18. Februar 2020

Top6 Themen: Bouchard-Arthrose - Arm und Beinschmerzen

Bouchard-Arthrose

Bouchard-Arthrose Arm und Beinschmerzen Themen und Krankheit
Die Bouchard-Arthrose, auch Bouchardarthrose geschrieben, ist nach dem Pathologen Charles J.B. Bouchard benannt, der von 1837 bis 1915 vorwiegend in Paris lebte.

Bei dieser Erkrankung handelt es sich um eine Arthrose der Fingermittelgelenke, da aber häufig auch gleich mehrere Finger betroffen sind, wird sie auch Fingerpolyarthrose genannt.
Gleichzeitig mit der Bouchardarthrose tritt auch häufig die sog. Heberdenarthrose auf. Hierbei handelt es sich um eine Arthrose der Fingerendgelenke.
Die Bouchardarthrose ist sehr unangenehm und schmerzhaft und erreicht häufig ein chronisches Stadium. Frauen sind häufiger betroffen als Männer.


Symptome: Bouchard-Arthrose

Typische Krankheitszeichen der Bouchard-Arthrose sind:

- Symmetrischer Befall mehrerer Gelenke
- Spindelförmige Auftreibung der Fingermittelgelenke (Bouchard-Knoten)
- Druck- und Bewegungsschmerzen
- Steifigkeit der Fingermittelgelenke
- Schwellungen
- Bewegungseinschränkungen
- Deformierung der Gelenke
- Später Ruheschmerzen
- Häufig gleichzeitiges Auftreten mit einer Heberden-Arthrose und einer Knie- oder Wirbelsäulenarthrose


Ursachen: Bouchard-Arthrose

Bei der Bouchard-Arthrose handelt es sich um eine degenerative Erkrankung des Knorpels der Fingermittelgelenke.

Ursachen hierfür können sein:

- Überlastung der Fingermittelgelenke
- Fehlentwicklung des Gelenkknorpels
- Unfälle bei denen der Gelenkknorpel beschädigt wird
- Hormonelle Komponenten
- Genetische Faktoren


Diagnostik: Bouchard-Arthrose

Die Diagnose „Bouchard-Arthrose“ wird in der Regel eindeutig durch eine Röntgenaufnahme gestellt. Differentialdiagnostisch muss außerdem noch an folgende Erkrankungen gedacht werden:

- Gicht-Arthritis
- Akute Arthritis
- Chronische Polyarthritis
- Reaktive Arthritis
- Rheumatoide Arthritis


Therapie: Bouchard-Arthrose

Bei der Therapie einer Bouchard-Arthrose kommen im ersten Schritt allgemeine Therapieansätze zum Einsatz.
Zeigen diese zu wenig Wirkung, oder werden die Beschwerden chronisch (Schmerzen länger als 3-6 Monate) sind Konzepte der „speziellen Schmerztherapie“ bzw. weiterführende multimodale Behandlungskonzepte einer Schmerzklinik gefragt. Dabei gilt generell: „Je früher, desto besser“.

Details:

1. Allgemeine Therapien

a) Medikamentöse Schmerztherapie:

Bei akuten (plötzlich einsetzenden, heftigen) und subakuten (eher schleichend verlaufenden) Schmerzen können zunächst bzw. vorwiegend peripher wirkende Schmerzmittel (Schmerzmittel, die am Ort der Schmerzentstehung wirken) eingesetzt werden. Insbesondere sind hier sog. nicht steroidale Antirheumatika (= „Rheumamittel“) zu erwähnen, aus dieser Gruppe möglichst lang wirkende und magenschonende, zum Beispiel Mobec®. Sehr magenschonend und zudem auch entzündungshemmend sind sog. COX-2 Inhibitoren ((z. B. Parecoxib (Dynastat®) o. Etoricoxib (Arcoxia®)). Muskelrelaxanzien (Mittel zur Muskelentspannung) wie Baclofen (z. B. Lioresal®) können als Ergänzung ebenfalls hilfreich sein. Schwere Schmerzen sind manchmal dagegen nur durch zentral (im Gehirn / Rückenmark) wirkende Analgetika (z. B. Tramadol, Valoron N®) zu lindern. Auf die Gefahr einer Schmerzmittelgewöhnung oder gar -abhängigkeit ist grundsätzlich zu achten. Eine Kombination mit schmerzdistanzierenden Antidepressiva (Mittel gegen Depression, u.a. aber auch z. T. bei Schmerzen wirksam) kann in vielen Fällen Schmerzmittel einsparen.

b) Akupunktur

c) Physikalische Therapie
- z. B.: T.E.N.S., Wärme, Kälte, Krankengymnastik,..




2. Weitere Behandlungskonzepte einer Fachklinik

<?  Therapie & Behandlungskonzepte bei Bouchard-Arthrose



Die hier beschriebene Therapie wird in folgenden Kliniken angeboten:
Schmerzklinik Bad Mergentheim


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Verwandte Suchbegriffe zu Arm und Beinschmerzen:
Beinschmerzen, Armschmerzen, Brachialgie, Armneuralgie, Armbeschwerden, Beinbeschwerden, Gliederschmerz, Extremitätenschmerz

Autor: Prof. Dr. med. Rolf Leeser
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