31. März 2020

Top6 Themen: Diabetischer Fuß - Arm und Beinschmerzen

Diabetischer Fuß

Diabetischer Fuß Arm und Beinschmerzen Themen und Krankheit
Der diabetische Fuß, auch diabetisches Fußsyndrom genannt, ist eine Folgeerkrankung des Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit), die gehäuft bei Typ II Diabetikern auftritt. Ursächlich für den diabetischen Fuß sind Wunden, die aufgrund des Diabetes mellitus und seiner Folgeerscheinungen, nicht spontan abheilen.

Wichtig ist deshalb eine gründliche Vorbeugung mit guter Hautpflege und täglicher Inspektion gefährdeter Stellen.


Ursachen: Diabetischer Fuß

Wie bereits erwähnt, wird der diabetische Fuß durch Wunden an den Beinen und Füßen verursacht, die aufgrund der Zuckererkrankung nicht spontan innerhalb von wenigen Tagen wieder abheilen und sich häufig infizieren.

Im Rahmen des Diabetes mellitus kommt es häufig zu Folgeerkrankungen wie Durchblutungsstörungen, aufgrund von Gefäßschäden (Angiopathie), und Nervenschäden (Neuropathie).

Durch die Neuropathie kommt es zu einem verminderten Schmerzempfinden, wodurch banale Verletzungen von den Patienten häufig nicht bemerkt werden. Auch begünstigt die Neuropathie eine einseitige Belastung der Füße und dadurch wiederum die Entstehung von Ermüdungsschäden. Dies führt nun zu einem circulus vitiosus, denn durch die schlechte Durchblutung ist die Wundheilung sehr eingeschränkt und dadurch wird auch die Besiedlung der Wunde mit Keimen begünstigt. Wird die Wunde nun nicht adäquat versorgt, wird sie immer tiefer und die Folge ist ein diabetischer Fuß bzw. ein diabetisches Fußsyndrom.


Symptome:

Typische Krankheitszeichen von Patienten mit einem diabetischen Fuß, bzw. diabetischen Folgeschäden, sind:

- kalte Füße
- Taubheitsgefühl, Kribbeln und Brennen in den Füßen
- Vermindertes Temperatur- und Schmerzempfinden
- Gelenkschwellung
- Pergamentartige, blasse Haut
- Druckstellen


Stadien

Alleine in Deutschland werden jährlich ca. 30.000 Amputationen aufgrund des diabetischen Fußes durchgeführt. Die Krankheitsentwicklung kann in verschiedene Stadien eingeteilt werden, die da wären:

Stadium 0: keine offenen Wunden, Risikofuß
Stadium I: oberflächliche Wunden
Stadium II: Wunde (Ulkus) bis zur Gelenkkapsel, Sehne oder Knochen
Stadium III: Ulkus mit Abszess, Infektion der Gelenkkapsel oder Osteomyelitis
Stadium IV: begrenzte Nekrose (Gewebetod) des Vorfußes oder der Ferse
Stadium V: Nekrose des gesamten Fußes


Therapie

Bei der Therapie des diabetischen Fußes kommen im ersten Schritt allgemeine Therapieansätze zum Einsatz. Zeigen diese zu wenig Wirkung, oder werden die Beschwerden chronisch (Schmerzen länger als 3-6 Monate) sind Konzepte der „speziellen Schmerztherapie“ bzw. weiterführende multimodale Behandlungskonzepte einer Schmerzklinik gefragt. Dabei gilt generell: „Je früher, desto besser“.

