Treten Schmerzen in diesem Bereich auf, so spricht man von Fersen- bzw. Hackenschmerzen.
Ursachen für Fersenschmerzen sind:
- Fersensporn (
hierbei unterscheidet man den hinteren, dornartigen Knochenauswuchs am Achillessehnenansatz, oberen, auch Haglund-Ferse genannt, und unteren, welcher sich an der Unterseite des Tuber calcanei befindet, Fersensporn. Außerdem gibt es noch den Aponeurosensporn, welcher sich am Ursprung der kleinen Fußmuskeln befindet, und den Ligamentsporn, welcher sich als Überlastungsschaden bei einer Senkung des Fußgewölbes bildet
- Verletzungen, z.B. ein Fersenbeinbruch
- Entzündungen, mögliche Erkrankungen sind die Periostitis calcanei, das Reiter Syndrom oder auch eine Achillobursitis
- Degenerative Erscheinungen, z.B. bei einer Spondylosis hyperostotica oder degenerativen Erkrankungen der Achillessehne
- Achillodynie, bei der es sich um einen Fersenschmerz handelt, welcher von der Achillessehne und dem darunter liegenden Schleimbeutel ausgeht und meist durch Überlastung der Beine auftritt
- Morbus Bechterew (Spondylitis ankylopoetica, Spondylitis ankylosans);
bei dieser Erkrankung handelt es sich um eine schleichende, versteifende Krümmung der Wirbelsäule, welche häufig Fersenschmerzen als Frühsymptom hat.
(
- Coalitio calcaneonaviculare; hierbei handelt es sich um eine Verschmelzung des Kahnbeins (Os naviculare) mit dem Fersenbein
- Coalitio talonaviculare; hierbei handelt es sich um eine der Fersenbeins mit dem Sprungbein (Talus)
- Calcaneus bifidus; auch diese Erkrankung führt manchmal zu Fersenschmerzen, und zwar handelt es sich hierbei um ein zweigeteiltes Fersenbein durch Fusion der beiden Knochenbildungskerne des Fersenbeins
Therapie bei Fersenschmerzen
Bei der Therapie von Fersenschmerzen kommen im ersten Schritt allgemeine Therapieansätze zum Einsatz. Zeigen diese zu wenig Wirkung, oder werden die Beschwerden chronisch (Schmerzen länger als 3-6 Monate) sind Konzepte der „speziellen Schmerztherapie“ bzw. weiterführende multimodale Behandlungskonzepte einer Schmerzklinik gefragt. Dabei gilt generell: „Je früher, desto besser“.
Details:
1. Allgemeine Therapien
a) Medikamentöse Schmerztherapie:
Bei akuten (plötzlich einsetzenden, heftigen) und subakuten (eher schleichend verlaufenden) Schmerzen können zunächst bzw. vorwiegend peripher wirkende Schmerzmittel (Schmerzmittel, die am Ort der Schmerzentstehung wirken) eingesetzt werden. Insbesondere sind hier sog. nicht steroidale Antirheumatika (= „Rheumamittel“) zu erwähnen, aus dieser Gruppe möglichst langwirkende und magenschonende, zum Beispiel Mobec®. Sehr magenschonend und zudem auch entzündungshemmend sind sog. COX-2 Inhibitoren ((z. B. Parecoxib (Dynastat®) o. Etoricoxib (Arcoxia®)). Muskelrelaxanzien (Mittel zur Muskelentspannung) wie Baclofen (z. B. Lioresal®) können als Ergänzung ebenfalls hilfreich sein. Schwere Schmerzen sind manchmal dagegen nur durch zentral (im Gehirn / Rückenmark) wirkende Analgetika (z. B. Tramadol, Valoron N®) zu lindern. Auf die Gefahr einer Schmerzmittelgewöhnung oder gar -abhängigkeit ist grundsätzlich zu achten. Eine Kombination mit schmerzdistanzierenden Antidepressiva (Mittel gegen Depression, u.a. aber auch z. T. bei Schmerzen wirksam) kann in vielen Fällen Schmerzmittel einsparen.
b) Akupunktur
c) Operative Maßnahmen , z.B. das Abtragen eines Fersensporns
d) Physikalische Therapie - z. B.: T.E.N.S., Wärme, Kälte, Krankengymnastik, extrakorporale Stoßwellenbehandlung, Röntgenstrahlentherapie, Magnetfeldtherapie,..
2. Weitere Behandlungskonzepte einer Fachklinik
 
Therapie & Behandlungskonzepte bei Fersenschmerzen
Die hier beschriebene Therapie wird in folgenden Kliniken angeboten:
Schmerzklinik Bad Mergentheim und Schmerzklinik am Arkauwald.
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