19. September 2020

Top6 Themen: Erythralgie - Arm und Beinschmerzen

Erythralgie

Erythralgie Arm und Beinschmerzen Themen und Krankheit
Bei einer Erythralgie, auch Erythromelalgie, Erythrothermalgie oder Erythermalgie genannt, handelt es sich um eine seltene Hauterkrankung mit einer funktionellen Durchblutungsstörung in Form einer erhöhten Durchblutung (Hyperämie).

Die Krankheit kann entweder primär bzw. idiopathisch, als eigenständige Erkrankung, oder sekundär bei Bluthochdruck, Schwermetallvergiftung, Gicht und Polycythaemia vera (krankhaft vermehrte rote Blutkörperchen) vorkommen. Sie kommt sowohl bei Männern und Frauen im mittleren Lebensalter vor.


Symptome von Erythralgie

Typische Symptome einer Erythralgie können sein:

- schmerzhafte, brennende Sensationen im Bereich der Füße, aber auch seltener der Hände

- Verstärkung der Beschwerden bei Wärme

- Rötung bzw. zyanotische Verfärbung der Schmerzbereiche

- Schwellung bzw. Ödem

Es kann zu Verwechslungen mit dem Raynaud-Syndrom kommen. Außerdem ist differentialdiagnostisch an das Burning-feet-Syndrom und das Restless-legs-Syndrom zu denken.


Therapie von Erythralgie

Bei der Therapie einer Erythralgie kommen im ersten Schritt allgemeine Therapieansätze zum Einsatz. Zeigen diese zu wenig Wirkung, oder werden die Beschwerden chronisch (Schmerzen länger als 3-6 Monate) sind Konzepte der „speziellen Schmerztherapie“ bzw. weiterführende multimodale Behandlungskonzepte einer Schmerzklinik gefragt. Dabei gilt generell: „Je früher, desto besser.

Details:

1. Allgemeine Therapien

a) Medikamentöse Schmerztherapie:

Bei akuten (plötzlich einsetzenden, heftigen) und subakuten (eher schleichend verlaufenden) Schmerzen können zunächst bzw. vorwiegend peripher wirkende Schmerzmittel (Schmerzmittel, die am Ort der Schmerzentstehung wirken) eingesetzt werden. Insbesondere sind hier sog. nicht steroidale Antirheumatika (= „Rheumamittel“) zu erwähnen, aus dieser Gruppe möglichst langwirkende und magenschonende, zum Beispiel Mobec®. Eine Kombination mit schmerzdistanzierenden Antidepressiva (Mittel gegen Depression, u.a. aber auch z. T. bei Schmerzen wirksam) kann in vielen Fällen Schmerzmittel einsparen. Bei einem mehr anfallsartigen Schmerz können des Weiteren auch Antiepileptika versucht werden (z. B. Carbamazepin, Gabapentin oder Pregabalin).

b) Akupunktur

c) Physikalische Therapie
- z. B.: T.E.N.S., Wärme, Kälte, Massagen, Krankengymnastik,..





2. Weitere Behandlungskonzepte einer Fachklinik

<?  Therapie & Behandlungskonzepte bei Erythralgie



Die hier beschriebene Therapie wird in folgenden Kliniken angeboten:
Schmerzklinik Bad Mergentheim


Arm und Beinschmerzen Krankheit   Arm und Beinschmerzen Home

Verwandte Suchbegriffe zu Arm und Beinschmerzen:
Beinschmerzen, Armschmerzen, Brachialgie, Armneuralgie, Armbeschwerden, Beinbeschwerden, Gliederschmerz, Extremitätenschmerz

Autor: Prof. Dr. med. Rolf Leeser
Weitere Information zu Arm- und Beinschmerzen finden Sie unter folgenden verwandten Themen Armschmerzen und Beinschmerz-Formen weitere Themen...

Verwandte Schmerz-Themen von Arm und Beinschmerzen

Arm und Beinschmerzen Top6 Krankheiten

Krankheiten Arm und Beinschmerzen A-Z:

Sponsorenbereich
Anzeige
Anzeige

Anzeige
Aktuelle Gesundheitsnachrichten

Höhere Fallzahl steigert Qualität
(29.05.20) Versorgungsdaten belegen nun: Je häufiger der Wechsel einer Hüft- oder Knieprothese in einer Klinik durchgeführt wird, desto seltener kommt es zu Komplikationen und Todesfällen. Der Prothesenwechsel wird aber bei den Mindestmengen bislang nicht berücksichtigt. Der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Endoprothetik (AE), Professor Karl-Dieter Heller, erklärt im Interview, warum aber gerade hier Zentren und die Mindestmenge so wichtig wären.
Artikel lesen...

Gesundheitspartner-Portal: Neustart im Juni
(28.05.20) Das AOK-Fachportal für Leistungserbringer und Beschäftigte im Gesundheitswesen bekommt ein neues Gesicht: Ab 3. Juni finden Sie an dieser Stelle einen komplett überarbeiteten Internetauftritt.
Artikel lesen...

Coronavirus: Empfehlungen im Heilmittelbereich aktualisiert
(26.05.20) Die Empfehlungen für den Heilmittelbereich aufgrund des Ausbruchs von SARS-CoV-2 (Corona) wurden am 25. Mai 2020 aktualisiert. Die Kassenverbände auf Bundesebene und der GKV-Spitzenverband erklären darin, dass es eine zeitnahe Bewertung gibt, ob und welche Punkte der Empfehlungen über den 30. Juni 2020 hinaus verlängert oder angepasst werden müssen. Hintergrund sind die eingeleiteten Lockerungsmaßnahmen und aus der sich hieraus resultierenden Pandemieentwicklung.
Artikel lesen...

Weiterführende Links