22. November 2019

Top6 Themen: Achillessehnenschmerz - Arm und Beinschmerzen

Achillessehnenschmerz

Achillessehnenschmerz Arm und Beinschmerzen Themen und Krankheit
Die Achillessehne verbindet den dreiköpfigen Wadenmuskel (M. triceps surae) mit dem Fersenbein. Sie ist die stärkste Sehne des menschlichen Körpers und ca. 20 bis 25 cm lang. Außerdem ermöglicht die Achillessehne die Beugung in Richtung Fußsohle (Plantarflexion) und die Einwärtsdrehung des Fußes (Supination).

Meist werden Achillessehnenschmerzen durch entzündliche Sehnenveränderungen verursacht, können aber auch degenerativ bedingt sein.


Ursachen: Achillessehnenschmerz

Wie bereits erwähnt, werden Achillessehnenschmerzen meist durch entzündliche Reizzustände verursacht. Diese sind häufig durch Überlastungen, beispielsweise im Rahmen sportlicher Aktivitäten, bedingt. Weitere mögliche Ursachen sind:

- Achillobursitis (Schleimbeutelentzündung zwischen Achillessehne und Fersenbein)
- Haglund-Ferse (Fersensporn am Kalkaneus)
- Periostitis calcanei (Knochenhautentzündung des Fersenbeins)
- Achillessehnenruptur (Achillessehnenriss)


Therapie: Achillessehnenschmerz

Bei der Therapie von Achillessehnenschmerzen kommen im ersten Schritt allgemeine Therapieansätze zum Einsatz. Zeigen diese zu wenig Wirkung, oder werden die Beschwerden chronisch (Schmerzen länger als 3-6 Monate) sind Konzepte der „speziellen Schmerztherapie“ bzw. weiterführende multimodale Behandlungskonzepte einer Schmerzklinik gefragt. Dabei gilt generell: „Je früher, desto besser“.

Details:

1. Allgemeine Therapien

a) Medikamentöse Schmerztherapie:

Bei akuten (plötzlich einsetzenden, heftigen) und subakuten (eher schleichend verlaufenden) Schmerzen können zunächst bzw. vorwiegend peripher wirkende Schmerzmittel (Schmerzmittel, die am Ort der Schmerzentstehung wirken) eingesetzt werden. Insbesondere sind hier sog. nicht steroidale Antirheumatika (= „Rheumamittel“) zu erwähnen, aus dieser Gruppe möglichst langwirkende und magenschonende, zum Beispiel Mobec®. Sehr magenschonend und zudem auch entzündungshemmend sind sog. COX-2 Inhibitoren ((z. B. Parecoxib (Dynastat®) o. Etoricoxib (Arcoxia®)).
Bei starken, schmerzhaften Muskelverspannungen können ergänzend Muskelrelaxanzien (Mittel zur Muskelentspannung) (z. B. Norflex®, Mydocalm®) eine Lösung sein. Schwere Schmerzen sind manchmal dagegen nur durch zentral (im Gehirn / Rückenmark) wirkende Analgetika (z. B. Tramadol, Valoron N®) zu lindern. Auf die Gefahr einer Schmerzmittelgewöhnung oder gar -abhängigkeit ist grundsätzlich zu achten. Eine Kombination mit schmerzdistanzierenden Antidepressiva (Mittel gegen Depression, u.a. aber auch z. T. bei Schmerzen wirksam) kann in vielen Fällen Schmerzmittel einsparen.

b) Akupunktur

c) Operative Maßnahmen
, z.B. Abtragung des Fersensporns

d) Physikalische Therapie - z. B.: T.E.N.S., Wärme, Kälte, Massagen, Krankengymnastik,..

e) Andere Therapiemaßnahmen: Wichtig ist auch die Schonung der Achillessehne, unterstützt durch eine Absatzerhöhung zu Entlastung der Sehne.




2. Weitere Behandlungskonzepte einer Fachklinik

<?  Therapie & Behandlungskonzepte bei Achillessehnenschmerz



Die hier beschriebene Therapie wird in folgenden Kliniken angeboten:
Schmerzklinik Bad Mergentheim


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Verwandte Suchbegriffe zu Arm und Beinschmerzen:
Beinschmerzen, Armschmerzen, Brachialgie, Armneuralgie, Armbeschwerden, Beinbeschwerden, Gliederschmerz, Extremitätenschmerz

Autor: Prof. Dr. med. Rolf Leeser
Weitere Information zu Arm- und Beinschmerzen finden Sie unter folgenden verwandten Themen Armschmerzen und Beinschmerz-Formen weitere Themen...

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