Details:

1. Allgemeine Therapien

a) Medikamentöse Behandlung mit Antibiotika bei der Infektion von Wunden
b) Medikamentöse Schmerztherapie:

Bei akuten (plötzlich einsetzenden, heftigen) und subakuten (eher schleichend verlaufenden) Schmerzen können zunächst bzw. vorwiegend peripher wirkende Schmerzmittel (Schmerzmittel, die am Ort der Schmerzentstehung wirken) eingesetzt werden. Insbesondere sind hier sog. nicht steroidale Antirheumatika (= „Rheumamittel“) zu erwähnen, aus dieser Gruppe möglichst langwirkende und magenschonende, zum Beispiel Mobec®. Sehr magenschonend und zudem auch entzündungshemmend sind sog. COX-2 Inhibitoren ((z. B. Parecoxib (Dynastat®) o. Etoricoxib (Arcoxia®)). Schwere Schmerzen sind manchmal dagegen nur durch zentral (im Gehirn / Rückenmark) wirkende Analgetika (z. B. Tramadol, Valoron N®) zu lindern. Auf die Gefahr einer Schmerzmittelgewöhnung oder gar -abhängigkeit ist grundsätzlich zu achten. Eine Kombination mit schmerzdistanzierenden Antidepressiva (Mittel gegen Depression, u.a. aber auch z. T. bei Schmerzen wirksam) kann in vielen Fällen Schmerzmittel einsparen. Bei einem mehr anfallsartigen Schmerz können des Weiteren auch Antiepileptika versucht werden (z. B. Carbamazepin, Gabapentin oder Pregabalin).

c) Akupunktur
d) Operative Maßnahmen, z.B. (Teil-)Entfernung des Fußes
e) Physikalische Therapie
- z. B.: T.E.N.S., Wärme, Kälte, Massagen, Krankengymnastik,..




2. Weitere Behandlungskonzepte einer Fachklinik

<?  Therapie & Behandlungskonzepte bei Diabetischer Fuß



Die hier beschriebene Therapie wird in folgenden Kliniken angeboten:
Schmerzklinik Bad Mergentheim


Arm und Beinschmerzen Krankheit   Arm und Beinschmerzen Home

Verwandte Suchbegriffe zu Arm und Beinschmerzen:
Beinschmerzen, Armschmerzen, Brachialgie, Armneuralgie, Armbeschwerden, Beinbeschwerden, Gliederschmerz, Extremitätenschmerz

Autor: Prof. Dr. med. Rolf Leeser
Weitere Information zu Arm- und Beinschmerzen finden Sie unter folgenden verwandten Themen Armschmerzen und Beinschmerz-Formen weitere Themen...

Verwandte Schmerz-Themen von Arm und Beinschmerzen

Arm und Beinschmerzen Top6 Krankheiten

Krankheiten Arm und Beinschmerzen A-Z:

Sponsorenbereich
Anzeige

Anzeige
Aktuelle Gesundheitsnachrichten

Maßnahmenpaket für Pflegeeinrichtungen beschlossen
(30.03.20) Die Pflegekassen haben umfassende finanzielle Unterstützung für Heime und Pflegedienste zugesagt. Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende des GKV-Spitzenverbandes, Gernot Kiefer, sagte der Deutschen Presse-Agentur, man habe einen Pflege-Rettungsschirm aufgespannt. Mehrkosten für Schutzausrüstung oder Personal würden voll von der Pflegeversicherung übernommen. Dies solle den 11.700 Heimen und mehr als 15.000 Pflegediensten konkret helfen, um die rund vier Millionen Pflegebedürftigen weiterhin versorgen zu können.
Artikel lesen...

Ausnahme-Regelungen für die Arbeit von Hebammen angepasst
(30.03.20) Die bereits beschlossen Vereinbarung über alternative Möglichkeiten zur Leistungserbringung von freiberuflich tätigen Hebammen wurde jetzt mit einer Änderungsvereinbarung angepasst. Die Vereinbarung regelt, dass bis Mitte Juni 2020 Hebammen verstärkt auf Beratung oder Kursteilnahme per Videotelefonie zurückgreifen können.
Artikel lesen...

Anspruch auf stationäre Rehabilitation ausgeweitet
(27.03.20) Ab sofort entfällt für pflegende Angehörige, die eine Rehabilitation benötigen, das Prinzip einer gestuften Versorgung ?ambulant vor stationär?. Der vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) beschossene Beschluss ist jetzt in Kraft getreten. In diesem Beschluss wurde die Rehabilitations-Richtlinie an das Pflegepersonal-Stärkungsgesetz angepasst.
Artikel lesen...

Weiterführende Links