw. Hackenschmerzen.


Ursachen für Fersenschmerzen sind:

- Fersensporn  ( Fersensporn Informationen: Fersensporn );
hierbei unterscheidet man den hinteren, dornartigen Knochenauswuchs am Achillessehnenansatz, oberen, auch Haglund-Ferse genannt, und unteren, welcher sich an der Unterseite des Tuber calcanei befindet, Fersensporn. Außerdem gibt es noch den Aponeurosensporn, welcher sich am Ursprung der kleinen Fußmuskeln befindet, und den Ligamentsporn, welcher sich als Überlastungsschaden bei einer Senkung des Fußgewölbes bildet

- Verletzungen, z.B. ein Fersenbeinbruch

- Entzündungen, mögliche Erkrankungen sind die Periostitis calcanei, das Reiter Syndrom oder auch eine Achillobursitis

- Degenerative Erscheinungen, z.B. bei einer Spondylosis hyperostotica oder degenerativen Erkrankungen der Achillessehne

- Achillodynie, bei der es sich um einen Fersenschmerz handelt, welcher von der Achillessehne und dem darunter liegenden Schleimbeutel ausgeht und meist durch Überlastung der Beine auftritt

- Morbus Bechterew (Spondylitis ankylopoetica, Spondylitis ankylosans);
bei dieser Erkrankung handelt es sich um eine schleichende, versteifende Krümmung der Wirbelsäule, welche häufig Fersenschmerzen als Frühsymptom hat.
( Morbus Bechterew Informationen: Morbus Bechterew )


- Coalitio calcaneonaviculare; hierbei handelt es sich um eine Verschmelzung des Kahnbeins (Os naviculare) mit dem Fersenbein

- Coalitio talonaviculare; hierbei handelt es sich um eine der Fersenbeins mit dem Sprungbein (Talus)

- Calcaneus bifidus; auch diese Erkrankung führt manchmal zu Fersenschmerzen, und zwar handelt es sich hierbei um ein zweigeteiltes Fersenbein durch Fusion der beiden Knochenbildungskerne des Fersenbeins


Therapie bei Fersenschmerzen

Bei der Therapie von Fersenschmerzen kommen im ersten Schritt allgemeine Therapieansätze zum Einsatz. Zeigen diese zu wenig Wirkung, oder werden die Beschwerden chronisch (Schmerzen länger als 3-6 Monate) sind Konzepte der „speziellen Schmerztherapie“ bzw. weiterführende multimodale Behandlungskonzepte einer Schmerzklinik gefragt. Dabei gilt generell: „Je früher, desto besser“.

Details:

1. Allgemeine Therapien

a) Medikamentöse Schmerztherapie:
Bei akuten (plötzlich einsetzenden, heftigen) und subakuten (eher schleichend verlaufenden) Schmerzen können zunächst bzw. vorwiegend peripher wirkende Schmerzmittel (Schmerzmittel, die am Ort der Schmerzentstehung wirken) eingesetzt werden. Insbesondere sind hier sog. nicht steroidale Antirheumatika (= „Rheumamittel“) zu erwähnen, aus dieser Gruppe möglichst langwirkende und magenschonende, zum Beispiel Mobec®. Sehr magenschonend und zudem auch entzündungshemmend sind sog. COX-2 Inhibitoren ((z. B. Parecoxib (Dynastat®) o. Etoricoxib (Arcoxia®)). Muskelrelaxanzien (Mittel zur Muskelentspannung) wie Baclofen (z. B. Lioresal®) können als Ergänzung ebenfalls hilfreich sein. Schwere Schmerzen sind manchmal dagegen nur durch zentral (im Gehirn / Rückenmark) wirkende Analgetika (z. B. Tramadol, Valoron N®) zu lindern. Auf die Gefahr einer Schmerzmittelgewöhnung oder gar -abhängigkeit ist grundsätzlich zu achten. Eine Kombination mit schmerzdistanzierenden Antidepressiva (Mittel gegen Depression, u.a. aber auch z. T. bei Schmerzen wirksam) kann in vielen Fällen Schmerzmittel einsparen.

b) Akupunktur

c) Operative Maßnahmen , z.B. das Abtragen eines Fersensporns

d) Physikalische Therapie - z. B.: T.E.N.S., Wärme, Kälte, Krankengymnastik, extrakorporale Stoßwellenbehandlung, Röntgenstrahlentherapie, Magnetfeldtherapie,..



2. Weitere Behandlungskonzepte einer Fachklinik

<?  Therapie & Behandlungskonzepte bei Fersenschmerzen



Die hier beschriebene Therapie wird in folgenden Kliniken angeboten:
Schmerzklinik Bad Mergentheim und Schmerzklinik am Arkauwald.


Arm und Beinschmerzen Krankheit   Arm und Beinschmerzen Home

Verwandte Suchbegriffe zu Arm und Beinschmerzen:
Beinschmerzen, Armschmerzen, Brachialgie, Armneuralgie, Armbeschwerden, Beinbeschwerden, Gliederschmerz, Extremitätenschmerz

Autor: Prof. Dr. med. Rolf Leeser
Weitere Information zu Arm- und Beinschmerzen finden Sie unter folgenden verwandten Themen Armschmerzen und Beinschmerz-Formen weitere Themen...

Verwandte Schmerz-Themen von Arm und Beinschmerzen

Arm und Beinschmerzen Top6 Krankheiten

Krankheiten Arm und Beinschmerzen A-Z:

Sponsorenbereich
Anzeige
Aktuelle Gesundheitsnachrichten

Neue Ausgabe von info praxisteam ist da
Bei der Suche nach einem Arzt wünschen sich Patienten fundierte und verlässliche Informationen über die in Frage kommende Arztpraxis. Arztbewertungsportale im Internet können hilfreich sein, wenn sie die entsprechenden Qualitätsstandards erfüllen. Info praxisteam stellt mit dem AOK-Arztnavigator ein neues Bewertungsportal vor, das in Zusammenarbeit mit dem Projekt Weisse Liste von Bertelsmann-Stiftung und den größten Patienten und Verbraucherorganisationen entwickelt wurde. Weitere Themen in der September-Ausgabe: die wichtigsten Regeln und Handgriffe bei der Versorgung chronischer Wunden und die zentralen Informationen aus der Dokumentation im DMP Diabetes mellitus Typ 2.
Artikel lesen...

MDK-Kodierempfehlungen aktualisiert
Die Sozialmedizinische Expertengruppe "Vergütung und Abrechnung" (SEG 4) hat die seit 2005 herausgegebenen DRG-Kodierempfehlungen der MDK-Gemeinschaft mit Beratungsstand vom 17. August 2010 um vier Kodierempfehlungen erweitert.
Artikel lesen...

Aktuelle Liste der zuzahlungsbefreiten Medikamente online
Für die Versorgung der Patienten stehen rund 6.300 Arzneimittel zur Verfügung, für die keine gesetzliche Zuzahlung geleistet werden muss. Die Zuzahlungen für rezeptpflichtige Medikamente können entfallen, wenn der Preis des Medikamentes mindestens 30 Prozent unter dem jeweiligen Festbetrag liegt, den die Kassen übernehmen.
Artikel lesen...

Weiterführende Links