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Arterielle Durchblutungsstörung

Arterielle Durchblutungsstörung Arm und Beinschmerzen Themen und Krankheit
Arterielle Durchblutungsstörungen können sowohl organische, als auch funktionell-vasospastische Ursachen haben, wobei fließende Übergänge wie beim Ergotismus und Morbus Raynaud möglich sind.

Akute und gravierende arterielle Durchblutungsstörungen sind z.B. ein Herzinfarkt oder Schlaganfall, welche dramatische Folgen haben können. Eine chronische und langsam verlaufende arterielle Durchblutungsstörung, vor allem im Becken und den Beinen, ist die periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK).



Ursachen: Arterielle Durchblutungsstörung


- (peripher) arterielle Verschlusskrankheit

Ursächlich für eine (periphere) arterielle Durchblutungsstörung können zum einen beispielsweise eine obliterierende Artherosklerose und zum anderen eine Thrombangitis obliterans sein. Bei der obliterierenden Artherosklerose kommt es zum Gefäßverschluss durch Verhärtungen und Verdickungen der Gefäßwand. Patienten weisen normalerweise auch die bekannten Herz-Kreislauf-Risikofaktoren, wie Bluthochdruck (Hypertonie), Nikotinabusus und Fettstoffwechselstörungen, auf.

Die Thrombangitis obliterans tritt meist in relativ jugendlichem Alter auf und bei den Patienten, meist Männer, liegt ein exzessiver Nikotinabusus vor. Verursacht wird diese Erkrankung, welche zu einem entzündlichen Verschluss der Gefäße führt, höchstwahrscheinlich durch eine Autoimmunreaktion, wodurch der Komplementfaktor C4 erniedringt und die Antielastin-Antikörper erhöht sind.


- Raynaud-Syndrom

Das Raynaud-Syndrom tritt häufig bei Kollagenosen (z.B. Sklerodermie) auf und führt zu Gefäßspasmen, welche zu arteriellen Durchblutungsstörungen in einzelnen Gliedern führen. In schweren Fällen kann dies auch zu Nekrosen führen.

- Ergotismus

Beim Ergotismus treten Schmerzen in den Armen oder Beinen wie bei der arteriellen Verschlusskrankheit auf, die typischen Risikofaktoren fehlen aber und es sind vor allem jüngere Frauen betroffen. Der Ergotismus wird durch die übermäßige Einnahme von Ergotamin-haltigen Medikamenten hervorgerufen, wie sie beispielsweise bei Migräne eingesetzt werden.

- Erythromelalgie

Bei der Erythromelalgie liegt eine Trophangioneurose als neurovaskuläres Syndrom vor. Sie kann idiopathisch oder symptomatisch, z.B. bei Gicht, Polycythaemia vera und essentieller Hypertonie, auftreten. Symptome sind anfallsartige, vorwiegend brennende Fuß- und Handschmerzen. Des Weiteren kann es zu Hyperämie und Ödemen kommen.



Symptome: Arterielle Durchblutungsstörungen

Die Symptome von arteriellen Durchblutungsstörungen sind vielfältig und hängen von der Geschwindigkeit und vom Grad der Stenosierung ab.
Charakteristische Krankheitszeichen, welche nicht alle auftreten müssen, sind:

- Schmerzen bei Belastung, später auch Ruheschmerzen
- Blässe
- Untertemperatur der Haut
- Abgeschwächte bzw. fehlende periphere Pulse
- Nekrosen
- Missempfindungen
- Muskelkrämpfe
- Claudicatio intermittens („Schaufensterkrankheit“)
- heftige akute Schmerzen durch eine Embolie



Therapie: Arterielle Durchblutungsstörung

Bei der Therapie einer arteriellen Durchblutungsstörung kommen im ersten Schritt allgemeine Therapieansätze zum Einsatz. Zeigen diese zu wenig Wirkung, oder werden die Beschwerden chronisch (Schmerzen länger als 3-6 Monate) sind Konzepte der „speziellen Schmerztherapie“ bzw. weiterführende multimodale Behandlungskonzepte einer Schmerzklinik gefragt. Dabei gilt generell: „Je früher, desto besser“.

Details:

1. Allgemeine Therapien

a) Umstellung der Ess- und Trinkgewohnheiten

- Diät
- reichliche Flüssigkeitszufuhr
- Vermeidung von Alkohol, Nikotin, Kaffee und starken Gewürzen
- Kleinere Essportionen, dafür häufigere Nahrungszufuhr
- Professionelle Ernährungsberatung

b) (Medikamentöse) Behandlung mit:

- Naftidrofuryl, Pentoxifyllin und Buflomedil
- dem Prostaglandin E1-Analogon Alprostadil
- Acetylsalicylsäure (ASS)

c) Akupunktur

d) Operative Maßnahmen, z.B.:

- Ausschälmethode
- Perkutane transluminale Angioplastie (PTA)
- Atherektomie
- Einsetzung von Stents
- Bypass-Operation

e) Physikalische Therapie
- z. B.: T.E.N.S., Wärme, Kälte, Massagen, Krankengymnastik,..



2. Weitere Behandlungskonzepte einer Fachklinik

<?  Therapie & Behandlungskonzepte bei Arterielle Durchblutungsstörung



Die hier beschriebene Therapie wird in folgenden Kliniken angeboten:
Schmerzklinik Bad Mergentheim und Schmerzklinik am Arkauwald.


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Autor: Prof. Dr. med. Rolf Leeser
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