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Adduktoren-Syndrom

Adduktoren-Syndrom Arm und Beinschmerzen Themen und Krankheit
Adduktoren sind Muskeln, die ein Körperteil an den Körper bzw. Rumpf heranführen. Die Adduktoren des Beines befinden sich an der Innenseite des Oberschenkels und bestehen aus dem M. adductor longus, M. adductor magnus, M. adductor brevis und dem M. gracilis. Sie erstrecken sich vom seitlichen, unteren Schambein und vorderen Sitzbein zur Innenseite des Schienbeinkopfes und zum unteren Oberschenkelknochen.

Unter einem Adduktoren-Syndrom, auch Gracilis-Syndrom genannt, versteht man einen Überlastungsschaden der Adduktorensehnen.


Ursachen: Adduktoren-Syndrom

Wie bereits erwähnt wird das Adduktoren-Syndrom durch meist sportbedingte Überlastungsschäden der Adduktoren-Sehnen verursacht. Meist ist hierbei der Musculus gracilis betroffen. Hierbei handelt es sich um eine Insertionstendopathie mit örtlichen Osteonekrosen (Untergang von Knochengewebe) des Schambeins.


Symptome: Adduktoren-Syndrom

Typische Symptome des Adduktoren-Syndroms sind Druckschmerzen am seitlichen Schambein (Ursprung des M. gracilis) und Schmerzausstrahlungen in den inneren Oberschenkel (Gebiet des N. obturatorius), welche besonders bei Beanspruchung der Adduktoren auftreten.


Differentialdiagnose: Adduktoren-Syndrom

Neben dem Adduktoren-Syndrom können noch andere Erkrankungen zu Schmerzen in der Schambeingegend führen. Diese sind:

- Symphysen-Syndrom

- Schambeinentzündung (Ostitis pubis)


Therapie: Adduktoren-Syndrom

Bei der Therapie eines Adduktoren-Syndroms kommen im ersten Schritt allgemeine Therapieansätze zum Einsatz.
Zeigen diese zu wenig Wirkung, oder werden die Beschwerden chronisch (Schmerzen länger als 3-6 Monate) sind Konzepte der „speziellen Schmerztherapie“ bzw. weiterführende multimodale Behandlungskonzepte einer Schmerzklinik gefragt. Dabei gilt generell: „Je früher, desto besser“.

Details:

1. Allgemeine Therapien

a) Medikamentöse Schmerztherapie:

Bei akuten (plötzlich einsetzenden, heftigen) und subakuten (eher schleichend verlaufenden) Schmerzen können zunächst bzw. vorwiegend peripher wirkende Schmerzmittel (Schmerzmittel, die am Ort der Schmerzentstehung wirken) eingesetzt werden. Insbesondere sind hier sog. nicht steroidale Antirheumatika (= „Rheumamittel“) zu erwähnen, aus dieser Gruppe möglichst langwirkende und magenschonende, zum Beispiel Mobec®. Sehr magenschonend und zudem auch entzündungshemmend sind sog. COX-2 Inhibitoren ((z. B. Parecoxib (Dynastat®) o. Etoricoxib (Arcoxia®)).
Bei starken, schmerzhaften Muskelverspannungen können ergänzend Muskelrelaxanzien (Mittel zur Muskelentspannung) (z. B. Norflex®, Mydocalm®) eine Lösung sein. Schwere Schmerzen sind manchmal dagegen nur durch zentral (im Gehirn / Rückenmark) wirkende Analgetika (z. B. Tramadol, Valoron N®) zu lindern. Auf die Gefahr einer Schmerzmittelgewöhnung oder gar -abhängigkeit ist grundsätzlich zu achten. Eine Kombination mit schmerzdistanzierenden Antidepressiva (Mittel gegen Depression, u.a. aber auch z. T. bei Schmerzen wirksam) kann in vielen Fällen Schmerzmittel einsparen.

b) Akupunktur

c) Physikalische Therapie
- z. B.: T.E.N.S., Wärme, Kälte, Massagen, Krankengymnastik,..




2. Weitere Behandlungskonzepte einer Fachklinik

<?  Therapie & Behandlungskonzepte bei Adduktoren-Syndrom



Die hier beschriebene Therapie wird in folgenden Kliniken angeboten:
Schmerzklinik Bad Mergentheim und Schmerzklinik am Arkauwald.


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Autor: Prof. Dr. med. Rolf Leeser
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